SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Umzug auf Lebenszeit.
Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 12. Mai 2010.
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Das kleinste Dach der Welt
Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 10. Mai 2010.
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RPR1 "Angedacht": Dreckige Socken und Bartstoppeln.
Pfarrerin Kerstin König-Thul, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 08. Mai 2010.
Wie ein großer Feuerball versinkt die Sonne am Horizont im Meer. Am Strand stehen ein Mann und eine Frau. Sie sehen sich tief in die Augen und geben sich im nächsten Moment einen langen innigen Kuss.
So oder so ähnlich passiert es immer wieder – zumindest im Kino. Dort klappt das mit der großen Liebe. Aber nicht nur deshalb, weil es eben Kino ist. Sondern auch, weil wir nur das sehen, wonach wir uns sehnen: das Verliebtsein, den Flow, das Kribbeln, das Begehrt werden. Und das kennen wir gut.
Das Andere aber, was wir auch in Beziehungen erleben Langeweile, Gewohnheit, Fettpolster, Barthaare kriegen wir kaum zu sehen.
Wenn wir die eigene Liebe nur mit den großen perfekten Gefühlen der Leinwand vergleichen, wird es schwierig für die Liebe. Der Partner kann nicht mehr genügen, die Beziehung nicht mehr glücklich machen.
Damit Beziehungen glücklich machen, müssen wir miteinander reden. Frauen mit Frauen. Männern mit Männern. Wir müssen uns darüber unterhalten, wie es wirklich ist: dass Liebe schön ist, aber auch manchmal schwer und langweilig.
Ich glaube, wir müssen die Liebe entzaubern, um sie zu retten. Denn wenn uns klar wird, dass das, was wir fühlen, das ganze normale Chaos der Liebe ist, dann kann die Liebe sein, was sie ist: Das schönste der Gefühle.
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RPR1 "Angedacht": Du alter Jammerlappen!
Pfarrerin Kerstin König-Thul, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 07. Mai 2010.
Jeder kann es, jeder kennt es, jeder liebt es und jeder macht es. Jammern! Die Kollegen sind anstrengend, die Arbeit zu viel, die Miete zu hoch.
Wer jammert, ist nie alleine. Man kann fast immer damit rechnen, dass es einen gibt, dem es genauso schlecht geht, wenn nicht sogar noch schlechter – und der gerne davon berichtet.
Zugegeben: Über vieles kann man sich ärgern: Die Gene, das Wetter, die Schwiegereltern.
Aber Vorsicht: Wenn wir jammern, produzieren wir immer weiter negative Gedanken – und das färbt auf unser Leben ab. Dann scheint wirklich alles schlecht zu sein.
Also: Warum es nicht einmal anders machen? Nur zum Versuch. Nur für heute:
Füttern sie ihren Geist mit positiven Gedanken: Loben sie sich und andere, freuen sie sich, lachen sie. Sie haben nichts zu verlieren. Im Gegenteil.
Freude am Leben, Mut, Zuversicht und nicht zuletzt: Lebensqualität – all das können sie durch positive Gedanken gewinnen. Denn so heißt es im Alten Testament:
Gib dein Gemüt dem Kummer nicht hin und lass dich von Sorgen nicht zu Fall bringen. Der Kummer hat keinen Nutzen. Freude im Herzen macht ein frohes Angesicht und tut dem Leib wohl.
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RPR1 "Angedacht": Entfalten statt Lifting.
Pfarrerin Kerstin Koenig-Thul, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 04. Mai 2010.
Mal Hand aufs Herz: Sind sie von sich überzeugt? Wenn ja, seien sie froh, denn die meisten Menschen sind es nicht.
Kein Wunder: Wir alle neigen dazu, bei uns selbst immer nur die Schwachpunkte und bei den anderen immer nur die Stärken zu sehen. Wir sind schwach, die anderen sind stark. Wir sind faul, die anderen sind fleißig. Wir sind verlogen, die anderen dagegen ehrlich.
In Wirklichkeit sind wir nicht besser oder schlechter als andere. Wir wissen bloß mehr über uns: Unseren Neid, unseren Ehrgeiz, unsere Lüsternheit, unsere großen und kleinen Lügen – all das kennen wir zu 100 %. Die Fehler der anderen, kennen wir selten.
Um die Qual dieser stest wiederkehrenden Gedanken wussten schon die Mönche des frühen Christentums. Und deshalb haben sie ihren Schüler folgendes gesagt:
Stell dir vor du bist ein Baum. Mit deiner Spitze ragst du in den Himmel. Wenn ungute Gedanken kommen, nimm sie wahr, aber lass sie ziehen, wie eine vorbeiziehende Wolke.
Die Mönche konnten dies sagen, weil sie verwurzelt waren in der Liebe Gottes. Sie wussten, bei all ihren Fehlern, dass sie von Gott geliebt und wunderbar gemacht sind:
Denn so heißt es im Alten Testament: Ich bin wunderbar gemacht, wunderbar gemacht sind deine Werke und das erkennt meine Seele.
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RPR1 "Angedacht": Freunde zum Gruscheln.
Pfarrerin Kerstin König-Thul, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 03. Mai 2010.
Facebook, studivz, wer-kennt-wen – Wo sind sie angemeldet?
Nichts gegen soziale Netzwerke im Internet. Sie sind eine Revolution. Noch nie war man so eng mit Menschen verbunden, die so weit weg sind. Alle können sich gegenseitig gruscheln, grüßen oder Nachrichten schicken.
Aber mal ehrlich – welcher von den 100, 200 oder noch mehr Freunden ist für sie da, wenn sie krank sind? Kommt vorbei und schaut nach ihnen? Trinkt mir ihnen ein Bier, wenn es ihnen nicht gut geht?
Um das herauszufinden, schlägt der Arzt und Comedian Eckhart von Hirschhausen die rote Kringel-Übung vor. Die geht so:
Blättern sie in Gedanken ihr Adressbuch durch und kringeln sie die Freunde rot ein, mit denen sie am besten lachen, weinen und auch schweigen können. Und dann rufen sie sie gleich an.
Bei Freunden geht es nicht darum, möglich viele zu haben, sondern möglichst gute. Denn die gehören zu den wertvollsten Dinge, die es auf der Welt gibt.
“Ein treuer Freund ist wie ein festes Zelt,” heißt es im Alten Testament, “wer einen solchen findet, hat einen Schatz gefunden.” Und solche Freunde, die kann man gerne gruscheln.
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Das Bruttosozialglück
Pfarrer Rolf Burket, Bad Kreuznach, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 29. April 2010.
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