Eine Erfindung der Reformationszeit. Das Christkind als Geschenkebringer.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom Sonntag, 06. Dezember 2009.

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RPR1 "Angedacht": Mein ganz persönlicher Schatz.

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 05. Dezember 2009:

Ich hätte ihn auch gerne gefunden, diesen Goldschatz. Vor ein paar Wochen auf einem Feld in England. Goldene Kreuze und silberne Ringe, die Verzierungen von Schwertern, dazu ein goldenes Band mit Bibelzitaten – alles aus dem 7. Jahrhundert, kiloschwer, ein Vermögen wert. Und der Finder von einem Spatenstich auf den nächsten berühmt.

In der Bibel steht: „Das Himmelreich gleicht einem Schatz verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude ging er hin und verkaufte alles, was er hatte und kaufte den Acker.“

Für manche Dinge lohnt es sich, alles auf eine Karte zu setzen. Alte Sicherheiten aufzugeben, das eigene Leben komplett zu verändern. Sozusagen voll auf Risiko zu gehen für das, was mein ganz persönlicher Schatz ist: die Ausbildung, der Lebenspartner, das Kind, der Lieblingsberuf.

Wenn es sich dafür schon lohnt, das eigene Leben komplett auf den Kopf zu stellen, dann für das Himmelreich allemal. Der Schatz lässt sich finden, wenn man nur lang genug danach sucht. Dann kann man fündig werden – überraschend wie beim Goldschatz kürzlich auf dem Feld in England.

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RPR1 "Angedacht": Dicke Luft!

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 04. Dezember 2009:

Die Adventszeit ist gerade mal sechs Tage alt und schon ist die Luft bei uns zuhause ziemlich dick. Aber keine Angst – nicht wegen schlechter Stimmung, sondern wegen der vielen Kekse. Unser Backofen wird gar nicht mehr kalt.

Und all die Leckereien warten jetzt in ihren Keksdosen nur darauf, meinen Bauchumfang zu erweitern. Aber das nehme ich gerne in Kauf, zumindest im Advent.

Das schlechte Gewissen kommt dann meist erst nach Weihnachten, jedes Jahr wieder. Eigentlich merke ich es ja schon ganz deutlich, je näher es auf Weihnachten zugeht:

Die Hosen werden enger und meine Frau beschwert sich, dass sie ihren Arm beim Spazierengehen nicht mehr ganz um mich legen kann. Soll ich deshalb also dieses Jahr lieber auf die ganzen Leckereien verzichten?

Nein, das will ich einfach nicht. Kekse gehören zur Adventszeit dazu. Und ich glaube auch nicht, dass Gott Wert auf meine Figur legt.

Gott hat den Menschen nach seinem Bilde geschaffen – heißt es in der Bibel.

Dieser Satz betrifft aber weniger mein Aussehen, als vielmehr die Beziehung zwischen Gott und mir. Das heißt: Gott nimmt mich so an, wie ich bin. Er hat mich genau so geschaffen, wie ich bin. Er liebt mich, so wie bin. Und da darf ich ruhig mal ein paar Kekse zuviel essen. Denn egal wie dick mein Bauch auch ist – Gottes Liebe ist so groß – er kann immer noch seinen Arm um mich legen.

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Leise Sehnsucht nach Vergebung. Kirchenpräsident Schad sieht wachsende Bedeutung der Beichte.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 49, zum 06. Dezember 2009.

(Sprecher: Dejan Vilov)

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RPR1 "Angedacht": Warten, warten, warten...

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 03. Dezember 2009:

30 Jahre – Solange wartet ein Mensch in seinem Leben. Durchschnittlich. Beim Arzt, an der Bushaltestelle, an der Kasse undsoweiter. 30 Jahre, eine ziemlich lange Zeit.

Und da ist die alljährliche Adventszeit noch gar nicht mitgerechnet. Denn auch das ist Wartezeit. Christen warten auf das Kommen auf das Kommen ihres Herrn Jesus Christus. Nichts anderes bedeutet Advent. Warten, warten, warten.

Vor ungefähr 2000 Jahren, da hatte dieses Warten schon mal ein Ende. In einem Stall in Bethlehem ist Jesus geboren worden. Aber das ist lange her. Und seitdem bleibt den Menschen nur die Erinnerung daran und die Hoffnung darauf, dass er irgendwann wiederkommen wird.

Erinnerung und Hoffnung – beides ist relativ nutzlos, wenn es nicht auch Auswirkungen auf mein Leben im Jahr 2009 hat. Und dafür ist die Adventszeit wichtig. In ihr erinnere ich mich, wann ich in meinem Leben gespürt habe, dass Jesus da war:

In der Liebe von und zu anderen Menschen, wenn ein freundliches Wort einen Streit beendet, aber auch in traurigen Momenten, wenn ich mich von Jesus getragen gefühlt habe.

Und mit dieser Erinnerung blicke ich zuversichtlich in die Zukunft mit allem, was sie bringen wird. Denn ich habe die Hoffnung, dass ich auch dann immer wieder erfahren werde, dass Jesus bei mir ist.

Darin unterscheidet sich der Advent von anderen Wartezeiten. Durch sinnvolle Erinnerung und Hoffnung, die mich sensibel machen für die Begegnungen mit Jesus in meinem Leben.

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Klage der Kirchen im Wesentlichen stattgegeben. Neue Regeln für verkaufsoffene Sonntage.

Ein Beitrag aus der Sendung “Der Tag in Rheinland-Pfalz” auf RPR1 vom Dienstag, 01. Dezember 2009.

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RPR1 "Angedacht": Das fehlende Stück.

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 02. Dezember 2009:

Er ist jetzt mittlerweile vier Jahre alt und begleitet mich jeden Tag. Mein Ehering. Inzwischen sieht man ihm sein Alter auch schon deutlich an. Er hat Schrammen und Kratzer.

Aber auch als er noch nagelneu war, haben einige unserer Freunde gedacht: Er sei beschädigt. Denn in ihm fehlt ein Stück. Die Lücke ist zwar nur zwei, drei Millimeter breit, aber trotzdem deutlich zu sehen. Und zwar völlig gewollt.

Den könnt ihr doch nicht als Ehering nehmen! Der hat ja eine Lücke“ , haben unsere Freunde gesagt. Ein Ehering muss doch aber geschlossen sein. Nur so kann er doch die Unendlichkeit eurer Liebe symbolisieren. Denn ein geschlossener Ring hat keinen Anfang und kein Ende.

Eine logische Begründung und tatsächlich ein schönes Symbol für eine Liebe, die nie aufhört. Und trotzdem haben meine Frau und ich uns damals ganz bewusst für einen Ehering mit Lücke entschieden. Denn auch so ein Ring kann etwas symbolisieren. Nämlich: nichts, was Menschen tun, ist perfekt. Auch das Zusammenleben in einer Ehe nicht.

Immer sind wir darauf angewiesen, dass Gott unser Tun segnet. Dass er sozusagen seinen Teil zum Gelingen unserer Arbeit, unserer Lebens und unserer Liebe beiträgt. Dass er sein Stück in die Lücke unseres Eherings einfügt.

Egal, wie ihr Ehering aussieht: Ich wünsche Ihnen, dass Gott Sie in ihrer Partnerschaft begleitet und so seinen Teil zum Gelingen ihrer Beziehung beiträgt.

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