Besondere Form des Gedenkens: Totenmasken als wichtige Helfer in der Trauer.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1.
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RPR1 "Angedacht": Nicht vom Brot allein.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 22. April 2010:
Vogel müsste man sein – zumindest im Flugradius um unser Haus. Den Vögeln geht es in unserem Garten nämlich prächtig. Dank meinem Mann. Monate lang hat er täglich das kleine Holzhäuschen mit einer ausgewählten Mischung aus Körnern befüllt.
Das hatte sich schon richtig rumgesprochen im Vogelreich, so nach dem Motto: „Wir sehen uns dann nachher im Café Blum am Frühstücksbuffet“.
Tja, aber wir sind eben keine Vögel. Wir sind Menschen. Noch ist die Situation in Deutschland zum Glück nicht so, dass irgendwer verhungern müsste. Auch wenn die Kommunen kaum noch wissen, wie sie die steigenden Sozialleistungen bezahlen sollen.
Nur: der Mensch lebt nicht vom Brot allein. Will heißen: nicht nur der Körper hat Hunger. Auch die Seele braucht Nahrung. Wir alle brauchen Liebe, Geborgenheit, Zuwendung …
In einer Gesellschaft, die immer mehr geprägt ist von der Konzentration des einzelnen auf sich selbst, bleibt so manch einer einfach auf der Strecke. „Sehet die Vögel des Himmels an! Sie säen nicht und ernten nicht und euer himmlischer Vater nährt sie doch“, heißt es im Matthäusevangelium.
Manchmal sucht er sich dazu auch Helfer. Wie meinen Mann, den Vogelfütterer. Oder Helfer wie Sie: vielleicht machen Sie sich mal Gedanken darüber, was Sie tun können, um wieder etwas mehr Wärme in unsere Gesellschaft zu bringen!
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Rockland Radio "Feels like heaven": Lauscher auf!!!
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 22. April 2010:
Ist Ihnen schon mal aufgefallen, dass ältere Menschen relativ große Ohren haben? Das ist auch völlig logisch, denn die Ohren wachsen tatsächlich das Leben lang. Warum? das hatte schon der Wolf dem Rotkäppchen erklärt:
Großmutter, warum hast du so große Ohren?
Damit ich dich besser hören kann!
Und da stimmen sogar moderne Wissenschaftler zu:
Ältere Menschen haben größere Ohren, um den zunehmenden Hörverlust auszugleichen.
Wer größere Ohren hat, kann auch mehr Schallwellen aufnehmen.
Ob der alttestamentliche Richter Samuel auch relativ große Ohren gehabt hat? Ich weiß es nicht. Aber die Bibel berichtet, dass er gut hören konnte. Eines Nachts wurde der junge Samuel dreimal von einer Stimme geweckt. Als er sich umgeguckt hat, konnte er aber niemanden sehen .
Schließlich hat Samuel erkannt, dass Gott es war, der ihn gerufen hatte. Um Gottes Rufen zu hören, braucht es allerdings nicht in erster Linie riesige Ohrmuscheln; ich muss dazu vor allem still werden, quasi in mich hineinhören.
Das hat ganz sicher auch Samuel damals gemacht. Und hat damit sein Leben enorm bereichert, denn er hat so Gottes Offenbarungen empfangen. Dank seiner inneren Ohren ist David schließlich zum König gesalbt worden.
Weil er zwar nicht das Gras wachsen, aber Gott flüstern hörte. Um Gott wahrzunehmen, muss man eben ganz Ohr sein.
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RPR1 "Angedacht": Taten oder Worte?
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 21. April 2010:
Eine Freundin von mir redet seit Monaten davon, dass sie sich ehrenamtlich engagieren möchte: vielleicht im Seniorenheim, vielleicht in der Kirchengemeinde, vielleicht bei der Tafel. Angeboten hat sie ihre Mitarbeit noch bei keinem… So was will ja gut überlegt sein!
Ich möchte seit Ewigkeiten ein paar ehemalige Kolleginnen einladen. Aber ständig gibt es tausend Dinge, die im Weg stehen: kein passender Termin, die Sorge, dass ich das mit dem Essen nicht perfekt hinbekommen könnte und schließlich darf’s ja auch nicht grad was Einfaches sein – immerhin warten die ja schon seit Ewigkeiten auf meine Einladung.
Aber: Letzten Sonntag waren die Kolleginnen dann da: ganz spontan und einfach nur schön. Als Geschenk haben Sie mir unter anderem eine Karte mitgebracht. Darauf stand: „Kleine Taten, die man ausführt, sind besser als große, die man plant“.
Ausreden, Dinge-die-scheinbar-wichtiger-sind, Endlos-Planungsphasen: wir alle kennen und nutzen sie. Aber sie sind nur ein Vorwand, weil wir uns oft nicht trauen, das Eigentliche, das Richtige zu tun.
Natürlich ist ein prachtvolles Gartenfest was Feines. Aber manchmal sind ein spontanes Gespräch oder ein außerplanmäßiger gemeinsamer Spaziergang viel wichtiger für das Zusammenleben.
“Lasset uns nicht lieben mit Worten, sondern mit der Tat“, heißt es schon im ersten Johannesbrief. Daran sollten wir uns viel öfter erinnern – und auch halten!
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Rockland Radio "Feels like heaven": Die Schokoladenseite des Himmels.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 21. April 2010:
Miriam, was machst du denn hier?
Na, ich will auch mal ins Radio!
Also schön, das ist Miriam, meine Tochter, die auch mal ins Radio will und morgens nie ihren Kakao austrinkt.
Psst Papa, das braucht doch keiner zu wissen.
Ok, Du hast recht. Ich will Dich ja auch nicht vor allen Leuten durch den Kakao ziehen.
Was bedeutet das? Jemanden durch den Kakao ziehen?
Das heißt, dass ich jemanden verspotte.
So wie die Menschen es mit Jesus gemacht haben?
Ja, das trifft es ziemlich genau. Das war schon eine schlimme Schlammschlacht damals. Die Menschen haben Jesus ganz schön verhöhnt auf seinem Weg zum Kreuz. Viele haben sich über ihn lustig gemacht. Selbst dann noch, als er schon am Kreuz hing, haben die Menschen Jesus noch verspottet.
Aber als Jesus nach seinem Tod auferstanden ist – da hat er es doch allen gezeigt, oder?
Genau, an Ostern hat der Himmel sich sozusagen von seiner Schokoladenseite gezeigt. Jesus wurde zwar zuerst ganz schön durch den Kakao gezogen…
Aber am Ende haben die Verspotter eingesehen, dass Jesus doch Gottes Sohn ist und dass er allen Menschen helfen kann.
Genau!
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RPR1 "Angedacht": Die Sorgen aus dem Schlüsseloch.
Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 20. April 2010:
„Ach Kind müsste man noch mal sein!“ Es gibt wohl nur wenig Erwachsene, die diesen Wunsch nicht schon einmal gehabt haben.
Glaubt man einer spanischen Studie, dann ist das Kindsein aber alles andere als ein erstrebenswerter Zustand: Schon Vierjährige sind gestresst, weil sie sich Sorgen machen: um ihr Aussehen, häufiges Alleinsein oder den großen Druck in der Vorschule. Auf diesen Stress reagieren sie mit Schlaf- und Essstörungen, Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu Depressionen.
„Die Sorge, sie schleicht sich durchs Schlüsselloch ein”, hat der deutsche Dichter Goethe es in bildhaft beschrieben. Bei mir kommt sie meist kurz vor Tagesanbruch. Auf einmal hat sie meine Gedanken, die sich eben noch in einem Traum befanden, fest im Griff.
Ich wache mit Herzrasen auf, weil die Sorge wie ein dunkler Schatten auf mir lastet. Kleine Sorgen verlieren im Gespräch mit anderen häufig ihren Schrecken. Aber was ist mit den Sorgen, die mir kein anderer Mensch abnehmen kann?
„Alle eure Sorge werfet auf ihn, Christus, denn er sorgt für euch“ ermutigt Petrus in einem Brief die ersten Christen. Seine Sorgen auf einen anderen werfen zu können, nimmt der Sorge schnell ihre bedrohliche Größe.
Nicht immer gelingt es, dieses Angebot zu nutzen. Aber immer bleibt es ein Angebot, das in sich etwas ausgesprochen Tröstliches hat.
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Rockland Radio "Feels like heaven": Graue Mäuse.
Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 20. April 2010:
Manchmal kommen Menschen mir vor wie graue Mäuse.
Ich sehe sie und vergesse sie auch gleich wieder. Ich höre ihnen zu, aber bekomme nicht wirklich mit, was sie sagen.
Und ich ertappe mich dabei, diesen Menschen nicht die Aufmerksamkeit zu schenken, die Ihnen zusteht. Die Gott Ihnen entgegen bringt.
Denn gerade die vermeintlichen grauen Mäuse, macht Gott so groß, dass sie über sich selbst hinauswachsen.
David aus dem Alten Testament zum Beispiel: ein kleiner, schmächtiger Dreikäsehoch. Seine Familie hatte ihn damit beauftragt, die Schafe zu hüten.
Da kann er am wenigsten kaputt machen – das war die Überlegung von Davids Familie, die eine ganz besondere gewesen ist. Immerhin würde Gott eines Tages ein Mitglied dieser Familie zum König von Israel machen.
Davids Brüder waren alle schon gespannt, wen Gott auserwählen würde. Bestimmt den Größten und Stärksten, haben die Brüder gedacht. Aber Gott hat sich schließlich für den unscheinbaren David entschieden.
Gott richtet seine Ohren und Augen gerade auf die, die im lauten, schrillen Alltag so oft überhört und übersehen werden. Also aufgepasst: Wo ich manchmal nur eine graue Maus vermute, treffe ich womöglich in Wirklichkeit auf einen richtigen Helden. Gottseidank und mausestark!
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