Ein Netz gegen Armut von Kindern knüpfen. Kuseler Kita mit Preis ausgezeichnet
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 6, zum 08. Februar 2009.
(Sprecher: Dejan Vilov)
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (5:22min / 9.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
RPR1 'Angedacht': Wer war John Hooper?
Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Montag, 09. Februar 2009:
John Hooper war ein genialer Prediger. Aus der ganzen Region strömten die Menschen seine Kirche. Denn der Kaplan predigte nicht lateinischer Sprache, sondern so, dass auch die einfachen Leute ihn verstehen konnten.
Und was er zu sagen hatte, das hatte es in sich: Von Jesus Christus als dem alleinigen Oberhaupt der Kirche predigte er. Und von der Gleichwertigkeit aller Christenmenschen.
Kein Wunder. Es dauerte nicht lange, und John Hooper sollte Bischof werden. Doch der reformierte Theologe stellte Bedingungen:
Das Festornat, mit dem der Bischof seine Macht ausdrückte, das wollte er nicht tragen. Um sichtbar zu machen: Kirche wird von unten her aufgebaut, von den Menschen. Da darf es nicht einen einzelnen an der Spitze geben, der alles entscheidet.
Nach einigem hin und her wurde Hooper Bischof. Doch er hatte nicht viel Zeit, um die Kirche demokratischer zu machen.
Denn es kam zum Regierungswechsel:
Die neue Königin Maria Tudor versuchte, alle Kirchenreformen wieder rückgängig zu machen. England sollte katholisch werden – wenn’s sein muss mit Gewalt.
John Hooper war einer der ersten, den die Verfolgung traf.
Er wurde von seiner Königin abgesetzt und auf dem Scheiterhaufen ermordet. Auf den Tag genau vor 500 Jahren.
Heute erinnern die Protestantischen Kirchen in Europa an diesen großen Theologen. Sein Schicksal ist eine Mahnung auch für unsere Zeit. Toleranz und Offenheit sind wichtig, damit es nicht zu Mord und Totschlag kommt.
Das Gespräch ist durch nichts zu ersetzen. Das gilt für die Kirchen in der Ökumene. Und das gilt auch für die Völker und Religionen.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:31min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
RPR1 'Angedacht': Entschuldigung, es tut mir leid!
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 08. Februar 2009:
Es war der Geburtstag meiner Tante. In dem großen Flur in ihrer Wohnung spielte ich mit meinem Fußball und da passierte es. Die schöne neue Blumenvase auf der Kommode. Ein großer Scherbenhaufen lag vor mir.
Und viele Menschen waren böse auf mich. Meine Tante, der die Vase gehörte. Meine Oma, die ihr die Vase geschenkt hatte und mein Vater, der mich extra ermahnt hatte, nicht so wild herum zu tollen. Dazu noch meine Mutter, die die Scherben auffegen musste.
Und ich? Ich stand heulend da und dachte: wie kommste aus der Nummer wieder raus? Heute weiß ich, dass es nur vier Worte waren, die meine Lage verbesserten:
„Entschuldigung, es tut mir leid!“
Ich entschuldigte mich und das leitete eine Wende ein. Natürlich waren die Scherben immer noch da. Aber meine Entschuldigung zeigte allen: Ok, der Junge hat verstanden, dass er was falsch gemacht hat.
Entschuldigungen gehören zum Leben. Denn alle Menschen machen Fehler. Kleinere oder größere. Überall auf der Welt. In Ludwigshafen, Berlin, Rom oder Los Angeles. Ob sie es glauben oder nicht. Kein Mensch ist unfehlbar. Auch die nicht, die sich dafür halten.
Gott hat uns Menschen eben nicht perfekt geschaffen, sondern mit vielen Schwächen. Eine davon ist, dass wir Fehler machen. Aber er hat uns auch den Verstand gegeben und damit die Fähigkeit, Fehler einzusehen und zu sagen:
„Entschuldigung, es tut mir leid!“
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:30min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Alle Beiträge