SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Geburtstag.

Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 04. März 2010.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Werktag Mittwoch.

Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 03. März 2010.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Gottes Wetterkarte.

Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Montag, 01. März 2010.

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RPR1 "Angedacht": Ent-Taufen?

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 27. Februar 2010:

„Sagen Sie mal, Herr Hutzel, Was halten Sie vom „ent– taufen?“ Das fragt mich Simon im Religionsunterricht. Etwas fragwürdig schaue ich ihn zunächst an, doch dann zieht er einen Zeitungsartikel aus der Tasche mit der Überschrift:

„Atheisten in den USA lassen sich ent-taufen!“

Simon ergänzt, dass er sich das als evangelisch getaufter Christ auch überlege und er fragt mich sogar, ob ich so etwas auch vollziehen könnte, schließ-lich dürfte ich ja auch taufen.

Ich bin nun wirklich nicht auf den Mund gefallen, aber diesmal wirke ich doch anfänglich etwas sprachlos … und schlage der Klasse vor, gemeinsam zuerst einmal den Zeitungsartikel zu lesen. Es bestätigt sich:

Atheisten in den USA wollen mit der Zeremonie der „Enttaufung“ tatsächlich die Taufe wieder auflösen. Es gibt anschließend sogar einen „Ent-taufschein“ auf dem steht, dass durch diesen Akt nun die Vernunft über den Aberglauben gesiegt hätte und die Freiheit von unnötigen Schuldgefühlen erlangt worden wäre.

In der Klasse folgt eine spannende Diskussion. Am Ende versuche ich, Simon „etwas den Wind aus den Segeln“ zu nehmen, indem ich sage:

Meiner Meinung nach hält Gott für immer und ewig an dem Bund fest, den er in der Taufe mit dem Menschen schließt. Und deshalb liegt nicht in der Macht der Getauften, die Taufe einfach rückgängig zu machen.

Ob Simon das genauso sieht? Hm, zumindest nachdenklich ist er dadurch geworden.

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RPR1 "Angedacht": Aus vier mach eins?

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 26. Februar 2010:

Aus vier mach eins – das muss sich im 2. Jahrhundert nach Christus, also vor rund 1800 Jahren, ein Mann namens Tatian gedacht haben. Er hat damals den Versuch unternommen, die vier Evangelien des Neuen Testamentes, Markus, Matthäus, Lukas und Johannes, zu einem Evangelium zusammenzufassen.

Durchsetzen konnte er sich mit seiner Idee aber nicht. Denn schon die Christen damals hatten eines kapiert: Nur in dem vierfachen, unterschiedlichen Zeugnis der Evangelien wird der eine Jesus Christus wirklich erkannt:

So ist für Markus z. B. wichtig, dass Jesus in unvergleichlicher Vollmacht predigt und handelt. Wo Jesus ist, können Dämonen wirklich nur noch die Flucht ergreifen.

Matthäus dagegen stellt Jesus eher als einen Lehrer dar, der zwar Gottes Liebe bringt, gleichzeitig aber rigoros fordert, dass Gottes Gebote eingehalten werden müssen.

Wieder anders steht´s bei Lukas. Er schildert Jesus in seinem Evangelium als den Retter der Sünder und der Verlorenen.

Johannes hat in Jesus den Offenbarer Gottes erkannt, auf dessen Weg bei uns auf Erden von Anfang an etwas von Gottes Herrlichkeit aufleuchtet.

Vier ganz unterschiedliche Autoren erzählen uns im Neuen Testament die Geschichte Jesu Christi, jeder aus seiner ganz besonderen Sicht. Aus vier mach eins, das heißt für mich:

„Vier Evangelien – ein Christus.“

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RPR1 "Angedacht": Kirche ohne Paybackpunkte.

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 25. Februar 2010:

Haben Sie eine Paybackkarte? Sammeln Sie Treuepunkte? Haben Sie unser Gut-scheinheft? Es gibt fast kein Geschäft mehr, in dem ich an der Kasse nicht solche Sätze höre.
Überall bekomme ich das Gefühl vermittelt, dass ich irgendwann etwas „fer umme“ kriegen kann.

Meine Schüler in der Wirtschaftsklasse kennen das Ziel, das dahinter steckt: Es geht nicht etwa um wohltätige Schnäppchen, sondern eine knallharte Markt-strategie.
Kundenbindung ist das Ziel. Treue soll schließlich belohnt werden.

Auch in der Kirche wird immer mal wieder diesbezüglich nachgedacht. Ange-sichts leerer Kassen müssen sich viele Kirchengemeinden überlegen, wo sie noch zusätzlich Gelder locker machen können. Der Grund ist klar: Die Mitgliederzahlen schrumpfen. Da muss man sich schon was einfallen lassen.

Aber bei allen diesen wohlgemeinten Überlegungen, gilt es, vorsichtig zu sein. Ich sage es meinen Schülern immer mit den Worten des Theologen und Philosophen Sören Kierkegaard. Er hat sinngemäß gesagt:

„Lass uns das Christentum nicht in einen Gastwirt verwandeln, dessen Geschäft schlecht läuft und der sich deshalb etwas ausdenken muss, um Kunden anzulo-cken…!“

Die Botschaft hör ich wohl. Denn das ist doch das besonders Tröstliche daran: Im Christentum brauche ich keine Treupunkte zu sammeln und auch keine Paybackpunkte. Dafür kriege ich aber wirklich was „fer umme“. Denn: Gott sagt Ja zu mir, ohne dass ich etwas dafür tun kann und tun müsste.

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RPR1 "Angedacht": Die richtige Würze.

Pfarrer Hans Hutzel, Ludwigshafen-Oggersheim, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 24. Februar 2010:

Ich liebe Gewürze – als Freizeitkoch kann ich gar nicht genug davon bekommen. Meine Besitztümer stehen alle im Gewürzschrank. Nirgendwo sind bei mir zu Hause so viele Länder versammelt wie dort: Ingwer aus China, Curry aus Indien oder Muskat aus Indonesien.

Wenn mir mal wieder alles zu eintönig erscheint, dann öffne ich manchmal einfach meinen Gewürzschrank. Da duftet es richtig nach Abwechslung: ich rieche die süßen Momente des Lebens, den Duft des Abenteuers, den Geschmack der Ferne.

Von diesen Eindrücken erzähle ich immer mal wieder meinen Schülerinnen und Schüler und zwar besonders dann, wenn wir uns in Wirtschaftsklassen über gerechten Handel unterhalten.

In den Ländern, aus denen die meisten Gewürze kommen, geht es oft nicht gerecht zu. Die Menschen, die dort in der Gewürzernte und -herstellung arbeiten verdienen oft so gut wie gar nichts, haben keinen Urlaub und Pausen dürfen sie bei der Arbeit auch keine machen.

Ich finde, wir alle sind deshalb mit verantwortlich, dass diese Menschen einen gerechten Anteil bekommen vom Anbau und Verkauf der Gewürze bekommen. Deshalb mag ich die sog. „Eine-Welt-Läden“, in denen ich fair gehandelte Lebensmittel kaufen kann, vor allem auch Gewürze, die mein Essen so schmackhaft machen.

Ja: Ich liebe Gewürze – sie sorgen dafür, dass es in meinem Küchenalltag nicht so langweilig ist. Und ich kann dafür sorgen, dass es im Alltag der Gewürzbauern nicht so ungerecht zugeht.

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