Rockland Radio 'Feels like heaven': Was haben Krimileser und Christen gemeinsam?
Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 18. Juli 2009:
Ich habe mir für heute etwas vorgenommen: ich will endlich meinen Krimi weiterlesen. Der französische Kommissar Maigret ermittelt gerade in Paris.
“Was? Sie sind doch Pfarrer und dann lesen sie die Sachen mit dem ganzen Elend, mit Mord- und Totschlag”, habe ich schon oft hören müssen, wenn ich von meiner Krimibegeisterung gesprochen habe.
In der Tat: in Krimis geht es immer auch um das Abgründige, was aus Menschen werden kann und was Menschen tun können. Und es geht um Menschenkenntis. Ich finde es spannend, wie viele Kommissare nur duch Zuhören und genaues Hingucken den Tätern auf die Spur kommen.
Die Polizisten kämpfen für eine Welt mit mehr Gerechtigkeit, für eine Welt, in der das Vergehen an anderen wirklich auch gesühnt wird. Denn in so gut wie allen Krimis gibt es ja eine 100prozentige Auflösungsquote. Das beruhigt doch ungemein.
Da sieht es im wahren Leben schon ganz anders aus. Da liegt die Aufklärungsrate nur bei knapp über 50 Prozent. Krimileser haben also die Hoffnung, dass eine gerechtere Welt möglich ist. Und da haben sie viel gemeinsam mit den Christen. Und deshalb lese ich so gerne Krimis.
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RPR1 "Angedacht": Kreuzworträtsel
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 18. Juli 2009:
Ach, es ist ein Kreuz mit dem Kreuz-Wort-Rätsel. Ich muss sie einfach lösen. Ich bin doch weder dumm noch ungebildet. Und es fehlt doch nur noch eine richtige Antwort. Das muss doch zu lösen sein!
Ich glaube, ich bin ein Kreuzworträtsler. So wie wir alle. Das ist unsere Natur. Überall stellen wir Fragen und suchen Antworten. Warum gibt es Leid, Angst und Not? Was ist der Sinn dieser Welt? Und warum finde ich dieses eine Wort nicht heraus?
So viele Fragen und Gedanken, die ich nicht verstehe:
„Wollte ich sie zählen, so wären sie mehr als der Sand“ heißt es in der Bibel und weiter „Am Ende, Gott, bin ich noch immer bei dir.“
Unser Leben und diese Welt bleiben uns oft ein Rätsel.
Aber obwohl ich weiß, dass ich nicht alles erklären kann, rätsele ich immer weiter. Warum? Weil ich glaube. Ich glaube, dass es Antworten gibt. Das hinter allen Rätseln dieser Welt eine gute, eine liebevolle Antwort wartet. Das mein Leben einen Sinn hat. Ja, genau das glaube ich.
Und da habe ich die Lösung für das Kreuzworträtsel gefunden: „Vertrauensvolle Lebenseinstellung“ mit sechs Buchstaben, an dritter Stelle ein A: Glaube!
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Heute vor 30 Jahren in Nicaragua
Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Fraitag, 17. Juli 2009:
Kennen Sie Nicaragua? Ein kleines Land, in dem heute vor 30 Jahren eine friedliche Revolution den Diktator Somoza stürzte. Am 17. Juli 1979 ist er mit seiner Familie ins Ausland geflohen.
Viele kirchliche Gruppen haben sich damals sehr für die Rechte der Menschen in Nicaragua eingesetzt und den Widerstand unterstützt.
Es war ein ruhiger, bescheidener Mann, der zum Symbol dieses friedlichen aber entschlossenen Widerstandes wurde: Ernesto Cardenal. Er hat die Bibel als ein buch der Befreiung von unterdrückten Menschen ausgelegt.
Viele haben sich damals bemüht, den Bauern in Nicaragua zu ihrem Recht zu verhelfen. Zum Beispiel dadurch, dass sie nur noch Kaffee aus Nicaragua getrunken haben. Fair gehandelt, wie man heute sagen würde.
Die Entwicklung in Nicaragua hat gezeigt, dass eine friedliche Veränderung möglich ist. Das bleibt der Ver-dienst solcher Menschen wie Ernesto Cardenal.
Auch wenn heute in Nicaragua nicht alles Gold ist, was glänzt – der Erfolg, einen Diktator zu verjagen und ein ungerechtes System mit der Macht des Wortes abzuschaffen, der bleibt.
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RPR1 "Angedacht": Ein richtig toller Urlaub
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 17. Juli 2009:
Sonnencreme, Reiseführer, Badelatschen, Zahnbürste, Unterhose – geschafft.
Alles gepackt. Jetzt kann der Urlaub kommen. Ich hab schon alles genau geplant! Die Tour im Technik-Museum, dann fein essen gehen und shoppen in der Altstadt, abends ein Konzert und am nächsten Morgen ausschlafen…
Aber – ob das auch alles genauso klappt, wie ich es mir vorstelle? Ich meine, was ist, wenn´s nur regnet? Oder das Konzert ausverkauft ist? Oder das Hotel nicht aussieht wie im Katalog? Im Urlaub kann ja so viel schiefgehen.
Wie bei einem Urlauber, von dem die Bibel erzählt. Seine Reise war gar nicht toll. Am Urlaubsort durfte er als Ausländer den Tempel nicht besuchen und was er alles geplant hatte war eine einzige Enttäuschung. Der ganze Urlaub – ein totaler Reinfall!
Auf dem Rückweg ist er dann einem Fremden begegnet. Und als die beiden so miteinander unterwegs gewesen sind, haben sie sich sie sich gut über Gott und die Welt unterhalten. Und der miese Urlaub ist dann doch noch viel besser zu Ende gegangen als erwartet – der Urlauber hat sich von dem Fremden taufen lassen!
Vielleicht sollte man beim Urlaub einfach weniger erwarten und dafür mehr erleben! Dann wird es zwar ganz anders als geplant, aber dafür vielleicht viel besser! Ich wünsche Ihnen und mir, dass es uns allen am Ende so geht wie dem Urlauber in der Bibel, da heißt es– er zog seiner Straße fröhlich!
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Rockland Radio 'Feels like heaven': So wie ich wirklich bin...
Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 16. Juli 2009:
„Im früheren Leben muss ich am Meer gewohnt haben – denn ich esse sooo gerne Fisch“, hat mal jemand im Spaß zu mir gesagt.
Die Idee, dass der Mensch mehrere Leben auf der Erde hat – die hat zunächst etwas Bezauberndes – klingt irgendwie nach: „Na dann hast du ja noch eine zweite oder auch dritte Chance…“.
Bei manchen Dingen, wenn ich wirklich Mist gebaut habe, hätte ich schon ganz gerne eine zweite Chance. Dann könnte ich vieles wieder gut machen.
Aber andererseits: selbst wenn ich mehrere Leben hätte, würde vieles gleich bleiben: In jedem Leben gäbe es Gutes und Schlechtes, Liebe und Hass, Freude und Trauer, Siege und Niederlagen.
Völlig neu wären also mein Leben Nr. 2 und Nr. 3 nicht. Vieles würde gleich bleiben. Nicht zuletzt ich selbst. Ich wäre immer noch ich und kein völlig neuer Mensch.
Der werde ich erst sein, wenn ich bei Gott bin. Da werde ich ein komplett neuer Mensch sein. Nicht mehr so, wie ich war, sondern so, wie ich wirklich sein soll.
Ich finde, das ist eine tolle Aussicht – und deshalb füh-le ich schon jetzt ein bisschen wie neugeboren.
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RPR1 "Angedacht": Heute schon jemanden gelobt?
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 16. Juli 2009:
Haben Sie heute schon jemanden gelobt? Diese Frage stand an der Wand von der Lehrertoilette in der Schule. Was für eine freche Schmiererei! Oder hat der Schmierfink vielleicht recht?
Die Schülerinnen und Schüler werden ganz schön viel kommandiert, kontrolliert und vor allem kritisiert. Die zwei im Zeugnis ist gut! ABER andere sind noch besser! Also gibt es keinen Grund für ein Lob!
Haben Sie heute schon mal jemanden gelobt? Nicht nur für Kinder ist ein Lob notwendig: Um Selbstbewusstsein, Vertrauen und Mut fürs eigene Leben zu bekommen. Dass man eben weiß: ich kann was! Jemand glaubt an mich und traut mir was zu.
Haben Sie heute schon mal jemanden gelobt? Gott selbst macht es uns vor! Er sagt „Ja“, ich glaub an dich, egal wie andere dich bewerten. Darum geht es bei der Taufe. Sie ist so etwas wie das große Lob Gottes an uns.
Gott bewertet uns nicht mit Noten wie in der Schule, wo manche halt besser und andere eben schlechter sind. Nein, Gott würdigt uns als geliebte Kinder.
Wenn ich weiß, dass ich – unabhängig von meinen Leistungen – geliebt bin, dann kann ich mich auch mit anderen über Erfolge und Fortschritte freuen. Und ihnen auch ruhig mal sagen: Das hast Du richtig toll gemacht!
Also, haben Sie heute schon mal jemanden gelobt?
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Pfälzischer Landessynodaler federführend beim Rock gegen Rechts in Altenglan

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 12. Juli 2009 (Moderation: Trixi Kuklinski).
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