Pfarrer an Pflicht erinnert. Beerdigungen an jedem Wochentag - Keine festen freien Tage erlaubt.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 45 zum 07. November 2010.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Kinderglück.

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 05. November 2010:

Es klingelt stürmisch an der Tür. Die Schule ist aus. Meine Tochter strahlt und ich spüre ihr Herz ist voller Mitteilungsbedürfnis. „Papa, stell dir vor, wir haben unser Diktat zurück!“. „Und, hat es gut geklappt?“. „Ja, ja, aber es geht nicht um mich. Der Luca hat eine 3 geschrieben!“ Und sie strahlt. „Wir haben uns alle riesig gefreut.“

Luca hat eine Lese-Rechtschreib-Schwäche und würde nach den üblichen Bewertungskriterien niemals eine Note schreiben, die besser als „Mangelhaft“ ist. Doch er wird in dieser Klasse besonders gefördert und bei den Arbeiten bekommt er ein eigenes Arbeitsblatt. Da zählen nicht Noten, sondern da zählt, was einer erreichen kann, wenn er sich anstrengt.

Helmut Simon, der ehemalige Bundesverfassungsrichter, hat es einmal so formuliert: „Die Stärke einer Gesellschaft misst sich am Wohl der Schwachen.“ Ein guter Gedanke. Und ein alter. Denn schon Jesus hat vor allem die Schwachen und Bedürftigen in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Wir scheinen das oft vergessen zu haben. Die Kinder dagegen leben uns die Solidarität mit den Schwachen vor. Sie fühlen sich wohl, wenn die Klassengemeinschaft stimmt und lassen sich von den Leistungskritierien, die unser Denken bestimmen, nicht beriren. Ist dies nicht wunderschön!

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RPR1 "Angedacht": Fallende Blätter.

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 05. November 2010:

Nicht schon wieder diese Sauerei! Jedes Jahr im Herbst verliert der Baum vor meinem Haus Tonnen von Laub. Aber nicht auf einmal! Kaum bin ich Laubfegen fertig, kommt ein kleiner Wind und die nächste Ladung Laub verteilt sich auf dem Gehweg. Und das Laubfegen geht von vorne los…

Jedes Jahr das gleiche Spiel! Der Baum zieht seinen Saft aus den Blättern zurück in die Wurzeln. Er sammelt seine Kraft um im kommenden Frühjahr neu auszutreiben. Damit neues Leben wachsen kann. Und das was übrigbleibt, die toten Blätter, den unnötigen Ballast lässt der Baum einfach los!

Sammeln und Loslassen – Vielleicht täte mir das auch mal gut! Jetzt im Herbst mal zu sortieren, was ich alles an unnötigem Ballast mit mir rumschleppe.

Die unnötigen Sorgen, das schlechte Gewissen aus längst vergangener Zeit. Manches von dem, was mir das Leben schwer macht kann ich abgeben, vielleicht sogar vergeben.

Und was an schöner Erinnerung übrig bleibt, das sammle ich und nehme es ganz tief in mich hinein. Als Kraft für mein Leben, damit Neues draus wachsen kann.

Sammeln und Loslassen – Genau dazu laden jetzt im Herbst die Gottesdienste zu Buß und Bettag oder Ewigkeitssonntag ein. Und wer im Vorfeld schon mal mit eigenen Augen sehen will, wie Sammeln und Loslassen aussehen kann, der kann mir gerne beim Laubfegen helfen.

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