RPR1 "Angedacht": Ein Gott zum Anvertrauen.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels like heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 07. November 2009:
„Peitschenhiebe für BH-Trägerinnen“ – diese Zeitungsüberschrift bringt auf den Punkt, was in Somalia passiert. Dort spielen sich radikale Islamisten offenbar zu gnadenlosen Sittenwächtern auf: Frauen, die es wagen, einen BH zu tragen, werden – so berichten es Augenzeugen – ausgepeitscht.
Nach Ansicht der – männlichen – Wächter über Zucht und Ordnung sind Büstenhalter das, was im Koran als „irreführend“ gilt und von diesem deshalb geächtet wird. Genau wie es in weiten Teilen Somalias seit einiger Zeit aus Glaubensgründen verboten ist, Kinofilme anzusehen, Fußball zu spielen oder auf Hochzeiten zu tanzen.
Was sind das für Menschen, die sich so etwas ausdenken? Die im Namen Gottes Regeln und Gesetze aufstellen, die die Gläubigen, und dabei besonders die Frauen, in Ketten legen?
Es sind solche Berichte wie die aus Somalia, die mir wieder deutlich machen, in welcher Geborgenheit unser Leben stattfindet. Was für ein Privileg es ist, in einem Staat zu leben, der seine Verfassung einleitet mit den Worten: „Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen, hat sich das Deutsche Volk dieses Grundgesetz gegeben“.
Ein Grundgesetz, das uns – Männern und Frauen – Freiheit und Gleichheit garantiert. Und das sich einem Gott verpflichtet fühlt, dem ich mich als Frau und Christin gerne anvertraue.
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Sparkurs in der Landeskirche geht weiter. Kein Geld für Sozialstationen.
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 45, zum 08. November 2009.
(Sprecher: Dejan Vilov)
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RPR1 "Angedacht": Meine wertvolle Zeit.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels like heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 06. November 2009:
Das Wertvollste, was ich momentan verschenken kann, ist meine Zeit. Wichtig dabei: ich schenke – nicht ein anderer nimmt sich. Immer öfter möchte ich in letzter Zeit aber rufen: „Meine Zeit bekommt Ihr nicht!“
Und damit dem römischen Dichter Seneca folgen, der geraten hat, gut auf die persönliche Zeit aufzupassen. Und zwar indem man sie weder verschwendet noch sie von jemandem rauben lässt. Immer häufiger nämlich muss ich erleben, dass andere mir meine Zeit stehlen.
All diese Menschen, die über Belangloses reden und nicht fragen, ob ich es überhaupt hören möchte. Die mir alles fünfmal erzählen und nicht merken, wie sie mich damit quälen. Die mir meine wertvolle Zeit rauben, die ich für wichtigeres verwenden könnte.
Doch, ich kann sehr wohl zuhören. Vielleicht nicht hundertprozentig perfekt, aber durchaus so, dass andere spüren, da interessiert sich jemand für sie. Zeiträuber sind für mich die, die immer nur selbst reden aber nicht zuhören wollen.
Man muss ja nicht so weit gehen wie Paulus, wenn er meint: „Es gibt viele Schwätzer. Ihnen muss man den Mund stopfen“. Aber mir nicht mehr von ihnen die Zeit rauben zu lassen, das kann ich beschließen. Und meine Zeit nur noch freiwillig verteilen.
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RPR1 "Angedacht": Bildungsdoping.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels like heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 05. November 2009:
Elida ist 17 und hat gerade ihren Hauptschulabschluss gemacht – mit einer Fünf in Mathe. Damit einen Ausbildungsplatz zu bekommen ist heutzutage fast unmöglich.
Elida hat es dennoch geschafft. Sie kann in einer Bäckerei anfangen, weil ihre Freundlichkeit und Offenheit für eine Bäckereifachverkäuferin wichtiger sind als eine gute Mathenote.
Doch viele Arbeitgeber nehmen sich nicht die Zeit, den Menschen hinter den Noten zu sehen. Und deshalb investieren viele Eltern mittlerweile Milliarden in die Bildung ihrer Kinder: Englisch-Kurse für Säuglinge, Verbesserung der Work-Life-Balance bei Vierjährigen und eine zweisprachige Ausbildung in Mathe, Geowissenschaften und Astronomie in der – natürlich privaten – Grundschule.
„Das Einzige, das Eltern ihren Kindern dauerhaft vermachen können, ist gute Bildung“, davon ist der Leiter einer privaten Schule nahe Frankfurt überzeugt.
Mir ist ein wenig flau im Magen, wenn ich mir diese bildungsgedopten Kinder als Erwachsene vorstelle. Irgendwie scheint mir deren Erziehung sehr einseitig darauf aus zu sein, lediglich Wissen anzuhäufen.
Ein Vertreter einer großen Bildungsbewegung, der Apostel Paulus, hat dagegen schon vor fast 2000 Jahren erkannt:„Glaube, Hoffnung und Liebe: diese drei werden bestehen bleiben. Aber die größte unter ihnen ist die Liebe“. Dass bildungshungrige Eltern auch in diese investieren, das wünsche ich ihren Kindern!
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RPR1 "Angedacht": Ein wenig mehr Gelassenheit!
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels like heaven’ bei Rockland Radio am Mittwoch, 04. November 2009:
Die Zeit für Baggerseen ist ja jetzt leider endgültig vorbei. Wenn ich nun schwimmen gehen will, dann muss ich wohl oder übel ins Hallenbad fahren. Und das reizt mich nicht besonders. Schuld daran ist das Verhalten von manchen Mitschwimmern, über das ich mich regelmäßig aufrege.
Was mir fehlt ist gelassen zu bleiben, auch wenn andere ganz offensichtlich rücksichtslos sind. Zum Beispiel stur rückwärtsschwimmende ältere Herren. Und blind durchs Wasser kraulende jüngere Menschen, die es ungeniert auf eine Kollision ankommen lassen.
An Gelassenheit mangelt es mir auch gegenüber älteren Damen mit Schwimmhilfe, die zu zweit nebeneinander angeregt plauschend jeden braven Schwimmer ausbremsen.
Herr, schenke mir Gelassenheit und Freundlichkeit, denke ich auch jedes Mal, wenn sich in meiner Bahn einer von denen nähert, die wie ich nur still vorwärts schwimmen wollen, aber keinen Platz im Becken mehr finden. Finster blicken wir uns an, weil jeder darauf wartet, dass der andere ausweicht. Dem Unterlegenen bleibt nur, einem anderen die Bahn abzujagen.
Ob im Schwimmbad oder anderswo: Situationen, in denen uns Gelassenheit fehlt, gibt es mehr als genug. Möge Gott Ihnen und mir helfen, zunehmend gelassen zu werden – wo immer wir es brauchen!
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Ein ganz besonderer Brotaufstrich: Original Kriegsfelder Konfi-türe.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 01. November 2009.
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RPR1 "Angedacht": Manches Laster bestraft sich selbst.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels like heaven’ bei Rockland Radio am Dienstag, 03. November 2009:
In der Fachsprache heißen sie: Vitia poenalia. Und sie sind überall – auch in mir. Auf Deutsch heißen sie: Laster, die sich selbst bestrafen. Für den einen ist es die Eifersucht, für einen anderen irgendwelche Rachegelüste.
Bei mir persönlich ist es der Neid. Er kommt urplötzlich, wenn ich ihn eigentlich nicht erwarte. Da reicht dann schon ein kleiner Satz in einer E-Mail wie: „Karsten macht der neue Job viel Spaß und er ist total glücklich dort.“ Denn eigentlich wäre ich auch total glücklich gewesen „dort“, wo mein guter Freund Karsten jetzt ist.
Aber ich habe den Job nicht bekommen, weil der Personalchef ein Ex-Freund von mir ist. Und es war keine Trennung à la „wir bleiben aber Freunde, gell!“. Der Neid auf Karsten ist also absolut ungerecht, denn Karsten hat gar nichts Böses getan, er hat nur seine Chance genutzt.
Das interessiert den Neid aber nicht, der frisst nur alles kaputt. Oder wie ein Mann namens Jakobus es in der Bibel auf den Punkt bringt: “Ihr mordet und neidet und gewinnt damit nichts!“
Und so starte ich bei jedem Neidbefall das große Gegenprogramm: ich zwinge mich, das Gute, Schöne und Geglückte zu sehen, um so positive Gefühle zu bekommen.
Denn was ich absolut nicht verkraften könnte ist, Freunde wie Karsten zu verlieren, nur weil ich mich vor lauter Neid nicht mehr mitfreuen kann.
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