RPR1 "Angedacht": Gottlos glücklich?!
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels like heaven’ bei Rockland Radio am Montag, 02. November 2009:
„Gottlos glücklich“ – steht auf einer Tafel neben einem knallroten Doppeldeckerbus. Auf dem Bus selbst das Bekenntnis: „Es gibt (mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit) keinen Gott“.
Der Bus ist Hauptakteur einer Werbekampagne, die europaweit läuft. Das Ziel der Veranstalter: Nichtreligiösen und Atheisten zu zeigen, dass sie nicht alleine sind. Dadurch sollen sie ermutigt werden, sich gegen religiösen Hochmut zur Wehr zu setzen.
Aber ist es wirklich ein Ausdruck von Mut, sich in einem Land der Meinungsfreiheit auf die Straße zu stellen und zu bekennen, dass man „gottlos glücklich“ ist? Gott-los – dieses Wort reiht sich nahtlos in die Liste von Worten wie heimatlos, hilflos, kinderlos.
Ein Beweis, dass es Gott mit „an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ nicht gibt, drückt sich in diesem Wort nicht aus. Denn nur weil etwas in meinem persönlichen Leben fehlt, heißt das nicht, dass es überhaupt nicht existiert.
Wer sich selbst als gottlos bezeichnet, sagt damit nur, dass er meint, Gott nicht zu brauchen oder dass er ihn zumindest nicht finden kann. Menschen, die glauben auf Gott verzichten zu können, hat es schon immer gegeben.
Gut, dass Gott nicht auf sie verzichten möchte und uns deshalb wissen lässt: „Ich bin gefunden von denen, die mich nicht gesucht haben!“
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RPR1 "Angedacht": Der traurige alte Mann...
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 01. November 2009:
Irgendwie tut der alte Mann mir leid. Schon seit Wochen, ja vielleicht sogar schon seit Monaten steht er immer an der gleichen Stelle und beobachtet traurig die Menschen. Und die….die hasten an ihm vorbei und sind meistens voll im Stress.
Oft sind es dann die Kinder, die den alten Mann als erstes wahrnehmen. Dann zeigen sie mit dem Finger auf ihn und sagen: Guck mal, Mama, den möchte ich gerne haben!
Ja, er tut mir wirklich leid, der Schokonikolaus im Supermarkt. Eigentlich ist er ja erst in ein paar Wochen dran. Genauso wie die Lebkuchen, Zimtsterne, Pfeffernüsse, und all die anderen Leckereien.
Sie alle gehören in die Zeit vom ersten Advent bis Weihnachten, in die Adventszeit. Eine Zeit der Ruhe, des Nachdenkens und natürlich auch der Vorfreude auf die Geburt Jesu an Weihnachten.
Advent ist im Dezember. Und nicht schon Anfang November oder sogar noch früher. Einige Menschen die Adventszeit immer weiter und immer weiter nach vorne verlängern.
Aber was ist das Besondere an Schoko-Nikoläusen, Adventstee und all den anderen Sachen, wenn ich sie das fast das halbe Jahr über kaufen kann?
Ich finde, es ist schon was Wahres dran, wenn es heißt: Vorfreude ist die schönste Freude. Deshalb möchte ich mich gerne vor-freuen auf die Adventszeit. Und die beginnt in genau vier Wochen.
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