RPR1 "Angedacht": Ein Mensch macht sich auf zu Menschen.

Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 15. September 2009.

So früh am Morgen ist es noch recht still in der Psychiatrie. Auf Zimmer sechs in der Wohngruppe für minder Intelligente ist ein neuer Patient. Die Schwester begrüßt ihn: Na, wer sind sie denn? Wo kommen sie her und wie heißen sie?

Er antwortet ja ganz vernünftig. Hat sie seinen Namen nicht schon irgendwo einmal gehört? Doch. Und sie bekommt einen schönen Schreck, als ihr wieder einfällt, wo. Er ist nämlich gar kein Patient, sondern der Geschäftsführer einer GmbH mehrerer Kliniken und auch dieser Psychiatrie.

Für vierundzwanzig Stunden hat er sich auf der Station einschließen lassen, um zu erfahren, was es heißt, in einer solchen Klinik unter gebracht zu sein.

Da macht sich wirklich einer zu anderen Menschen auf. Er wird einer von ihnen, wenn auch nur für kurze Zeit.
Ähnlich ist es mit Jesus. Auch er wird Mensch unter Menschen.

Doch es gibt Unterschiede. Die Bibel sagt,
er wurde ein Mensch, ein wirklicher Mensch von Fleisch und Blut und nahm Wohnung unter uns.

Für Jesus ist es kein vierundzwanzig Stunden Experiment. Er wohnt auf dieser Erde. Er lebt, liebt und leidet mitten unter uns von der Krippe bis zum Kreuz.

Ich bewundere ihn dafür, dass er sich allen Problemen, Nöten, aller Schuld und allen Ängsten ausgesetzt hat.
Und ich möchte es in dieser schönen und feierlichen Advents- und Weihnachtszeit nicht vergessen, dass Jesus freiwillig in dieser Klinik der Menschheit war sein Leben lang.

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Keine Krippenromantik mehr. In vielen Ställen wird mit hightech gearbeitet.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 50, zum 13. Dezember 2009.

(Sprecher: Dejan Vilov)

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RPR1 "Angedacht": Die gehen hier erlöster raus!

Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 14. Dezember 2009.

Zu der Tankstelle in unserer Stadt kommen sie alle: ganz normale Kunden, unglücklich drein schauende Männer, aber auch Alkoholabhängige oder auch Prostituierte. Manche bezahlen nur ihre Tankfüllung, andere machen einen kleinen Einkauf, essen eine Kleinigkeit, trinken einen Kaffee. Einige holen sich Alkohol.

An der Kasse arbeitet eine Frau, die sich vorgenommen hat, zu jedem, egal wer es auch ist, freundlich zu sein. Das hat sie mir erzählt. Sie mag ihren Beruf, mag die Menschen und will allen mit einem netten Lächeln begegnen. Wenn sie einen schönen Tag wünscht, kommt es von Herzen.

Sie selbst hat in ihrem Leben schon viele ups and downs erfahren. Und genau darin hat sie Gott erlebt als jemand, der ihr beisteht und ihr hilft. Was mich belastet, gebe ich heute an Jesus ab, sagt sie mir. Dadurch bin ich mit mir im Reinen und kann anderen offen begegnen. “Die gehen dann hier erlöster raus”, sagt mir die Frau von der Tankstelle.

Die Bibel spricht von der Freundlichkeit Gottes, die uns selig macht. Aufrichtige Freundlichkeit schließt Herzen auf und macht glücklich. So gesehen ist die Tankstelle in unserer Stadt eine doppelte Energiequelle. Die Autos bekommen Benzin zum Fahren und die Menschen bekommen etwas mehr Kraft fürs Leben.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Schön, dass es mich gibt!

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Montag, 14. Dezember 2009:

„Wie schön, dass ich geboren bin – ich hätte mich sonst sehr vermisst!“

So klingt es seit einiger Zeit jeden Morgen aus dem Kinderzimmer meines Sohnes. Er hat sein neues Lieblingslied im Kindergarten gelernt. Nur lautet dort der Text etwas anders, nämlich:

„Wie schön, dass du geboren bist – wir hätten dich sonst sehr vermisst!“

Ich versuche meinem Sohn den Unterschied zu erklären. „Okay, Papa“, sagt er, „zuerst singe ich, wie schön, dass ich geboren bin und dann, wie schön, dass du geboren bist …!“. Gesagt, getan. Seitdem ertönen morgens fröhlich und selbstbewusst beide Versionen des Liedes aus dem Kinderzimmer.

Wie schön es ist, so unbeschwert den Tag zu beginnen, froh zu sein, dass ich lebe; und sich dann zu freuen, dass andere mit mir das Leben teilen. Wer fröhlich seinen Tag beginnt, lebt leichter.

Das war die Devise des Apostels Paulus: „Freut euch in dem Herrn, dann lassen sich viele Tagesprobleme besser lösen“, so schreibt er es an seine Gemeinden.

Ich glaube, dass diese Freude in dem Kindergartenlied durchscheint, das mein Sohn jeden Morgen so gerne singt. Und darum beneide ich ihn.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Leuchtende Vorbilder.

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Sonntag, 13. Dezember 2009:

Ich will Ihnen heute von einem Lied erzählen, das zwar kein Classic Rock-Hit ist, aber dafür heute, am dritten Advent in vielen Kirchen erklingt.

„Wir sagen Euch an den lieben Advent. Sehet die 3. Kerze brennt. Nun tragt Eurer Güte hellen Schein weit in die dunkle Welt hinein. Freut Euch, Ihr Christen, freuet Euch sehr, schon ist nahe der Herr.“

Leuchtende Vorbilder in einer dunklen Welt – das sollen Christen sein. Was ist das für ein Quatsch? Wie soll das gehen? Werden manche fragen.

Ich denke, es ist viel einfacher, als viele glauben. Jeder von uns besitzt die Fähigkeit, einem anderen Freude zu schenken. Gehen Sie mit Ihren Kindern ins Kino oder besuchen Sie einen vereinsamten Menschen, schenken Sie einem Bettler ein paar Euro oder schreiben Sie einfach einer alten Freundin einen Brief.

Ich bin mir sicher, dass Sie nicht nur Ihrem Gegenüber eine Freude bereiten, sondern sich auch gut dabei fühlen, weil sie sich mit-freuen. Und dann sind Sie der Stimmung des Kirchenliedes schon ganz nahe gekommen.

Einen gesegneten und frohen 3. Advent, wünsche ich Ihnen.

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RPR1 'Angedacht': Bei Gott ist nichts unmöglich.

Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Sonntag, 13. Dezember 2009.

Es ist Sonntag morgen und ein Auto rumpelt über die Landstraße. Darin sitzt ein Pfarrer auf dem Weg zum Gottesdienst. Die Zeit drängt. Der Pfarrer ist spät dran. Aber trotzdem schafft er es noch rechtzeitig da zu sein.

Um kurz vor zehn steigt er vor der Kirche aus dem Auto, fasst nach seiner Mappe mit der Predigt darin… und greift ins Leere. Er hat die Mappe zu Hause vergessen.

Der Pfarrer kriegt Panik. Predigen ohne Unterlagen – wie soll das gehen? Da erinnert er sich an seinen Predigttext:
Ein Engel redet mit Maria und kündigt ihr an: Du wirst Jesus, den Retter der Welt gebären. Aber wie soll das gehen, ich hab ja nicht mal einen Mann, fragt Maria und schüttelt den Kopf. Die Antwort des Engels: Bei Gott ist kein Ding unmöglich.

Das klingt gut, aber trotzdem kann ich Marias Reaktion verstehen. Sie hat Zweifel. Und die sind absolut menschlich. Ich kenne sie auch. Zum Beispiel, wenn Aufgaben mir zu groß werden und ich nicht weiß, wie ich alles schaffen soll: Wird es mir gelingen? Wird alles klappen?

Immer wieder mache ich dabei die Erfahrung: Gott hilft und tut die kleinen und die großen Wunder. Und wenn es nur das ist, dass ich meinen Alltag ohne große Schwierigkeiten bewältige.

Und der Pfarrer, der sein Konzept vergessen hat, predigt vielleicht sogar besser, weil er nicht ablesen kann und dadurch die Gemeinde viel stärker anspricht.

Und Maria, so jung, wie sie ist, wird die Mutter Jesu.
Denn – bei Gott ist kein Ding unmöglich.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Carlo Schmid

Kirchenrat Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 26. November 2009.

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