Rockland Radio "Feels like heaven": Die Glocke
Heiner Eberhardt, Obernhof, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 19. April 2009
In meiner Kirchengemeinde gibt es eine gute Tradition: die Konfirmanden wählen jedes Jahr aus ein Projekt aus, dem die Kollekte aus ihrem Konfirmationsgottesdienst zugute kommen soll.
Dieses Jahr geht die Spende nach Indonesien, dem größten islamischen Land der Erde, in dem Christen in der Minderheit sind. Oftmals werden sie im Alltag benachteiligt, von anderen bedrängt, manchmal sogar bedroht.
Ich bin mit einem einheimischen Pastor aus Indonesien befreundet. Er erzählt mir seit Jahren über Freud und Leid in seiner Gemeinde.
Ein Wachdienst kümmert sich um den Schutz der Kirche und eine hohe mauer umgibt das Gelände der Gemeinde.
Ob ich ihm denn eine Glocke besorgen könne fragt er mich, eine richtige Kirchenglocke, sodass er zu den Gottesdiensten und anderen Gelegenheiten läuten kann.
Was mir zunächst unmöglich schien, hat jetzt doch geklappt und zwar mit Hilfe der Konfirmations-Kollekte. So läutet nun im fernen Indonesien eine kleine Glocke aus einem hohen Kirchturm.
Mein Freund, der Pastor, erwartet gar nicht mal, dass deshalb mehr Leute in seine Kirche kommen. Aber jeder kann jetzt hören dass es Christen in der Stadt ihren Gottesdienst feiern.
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RPR1 'Angedacht': T9
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Sonntag, 19. April 2009:
Computer, MP3-Player, Navi – mein Handy ist ein richtiges kleines Wunderwerk der Technik. Aber ich benutze es trotzdem nur zum Telefonieren. Und natürlich zum sms-Schreiben. Das wird ja auch immer einfacher dank T9.
Dieses Texterkennungsprogramm erleichtert das Tippen von sms-Nachrichten. Meistens jedenfalls. Aber manchmal ist das, was getippt wird, für das Programm mehrdeutig:
Bin heute um Wein bei Eis. Eigentlich soll das heißen: Bin heute um zehn bei Dir.
Oder meine gute Freundin Tina. „Bis nachher, mein Süßer“, wollte sie ihrem Freund schreiben. Ihr Handy machte aus „Süßer“ aber „Stress“. Zum Glück hat Tina das noch rechtzeitig gemerkt, sonst hätte sie sich die nächste sms an ihren Freund vielleicht sparen können.
Tja, Handys können halt bestenfalls nur ahnen, was ich sagen möchte. Anders ist bei Gott. Dem ich zwar keine sms schicken kann, aber trotzdem mit ihm Kontakt aufnehmen. Im Gebet.
Und dabei brauche ich keine Sorgen haben, ob das, was ich Gott mitteilen möchte, vielleicht mehrdeutig ist. Denn ich kann mich darauf verlassen, dass Gott weiß, was mich bewegt und was ich ihm sagen möchte.
Und bevor ich lange nach den richtigen Worten für mein Gebet suche, kann ich einfach das Gebet sprechen, das Jesus selbst seinen Jüngern beigebracht hat: Das Vater unser. Funktioniert immer und überall – und ganz ohne T9.
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