Gimme Music. Evangelische Jugendkirche Ludwigshafen veranstaltet ersten Band-Workshop.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 12.12.

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RPR1 "Angedacht": Angestiftet.

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 14. Dezember 2010:

“Meine Güte”, sagen Petra und Lena fast im Gleichklang, so redet doch kein Mensch. Wie das schon anfängt: „Meine Seele erhebt den Herrn, und mein Geist freut sich Gottes, meines Heilandes!“ Was ist das denn überhaupt für ein Text, fragen meine Schüler.

Ich antworte ihnen: Das ist Marias Lobgesang, das so genannte „Magnifikat“, es steht im Neuen Testament, im 1. Kapitel des Lukasevangeliums. Die Sprache ist für Euch und mich etwas ungewöhnlich, aber: Es ist ja auch ein feierliches Gedicht, das Maria vom Evangelisten Lukas sozusagen in den Mund gelegt wird.

Im weiteren Verlauf der Stunde versuchen die Schüler und ich die ungewohnten Formulierungen aufzulösen:
Wenn Gottes Herrschaft anfängt, wird manches anders, steht da: Arme und Reiche werden völlig anders behandelt als bisher, die Maßstäbe der Menschen verkehren sich ins Gegenteil: Einschätzungen wie hoch und niedrig ver-lieren ihre Bedeutung

Schließlich meint Lena: „Na, dieser uralte biblische Text klingt ja ganz schön politisch!“ Ich widerspreche dem nicht; aber ich weise darauf hin, dass eines dabei besonders wichtig ist: Es ist Gott, der hinter den Veränderungen steht und für eine gerechte Weltordnung sorgt.

Um das zu erreichen, stiftet er ganz unterschiedliche Menschen an: Maria, die junge Frau aus Nazareth oder Dich, Petra oder Dich Lena oder vielleicht Sie, liebe Hörer.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Wan.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 14. Dezember 2010:

Sie ist das längste und von der Masse her auch das größte Bauwerk der Erde: die chinesische Mauer. Als ihr Bau noch in den Kinderstiefeln steckte, da soll es dem Kaiser nicht schnell genug gegangen sein.

Ein Wahrsager prophezeite ihm dann folgendes:
Die Mauer wird nicht fertig sein, bevor zehntausend Männer unter ihr begraben sind. Weil der Kaiser aber nicht so lange warten wollte, hat er einen Trick angewendet. Er kannte nämlich einen Mann, dessen Name das Schriftzeichen „wan“ beinhaltete.

„Wan“, das bedeutet nämlich „zehntausend“. Der Arme wurde gleich bei lebendigem Leib in der Mauer begraben und angeblich ist die Arbeit zügiger vorangegangen. So etwa 206 vor unserer Zeitrechnung ist der erste große Teil der Mauer schließlich fertig gewesen.

Ungefähr 200 Jahre später kam ein Mann zur Welt,
der nicht nur anstelle von zehntausend, sondern für alle Menschen in den Tod gehen sollte. Jetzt in der Adventszeit erwarten wir die Geburt dieses Menschen. Er heißt nicht Wan, sondern Jesus, zu deutsch: „Gott wird helfen“.

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RPR1 "Angedacht": Dauer-Wartezeit.

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 13. Dezember 2010:

Immer nur warten, warten, warten: An der Bushaltestellte, am Bahnhof, im Wartezimmer. Meine Schüler warten z. B. auf das tägliche Unterrichtsende, die arbeitende Bevölkerung auf den Feierabend. Menschen warten … immer und überall. Niemand tut es gerne, denn es fällt uns schwer. Wir können meistens nichts gegen das Warten tun und fühlen uns hilflos.

Momentan leben wir in einer Art „Dauer-Warte-Zeit“. Die dritte Adventswoche hat begonnen: Diese Zeit ist weiterhin ein Leben in Wartestellung. Christen warten auf die Geburt Christi.

Aber meiner Meinung nach unterscheidet sich das adventliche Warten deutlich von anderen Wartezeiten. Es ist mehr als ein Harren auf die Dinge, die da kommen. Es ist eine Lebenseinstellung.

Denn die adventliche „Warte-Zeit“ blockiert nicht. Mich drängt sie zur Gestaltung, zum Engagement: Mit meinen Schülerinnen und Schülern z. B. verbringe ich viel Zeit in gemeinsamer bewusster Stille. Bei Kerzenschein, Tannengrün, Zimtduft, selbstgebackenen Plätzchen und … Geschichten.

In dieser Zeit ist vieles ruhiger, gemütlicher, heimeliger, friedlicher. Darum freuen sich die jungen Menschen jedes Jahr auf diese adventliche Warte–Zeit. Auch sie haben offene Ohren für den, der da in absehbarer Zeit kommen soll … Jesus Christus. Ich meine: Warten lohnt sich. Diesmal.

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RPR1 "Angedacht": Alles verändert sich.

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Sonntag, 12. Dezember 2010:

Kahle Bäume, ein hart gefrorener Waldboden mit Schneeresten und ein grauer, vereister See. Es ist ein melancholischer Anblick, der sich meiner Frau und mir auf unserem Spaziergang bietet.

Doch zum Glück scheint die Sonne immer mal wieder durch die Wolken hindurch. Die Sonnenstrahlen verändern die Landschaft, denn die Schnee- und Eiskristalle überall reflektieren ihr Licht.

So wird aus einem grauen See eine glitzernde Fläche. Aus einem gefrorenen Waldboden wird der ideale Untergrund für einen romantischen Spaziergang. Und die Äste der kahlen Bäume fangen an zu funkeln wie die ihrer nadeligen Kollegen in den Wohnzimmern.

Bald ist Weihnachten. Christen feiern die Geburt Jesu. Auch von ihm geht ein Licht aus, das die Menschen und die Welt verändert. Mit dem Kind in der Krippe beginnt etwas Neues.

Darauf gilt es, sich einzulassen. Das ist nicht immer leicht, manchmal ist es geradezu beängstigend. Etwas Neues beinhaltet immer auch das Ende von Altvertrautem. Letzteres gefällt mir vielleicht nicht immer, aber ich habe mich damit arrangiert.

Damit ist es mit Christi Geburt jedoch vorbei: Das Leben wird neu. Nach wie vor gibt es darin Höhen und Tiefen, aber alles ist durchdrungen von Hoffnung.

Selbst wenn sich mir der Anblick einer trostlosen Winterlandschaft bietet, vertraue ich darauf, dass das Licht aus dem Stall von Bethlehem auch für mich leuchtet und selbst die traurigsten Anblicke in einem anderen, einem neuen Licht erstrahlen lässt.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Santa Lucia.

Pfarrer Oliver Böß, Mackenbach, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 13. Dezember 2010:

Wie an jedem 13.Dezember wird auch heute vornehmlich in Schweden ein Lichterfest gefeiert. Dabei wurde die Frau, die dem Fest den Namen gibt, im 3. Jahrhundert auf Sizilien geboren.

Santa Lucia – vor vielen Jahrhunderten war sie eine Lichtgestalt in der christlichen Welt. Ihr Name ist dabei Programm: Lucia bedeutet die Leuchtende.

Weil sie die Hände frei haben wollte, um den Armen Essen zu verteilen, hat Lucia einen Kranz aus Kerzen auf dem Kopf getragen. So hat sie in doppeltem Sinne Licht ins Leben vieler Menschen gebracht. In Form von brennenden Kerzen und von Lebensmitteln.

„Ihr seid das Licht der Welt!“ so hat es Jesus einst zu seinen Jüngern gesagt. Lucia zeigt uns, wie das funktionieren kann.
Denn auch heute wird es überall auf der Welt heller, wenn Menschen wie einst Luzia ein bisschen Licht in die Herzen anderer tragen.

Der oft dunkle und triste Alltag vieler Menschen fängt plötzlich an zu leuchten, wenn sie ein gutes Wort hören, wenn ihnen geholfen wird, wenn sie das Licht der Kerzen in ihrem Leben spüren.

Datenschutz im Krankenhaus verschärft. Information der Heimatkirchengemeinde über die Patienten erschwert.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 50 zum 12. Dezember 2010.

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