RPR1 "Angedacht": Ein schwarz-blau-grünes Siegel.

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 17. Mai 2010:

„Wen kümmert´s, wenn in China ein Sack Reis umkippt?“ Keinen? Doch. Uns in Deutschland kümmerts, ob in Afrika, Asien und Lateinamerika fair gehandelt wird.

Im vergangenen Jahr hat der Umsatz von fair gehandelten Produkten in Deutschland zugenommen. Um 26 Prozent verglichen mit dem Vorjahr. Das ist immerhin ein Umsatz von 267 Millionen Euro.

Die Menschen, die fair gehandelte Produkte kaufen, empfinden sich als Familie. Als Menschheitsfamilie mit den Menschen in Afrika, Asien und Lateinamerika, denen auch die Kinder der anderen nicht egal sind.

Das blau-schwarz-grüne Fairtrade-Siegel auf den Verpackungen von Textilien und Blumen, Süßwaren, Sportbälle und Fruchtsäfte in den Verkaufsregalen Discountern und Supermärkten garantiert gerechtere Handelsbeziehungen.

Produkte mit diesem Siegel sind definitiv nicht mithilfe von Kinderarbeit hergestellt worden und ökologisch unbedenklich. Die Erzeuger bekommen faire Preise bei langfristigen Handelsbedingungen.

Die benachteiligten Produzentenfamilien in Afrika, Asien und Südamerika sollen so besser gestellt, die Binnenwirtschaft gestärkt und ungerechte Weltwirtschaftsstrukturen abgebaut werden. Damit in Zukunft gerechter Handel in weltweiten Strukturen möglich sein wird. Kümmern wir uns drum!

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Rockland Radio "Feels like heaven": Verschieden eben.

Pfarrer Dr. Jörg Weber, Trier, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 17. Mai 2010.

Seit gestern ist er vorbei: der Ökumenische Kirchentag. Die einen freuen sich noch über die tolle Stimmung, die sie erlebt haben. Die anderen sind skeptisch. „Da bewegt sich ja doch nichts zwischen den Kirchen“.

Manche sagen: Die Trennung in evangelisch und katholisch ist längst überholt. Andere betonen, dass ihre eigene Kirche natürlich die bessere Wahl sei. Und vielen ist es sogar völlig egal, was die Kirchen machen. Sie haben damit eh nicht mehr viel am Hut.

Mir ist das alles nicht egal. Mir ist wichtig, dass Menschen sich mit ihrem Glauben, Anders-Glauben oder sogar Nicht-Glauben auseinandersetzen. Es gibt eben ganz unterschiedliche Typen. Versöhnte Verschiedenheit wird das in einer Erklärung beider Kirchen genannt.

Darum geht es doch. Zuzulassen, dass der andere auch an Gott glaubt. Vielleicht anders, als ich. Zuzulassen, dass die andere manches nicht genauso so sieht wie ich. Verschieden eben. Aber in der Gewissheit: wir glauben. An den einen, den gleichen Gott.

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RPR1 "Angedacht": Eyjafjallajökull.

Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels like heaven’ bei Rockland Radio am Sonntag, 16. Mai 2010.

Du bist so schön, wie du so ruhig und still da liegen kannst, von Schnee bedeckt. Wie groß du bist, eintausend sechshundertundsechsundsechzig Meter hoch. Du kannst beides sein, glühend heiß und eiskalt. Allein deine Eiskappe beeindruckt mit ihren achtundsiebzig Quadratkilometern Größe.

Du faszinierst durch deine Spontaneität, die andere schon mal ins Chaos treiben kann. Scheinbar alles kann die europäische Union regulieren, dich aber nicht. In nur sechs Tagen kannst du einhundert tausend Flüge streichen.

Wenn wir denken, dass du nun Ruhe gibst, arbeitest du weiter im Untergrund. Und zeigst, dass wir mit dir rechnen müssen. Du erinnerst mich an die Zeit, als wir Menschen noch wussten, dass nicht alles machbar ist. Dass die Natur uns nicht einfach gehorcht. Dass es Größeres gibt als uns selbst. Dass Gott uns eine Umwelt erschaffen hat, die unseren Respekt verdient.

So bist auch du für mich ein Bote Gottes, so wie ein Engel. Und bezeugst mir seine Größe und Majestät. Und auch dein Name ist so einzigartig und so wunderschön, mit Bewunderung und mit Anerkennung spreche ich ihn aus und preise darin den Schöpfer, der dich gemacht hat, den Vulkan und Gletscher der Inselberge: Eyjafjallajökull.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Umzug auf Lebenszeit.

Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 12. Mai 2010.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Das kleinste Dach der Welt

Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 10. Mai 2010.

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RPR1 "Angedacht": Dreckige Socken und Bartstoppeln.

Pfarrerin Kerstin König-Thul, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 08. Mai 2010.

Wie ein großer Feuerball versinkt die Sonne am Horizont im Meer. Am Strand stehen ein Mann und eine Frau. Sie sehen sich tief in die Augen und geben sich im nächsten Moment einen langen innigen Kuss.

So oder so ähnlich passiert es immer wieder – zumindest im Kino. Dort klappt das mit der großen Liebe. Aber nicht nur deshalb, weil es eben Kino ist. Sondern auch, weil wir nur das sehen, wonach wir uns sehnen: das Verliebtsein, den Flow, das Kribbeln, das Begehrt werden. Und das kennen wir gut.

Das Andere aber, was wir auch in Beziehungen erleben Langeweile, Gewohnheit, Fettpolster, Barthaare kriegen wir kaum zu sehen.

Wenn wir die eigene Liebe nur mit den großen perfekten Gefühlen der Leinwand vergleichen, wird es schwierig für die Liebe. Der Partner kann nicht mehr genügen, die Beziehung nicht mehr glücklich machen.

Damit Beziehungen glücklich machen, müssen wir miteinander reden. Frauen mit Frauen. Männern mit Männern. Wir müssen uns darüber unterhalten, wie es wirklich ist: dass Liebe schön ist, aber auch manchmal schwer und langweilig.

Ich glaube, wir müssen die Liebe entzaubern, um sie zu retten. Denn wenn uns klar wird, dass das, was wir fühlen, das ganze normale Chaos der Liebe ist, dann kann die Liebe sein, was sie ist: Das schönste der Gefühle.

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RPR1 "Angedacht": Du alter Jammerlappen!

Pfarrerin Kerstin König-Thul, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 07. Mai 2010.

Jeder kann es, jeder kennt es, jeder liebt es und jeder macht es. Jammern! Die Kollegen sind anstrengend, die Arbeit zu viel, die Miete zu hoch.

Wer jammert, ist nie alleine. Man kann fast immer damit rechnen, dass es einen gibt, dem es genauso schlecht geht, wenn nicht sogar noch schlechter – und der gerne davon berichtet.

Zugegeben: Über vieles kann man sich ärgern: Die Gene, das Wetter, die Schwiegereltern.

Aber Vorsicht: Wenn wir jammern, produzieren wir immer weiter negative Gedanken – und das färbt auf unser Leben ab. Dann scheint wirklich alles schlecht zu sein.

Also: Warum es nicht einmal anders machen? Nur zum Versuch. Nur für heute:

Füttern sie ihren Geist mit positiven Gedanken: Loben sie sich und andere, freuen sie sich, lachen sie. Sie haben nichts zu verlieren. Im Gegenteil.

Freude am Leben, Mut, Zuversicht und nicht zuletzt: Lebensqualität – all das können sie durch positive Gedanken gewinnen. Denn so heißt es im Alten Testament:

Gib dein Gemüt dem Kummer nicht hin und lass dich von Sorgen nicht zu Fall bringen. Der Kummer hat keinen Nutzen. Freude im Herzen macht ein frohes Angesicht und tut dem Leib wohl.

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