Rockland Radio "Feels like heaven": Lachen ist gesund.

Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 27. Februar 2010:

Lachen Sie doch mal. Ja worüber denn, werden Sie jetzt fragen. Gibt es denn heutzutage überhaupt noch was noch zu lachen? Viele beantworten diese Frage offenbar mit Nein. Denn es wird immer weniger gelacht und das ist nun wirklich nicht zum Lachen.

Wir Erwachsene lachen durch-schnittlich nur 15 Mal pro Tag. Das ist wissenschaftlich erwiesen! Trotz aller Comedysendungen und Witzeseiten in den Zeitungen – nur 15 Mal lachen pro Tag. Dieses Ergebnis finde ich niederschmetternd, da bleibt mir das Lachen im Halse stecken.

Dabei sind zwei Minuten Lachen für Körper und Geist so gesund sind wie etwa 20 Minuten Joggen. Das hat ein indischer Arzt herausgefunden.

Kinder dagegen lachen am Tag 400 Mal. Das ist mehr als das 26fache von uns Erwachsenen. Und das ist auch wissenschaftlich erwiesen. Ich denke, davon können wir Erwachsenen uns ruhig eine Scheibe abschneiden.

„Wer das Reich Gottes nicht wie ein Kind empfängt, der wird nicht hinein kommen“. Diesen Satz hat Jesus gesagt. Ich glaube, dass er damit Recht hat. Also los: Lachen Sie doch mal: Es ist Gesund, macht Spaß, verbessert die Statistik und – es steckt an!

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:10min / 1.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Ent-Taufen?

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 27. Februar 2010:

„Sagen Sie mal, Herr Hutzel, Was halten Sie vom „ent– taufen?“ Das fragt mich Simon im Religionsunterricht. Etwas fragwürdig schaue ich ihn zunächst an, doch dann zieht er einen Zeitungsartikel aus der Tasche mit der Überschrift:

„Atheisten in den USA lassen sich ent-taufen!“

Simon ergänzt, dass er sich das als evangelisch getaufter Christ auch überlege und er fragt mich sogar, ob ich so etwas auch vollziehen könnte, schließ-lich dürfte ich ja auch taufen.

Ich bin nun wirklich nicht auf den Mund gefallen, aber diesmal wirke ich doch anfänglich etwas sprachlos … und schlage der Klasse vor, gemeinsam zuerst einmal den Zeitungsartikel zu lesen. Es bestätigt sich:

Atheisten in den USA wollen mit der Zeremonie der „Enttaufung“ tatsächlich die Taufe wieder auflösen. Es gibt anschließend sogar einen „Ent-taufschein“ auf dem steht, dass durch diesen Akt nun die Vernunft über den Aberglauben gesiegt hätte und die Freiheit von unnötigen Schuldgefühlen erlangt worden wäre.

In der Klasse folgt eine spannende Diskussion. Am Ende versuche ich, Simon „etwas den Wind aus den Segeln“ zu nehmen, indem ich sage:

Meiner Meinung nach hält Gott für immer und ewig an dem Bund fest, den er in der Taufe mit dem Menschen schließt. Und deshalb liegt nicht in der Macht der Getauften, die Taufe einfach rückgängig zu machen.

Ob Simon das genauso sieht? Hm, zumindest nachdenklich ist er dadurch geworden.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:30min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Fürbitte für die Schulgemeinschaft. Notfallseelsorger auch Tage nach Amoklauf an Berufsschule Ludwigshafen im Einsatz.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 9, zum 28. Februar 2010.

(Sprecher: Dejan Vilov)

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (3:09min / 4.3 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Rockland Radio "Feels like heaven": Die Qual der Wahl!?

Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 26. Februar 2010:

Dauernd muss ich mich entscheiden. Nehme ich den Handytarif oder den? Gehe ich zu dem Interanbieter oder doch lieber zu dem anderen? Kaufe ich heute dort ein, weil da der Joghurt im Angebot ist oder doch eher hier, weil ich da schon mehr Payback-Punkte habe?

An sich ist es natürlich schön, immer so eine große Aus-wahl zu haben, aber trotzdem stört es mich. Denn immer gibt es eine noch eine andere, eine billigere Möglichkeit. Und habe ich mich dann mal entscheiden, gibt es bestimmt wieder einen, der noch was Besseres gefunden hat. Es ist zum aus der Haut fahren!

Da ist die Entscheidung zur Taufe und zur Kirche zu gehören – schon etwas ganz anderes. Da gehöre ich dazu – egal ob ich dauernd flatratemäßig in den Gottesdienst gehe, oder mich nur sporadisch von Gottes Geist berühren oder begeistern lasse.

Und wenn Menschen nach vielen Jahren zum ersten Mal wieder Kontakt mit der Kirche auf nehmen, dann heißt es auch nicht: ihr Guthaben ist aufgebraucht, sondern: „Kommt her, alle, die ihr durstig seid, kommt her und kauft ohne Geld und umsonst“

Und das ist keine moderne Kirchenreklame, sondern steht in der Bibel, beim Propheten Jesaja. Das ist ein echtes Angebot! Da muss ich mich wirklich nicht lange überlegen – das nehme ich einfach an!

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:11min / 1.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Aus vier mach eins?

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 26. Februar 2010:

Aus vier mach eins – das muss sich im 2. Jahrhundert nach Christus, also vor rund 1800 Jahren, ein Mann namens Tatian gedacht haben. Er hat damals den Versuch unternommen, die vier Evangelien des Neuen Testamentes, Markus, Matthäus, Lukas und Johannes, zu einem Evangelium zusammenzufassen.

Durchsetzen konnte er sich mit seiner Idee aber nicht. Denn schon die Christen damals hatten eines kapiert: Nur in dem vierfachen, unterschiedlichen Zeugnis der Evangelien wird der eine Jesus Christus wirklich erkannt:

So ist für Markus z. B. wichtig, dass Jesus in unvergleichlicher Vollmacht predigt und handelt. Wo Jesus ist, können Dämonen wirklich nur noch die Flucht ergreifen.

Matthäus dagegen stellt Jesus eher als einen Lehrer dar, der zwar Gottes Liebe bringt, gleichzeitig aber rigoros fordert, dass Gottes Gebote eingehalten werden müssen.

Wieder anders steht´s bei Lukas. Er schildert Jesus in seinem Evangelium als den Retter der Sünder und der Verlorenen.

Johannes hat in Jesus den Offenbarer Gottes erkannt, auf dessen Weg bei uns auf Erden von Anfang an etwas von Gottes Herrlichkeit aufleuchtet.

Vier ganz unterschiedliche Autoren erzählen uns im Neuen Testament die Geschichte Jesu Christi, jeder aus seiner ganz besonderen Sicht. Aus vier mach eins, das heißt für mich:

„Vier Evangelien – ein Christus.“

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:31min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Rockland Radio "Feels like heaven": Zweierlei ist wichtig.

Pfarrer Gregor Ziorkewicz, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 25. Februar 2010:

Bei uns im Ort haben sich Menschen zusammen getan, um eine „Tafel“ zu gründen. Das heißt, sie wollen Lebensmittel, die nicht mehr verkauft werden können – einsammeln und an Bedürftige verteilen. Eine tolle Idee – so einfach wie genial.

Überall in Deutschland gibt es solche Tafeln – und viele tausend Menschen beteiligen sich daran. Sie wollen Menschen in unserer Gesellschaft unterstützen, die oft nur das Nötigste zum Leben haben. Das ist gut christlich, und deshalb machen bei uns die Evangelische Gemeinde und Diakonisches Werk von Anfang mit.

100 Menschen wollen bei der Tafel mithelfen, darunter auch viele Gemeindemitglieder, die hier aus tiefer christlicher Überzeugung aktiv und hautnah helfen wollen. Essen ausgeben, Lebensmittel in Supermärkten abholen oder den Tafelladen auf Vordermann bringen.

Einer der Helfer hatte aber dann bei aller Euphorie doch noch einen Einwand und sagte: Eigentlich ist es ja schlimm, dass es mitten im reichen Deutschland ohne die Tafeln nicht mehr geht.

Ich denke: Beides ist wichtig. Menschen zu helfen, und gleichzeitig dafür zu kämpfen, das erst gar niemand diese Hilfe braucht. Ich persönlich hoffe wirklich, dass die Tafeln bald nicht mehr gebraucht werden.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:11min / 1.7 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 "Angedacht": Kirche ohne Paybackpunkte.

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 25. Februar 2010:

Haben Sie eine Paybackkarte? Sammeln Sie Treuepunkte? Haben Sie unser Gut-scheinheft? Es gibt fast kein Geschäft mehr, in dem ich an der Kasse nicht solche Sätze höre.
Überall bekomme ich das Gefühl vermittelt, dass ich irgendwann etwas „fer umme“ kriegen kann.

Meine Schüler in der Wirtschaftsklasse kennen das Ziel, das dahinter steckt: Es geht nicht etwa um wohltätige Schnäppchen, sondern eine knallharte Markt-strategie.
Kundenbindung ist das Ziel. Treue soll schließlich belohnt werden.

Auch in der Kirche wird immer mal wieder diesbezüglich nachgedacht. Ange-sichts leerer Kassen müssen sich viele Kirchengemeinden überlegen, wo sie noch zusätzlich Gelder locker machen können. Der Grund ist klar: Die Mitgliederzahlen schrumpfen. Da muss man sich schon was einfallen lassen.

Aber bei allen diesen wohlgemeinten Überlegungen, gilt es, vorsichtig zu sein. Ich sage es meinen Schülern immer mit den Worten des Theologen und Philosophen Sören Kierkegaard. Er hat sinngemäß gesagt:

„Lass uns das Christentum nicht in einen Gastwirt verwandeln, dessen Geschäft schlecht läuft und der sich deshalb etwas ausdenken muss, um Kunden anzulo-cken…!“

Die Botschaft hör ich wohl. Denn das ist doch das besonders Tröstliche daran: Im Christentum brauche ich keine Treupunkte zu sammeln und auch keine Paybackpunkte. Dafür kriege ich aber wirklich was „fer umme“. Denn: Gott sagt Ja zu mir, ohne dass ich etwas dafür tun kann und tun müsste.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:30min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.