Scharfe Kritik an der Arbeit der Synode. Neue kirchenpolitische Gruppe gegründet.
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 19, zum 09. Mai 2010.
(Sprecher: Dejan Vilov)
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RPR1 "Angedacht": Entfalten statt Lifting.
Pfarrerin Kerstin Koenig-Thul, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 04. Mai 2010.
Mal Hand aufs Herz: Sind sie von sich überzeugt? Wenn ja, seien sie froh, denn die meisten Menschen sind es nicht.
Kein Wunder: Wir alle neigen dazu, bei uns selbst immer nur die Schwachpunkte und bei den anderen immer nur die Stärken zu sehen. Wir sind schwach, die anderen sind stark. Wir sind faul, die anderen sind fleißig. Wir sind verlogen, die anderen dagegen ehrlich.
In Wirklichkeit sind wir nicht besser oder schlechter als andere. Wir wissen bloß mehr über uns: Unseren Neid, unseren Ehrgeiz, unsere Lüsternheit, unsere großen und kleinen Lügen – all das kennen wir zu 100 %. Die Fehler der anderen, kennen wir selten.
Um die Qual dieser stest wiederkehrenden Gedanken wussten schon die Mönche des frühen Christentums. Und deshalb haben sie ihren Schüler folgendes gesagt:
Stell dir vor du bist ein Baum. Mit deiner Spitze ragst du in den Himmel. Wenn ungute Gedanken kommen, nimm sie wahr, aber lass sie ziehen, wie eine vorbeiziehende Wolke.
Die Mönche konnten dies sagen, weil sie verwurzelt waren in der Liebe Gottes. Sie wussten, bei all ihren Fehlern, dass sie von Gott geliebt und wunderbar gemacht sind:
Denn so heißt es im Alten Testament: Ich bin wunderbar gemacht, wunderbar gemacht sind deine Werke und das erkennt meine Seele.
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RPR1 "Angedacht": Freunde zum Gruscheln.
Pfarrerin Kerstin König-Thul, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 03. Mai 2010.
Facebook, studivz, wer-kennt-wen – Wo sind sie angemeldet?
Nichts gegen soziale Netzwerke im Internet. Sie sind eine Revolution. Noch nie war man so eng mit Menschen verbunden, die so weit weg sind. Alle können sich gegenseitig gruscheln, grüßen oder Nachrichten schicken.
Aber mal ehrlich – welcher von den 100, 200 oder noch mehr Freunden ist für sie da, wenn sie krank sind? Kommt vorbei und schaut nach ihnen? Trinkt mir ihnen ein Bier, wenn es ihnen nicht gut geht?
Um das herauszufinden, schlägt der Arzt und Comedian Eckhart von Hirschhausen die rote Kringel-Übung vor. Die geht so:
Blättern sie in Gedanken ihr Adressbuch durch und kringeln sie die Freunde rot ein, mit denen sie am besten lachen, weinen und auch schweigen können. Und dann rufen sie sie gleich an.
Bei Freunden geht es nicht darum, möglich viele zu haben, sondern möglichst gute. Denn die gehören zu den wertvollsten Dinge, die es auf der Welt gibt.
“Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt,” heißt es im Alten Testament, “wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden.” Und solche Freunde, die kann man gerne gruscheln.
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