RPR1 "Angedacht": Was wirklich zählt...

Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 31. Juli 2009:

Worauf setzen Sie? Gerade jetzt, wo die Aktien Achterbahn fahren – und die eine oder andere Bank inzwischen schon abgestürzt ist.

Legen Sie Tagesgeld oder eher Bundesschatzbriefe? Setzen Sie gegen den Trend gerade jetzt auf Immobilienfonds oder ist nur Bares Wahres – und Sie packen deshalb Ihre Reichtümer in den Safe?

Worauf setzen Sie? – Nun ja, vielleicht gehören Sie ja auch eher zu den Millionen, die über ihre Steuergelder die verzockten Milliarden bezahlen werden.

Dennoch. Auch für Sie wird gelten: Ohne Moos nichts los. Und es beruhigt ungemein, wenn am Monatsende wenigstens eine schwarze Null auf dem Konto erscheint.

Aber trotzdem ist Geld nicht alles. Was also ist der entscheidende Wert? Ist es Liebe oder Gerechtigkeit? Solidarität, Verlässlichkeit? Frieden?

„Der Herr ist mein Licht und mein Heil, vor wem sollte ich mich fürchten. Der Herr ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir grauen?“ So wird in Psalm 27 formuliert, was das entscheidende ist im Leben.

Mir gefällt dieser Bibeltext. Denn er macht sichtbar:
Dass ich überhaupt leben kann, das ist nicht der Anfang,
sondern schon der zweite Schritt. Vorher kommt Gottes Liebe.

Ganz gleich, was in unserem Leben gelingt oder auch so richtig daneben läuft, wir bleiben von Gott geliebt. Ich meine: das ist ein Grundwert, auf dem wir aufbauen können.

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RPR1 "Angedacht": Kleines Senfkorn

Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 30. Juli 2009:

Es ist schon irre, was daraus wachsen kann: Aus so einem winzigen Senfkorn. Mit bloßem Auge ist es ja kaum zu erkennen, aber aus diesen kleinen Körnern wächst ein strauchartiger Baum. Zwei bis drei Meter kann der groß werden. In seinen Ästen und Zweigen, da finden sogar Vögel Platz! Die können bequem und geschützt ihre Nester bauen.

Nützlich ist so ein Senfbaum aber auch für uns Menschen. Verschiedene Heilmittel und Gewürze lassen sich aus der Senfpflanze gewinnen. Und aus den Blättern des Baumes kann man sogar einen schmackhaften Salat zubereiten.
Kurz und gut: So ein Senfbaum ist eine Super-Pflanze.

Von ihr erzählt auch Jesus, als er den Menschen erklärt, Gott will sein Reich unter uns Menschen aufbauen, aber nicht hoppladihopp. Das Reich Gottes entsteht ganz langsam und sachte. Jesus drückt es mit einem Bild aus.

Er sagt: Das Reich Gottes ist wie ein Senfkorn. Am Anfang kaum zu erkennen, winzig klein. Aber das Ergebnis ist großartig.

Das Leben Jesu bis zu seiner Kreuzigung und Auferstehung, das ist sozusagen der Anfang, der Auslöser. Damals haben nur wenige Menschen das gehört und erfahren, was Jesus gesagt und getan hat.

Und was ist draus geworden? Überall auf dieser Welt ist das Evangelium von Jesus Christus bekannt geworden, denn Gottes Liebe gilt allen Menschen. Überall auf dieser Welt.
Ohne Ausnahme. Ohne Unterschied.

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RPR1 "Angedacht": Der Herr ist mein Hirte

Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 29. Juli 2009:

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RPR1 "Angedacht": Caspar Olevian

Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 28. Juli 2009:

Es ist ein strahlendblauer Sommertag im Juli. Zusammen mit Freunden unternimmt ein Mann namens Caspar eine Wanderung. Am Fluss treffen sie eine Gruppe Studenten.
Die haben ein kleines Boot dabei und wollen gerade losfahren. „Kommt doch mit!“ – rufen sie. Doch während Caspar abwinkt, besteigen seine Freunde das Boot.

Caspar sieht vom Ufer aus zu, wie seine Freunde im Boot feiern. Plötzlich fangen zwei Studenten an, das Boot zu schaukeln. Immer stärker schwankt das kleine Schiff und schließlich kentert es.

Da hält es Caspar nicht länger am Ufer. Er watet ins Wasser. Doch dann bleibt er stecken und beginnt langsam im Uferschlamm zu versinken.

Panik macht sich breit. Caspar will nicht sterben. Nicht jetzt, nicht in diesem Fluss elendig ersaufen wie eine Ratte.

Caspar beginnt zu beten und schlägt Gott einen Handel vor: „Gott, wenn du dich meiner erbarmst, dann predige ich fortan das Evangelium, wenn ich dazu berufen werde.“

Die Rettung folgt fast auf dem Fuße. Ein Diener hat das Unglück verfolgt. Er zieht Caspar aus dem Schlamm und der hält Wort. Exakt vor 450 Jahren kommt er nach Trier und hält dort die erste evangelische Predigt.

Mir gefällt diese Geschichte. Denn sie macht sichtbar: Gott begleitet uns! Und gerade an den Wendepunkten des Lebens wird das sichtbar.

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RPR1 "Angedacht": Kinder sind ein Segen, nicht wahr?

Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Montag, 27. Juli 2009:

Der Tonfall ist immer derselbe. Die Dialoge sind bestens einstudiert. Allenfalls der Anlass ist unterschiedlich.

Mal ist es die Trödelei am Morgen. Dann die ewige Chatterei in Partyface oder die alltäglichen kleinen Bitten um kleine Hilfe im Haushalt: Müll raustragen. Zum Bäcker laufen. Die Spülmaschine ausräumen. Rasen mähen.

Immer bekomme ich von meinen Kindern zu hören: Warum immer ich? Muss das denn jetzt sein?

Kinder sind ein Segen. Nicht wahr?

An einem solchen Satz halten wir uns doch fest, als Eltern, Montag morgens kurz vor sieben, wenn die Woche wunderfröhlich mit dem ersten Knatsch begonnen hat und wir wissen: Es wird nicht besser.

Aber ehrlicherweise müssen wir ja eingestehen: Auch Kinder haben es nicht immer einfach mit ihren Eltern.

Kinder sind ein Segen, auch wenn sie – grad in der Pubertät auch ganz schön nerven können. Und auch die Eltern sind – im Grunde genommen ein Segen für ihre Kinder – auch wenn sie oft ziemlich anstrengend sind.

Segen – das ist die Zusage Gottes: Mit all eurem Knatsch und Streit und Ärger seid ihr nicht alleine.
Segen – das ist die Ermutigung Gottes: Haltet mal die Luft an, atmet tief durch – und beginnt von vorne.
Segen heißt: Gott unterstützt uns dabei, unser Leben zu leben. Und zwar miteinander.

Segen – das ist das Versprechen Gottes: Ich, der Herr, dein Gott, bin bei dir, wohin du auch gehst!“

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RPR1 "Angedacht": Eine Stadt aus Glas und Gold und Stein

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Sonntag, 26. Juli 2009:

Was für eine phantastische Vorstellung. Eine Stadt, in der alles aus Glas, Gold und Stein ist. Da gibt es keine Geheimnisse.

Jeder kann alles sehen und keiner muss sich wegen irgendwas verstecken. Die Häuser glänzen wunderschön in der Sonne und alle Einwohner dieser Stadt sind behütet und geborgen, denn sie werden von starken Mauern beschützt.

Der Traum von so einer tollen und neuen Stadt, in der alles ganz anders ist, den hatte ein Mann namens Johannes schon vor 1800 Jahren.

Und genauso wie Cassandra Steen hat er seine Vorstellung aufgeschrieben. Im letzten Buch der Bibel. Ich weiß nicht, ob Cassandra Steen an dieses Buch gedacht hat, als sie ihr Lied geschrieben hat. Aber mich erinnert es jedes Mal daran.

Die Stadt von der Johannes träumt ist auch aus Glas und Gold. Aber es ist keine Stadt, die ein Mensch erbauen könnte. Es ist eine himmlische Stadt, die Stadt Gottes.

Und darin will Gott nicht allein leben, sondern mit uns zusammen. Das wird wirklich eine Stadt für Sie, für mich …einfach für alle Menschen.

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Bedenkzeit unbedingt erforderlich. Patientenverfügungen wollen wohl überlegt sein.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 19. Juli 2009 (Moderation: Trixi Kuklinski).

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