Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Biblische Ruherezepte
Heiner Eberhardt, Obernhof, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 20. Juni 2008:
„Herr Doktor, ich hab so eine innerliche Unruhe.“ Ein befreundeter Arzt erzählte mir vor einiger Zeit, das sei der Satz, den er in seiner Praxis mehrmals in der Woche zu hören bekomme.
Und dann gibt es sie selbstverständlich auch auf Rezept, die entsprechenden Pillen und Tabletten zur Beruhigung. Die Pharma-Industrie hat sich auf die innerliche Unruhe der Bevölkerung voll eingestellt und wirbt mit ihren chemischen Lösungen.
Ein ganz natürliches, von vielen erprobtes und im Alltag bewährtes Rezept zur Ruhe für den inneren Menschen gibt es in der Sprechstunde bei dem Propheten Jeremia in der Bibel: „Haltet an auf eurem Weg, erkundigt euch, welchen Weg eure Vorfahren gegangen sind. Fragt nach dem richtigen Weg, und dann beschreitet ihn. So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.“
Urlaubs- und Ferienzeiten sind eine gute Gelegenheit zum Anhalten, zum Rückblick, zur Besinnung auf den guten Weg, den es zu beschreiten gilt. Packen Sie doch in diesem Jahr einfach mal die Bibel, das gute alte Buch mit erprobten und bewährten Rezepten, mit ins Urlaubsgepäck.
Das Risiko, vielleicht auch noch nach den Ferien weiter in der Bibel zu lesen, wäre dann sogar eine wünschenswerte Nebenwirkung.
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Freiwillige Helfer für die Kirche gewinnen - Ehrenamtstag in Kaiserslautern
„Lust auf Ehrenamt“ lautete der Titel eines Fortbildungstages der Evangelischen Kirche der Pfalz. 75 Teilnehmer diskutierten, wie durch sinnvolles Freiwilligenmanagement die Zusammenarbeit von Haupt- und Ehrenamtlichen verbessert werden kann.
(Mitschnitt aus RPR1 “Einfach himmlisch” am Sonntag, 15. Juni 2008; Moderation: Uwe Burkert)
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RPR1 'Angedacht': Deutscher Kinderpreis 2008
Pfarrer Fritz Penserot, Burg an der Mosel, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 19. Juni 2008:
Kennenlernen, so heißt das Projekt. Eine Grundschulklasse in Mainz hat sich das ausgedacht. Kennenlernen der Mitschüler. Warum? Weil so viele verschiedene Nationen inzwischen an der Schule sind. Wir kennen uns ja gar nicht, haben die Kinder gesagt.
Was macht Ali, wenn er nach Hause kommt? Warum geht Yussufs Vater in die Moschee? Und wie ist das, wenn man schwarze Haut hat? Solche Fragen haben die Kinder gestellt. Und dann haben sie sich gegenseitig nach Hause eingeladen. Die fremden Speisen probiert. Dem Klang der fremden Sprachen gelauscht. Haben einander ihre Musik vorgespielt…
Am Ende dieser Kennenlerntage haben die Kinder einander etwas ganz Typisches mitgegeben: Fotos von der Heimat der Eltern, traditionelle Kleider und Musik.
Mit all dem haben sie am Ende eine kleine Ausstellung in der Schule gemacht, und ein „Fest der Kulturen“ gefeiert. Dabei wurde afrikanisch gekocht und deutsch, also: Yams-Wurzeln mit Huhn, und Sauerkraut mit Rippchen.
„Liebe deinen Nächsten, denn er ist wie du“ – beschreibt das die Bibel.
Das heißt doch: der Fremde ist gar nicht so fremd. Wenn du weißt, was er liebt und hofft, was er isst und wie er schläft, dann erkennst du dich selbst. Und du begreifst, dass Gott ihn liebt so wie dich. Und so kannst du deinem Nächsten auch mit Liebe und Achtung begegnen. Und mit ihm in Frieden zusammenleben.
Grund genug, gerade solche Aktionen von und mit Kindern zu fördern. Mit dem Deutschen Kinderpreis zum Beispiel: www.deutscherkinderpreis.de
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Krankenbesuch
Heiner Eberhardt, Obernhof, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 19. Juni 2008:
„Kann ich ihnen vielleicht helfen, suchen Sie etwas Bestimmtes?“ – fragt die nette Buchhändlerin einen Kunden, der etwas hilflos vor den Regalen steht. „Ja, gerne, ich möchte eine kleine Lektüre für einen Kranken.“
„Darf es denn etwas Religiöses sein?“, so die Verkäuferin.
„Nein, nein“, beschwichtigt der Kunde, „es geht ihm schon wieder etwas besser!“
Schmunzeln mussten jetzt natürlich beide – und Sie und ich wahrscheinlich auch. Aber, jetzt mal Spaß beiseite, es ist gar nicht so einfach, für einen Krankenbesuch etwas Passendes zu finden. Nicht zu groß und nicht zu klein, nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Und Blumen kann man auch nicht immer mitbringen.
Ich für meinen Teil habe mir vorgenommen, keine falsche Scheu mehr davor zu haben, auch schon mal ein kleines Büchlein mit religiösem Inhalt zu verschenken. Oft beschreiben doch gerade Bibelworte unverblümt die Höhen, die Tiefen und die Wechselfälle unseres Lebens. „Als ich schon alle Hoffnung aufgegeben hatte, dachte ich an dich, und du hörtest mein Gebet.“ Ein Bibelwort wie dieses kann ermutigen, trösten und wohl tun. Und das vielleicht gerade dann, wenn es dem Kranken oder der Kranken schon wieder besser geht.
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RPR1 'Angedacht': Du sollst nicht töten!
Pfarrer Fritz Penserot, Burg an der Mosel, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 18. Juni 2008:
Die Zehn Gebote der Bibel haben über Jahrtausende das Leben geprägt. Doch heute zeigen Umfragen, dass viele Menschen die Zehn Gebote gar nicht mehr kennen. Ja, manch einer weiß noch nicht einmal, ob es nun drei oder sieben oder zehn Regeln waren, die Mose da niedergeschrieben hatte.
Dennoch, bei aller Unsicherheit: Eines der Zehn Gebote wird von den meisten mit großer Treffsicherheit genannt. Es lautet: „Du sollst nicht töten“.
Merkwürdig bloß, dass sich die Menschheit an dieses Gebot so wenig gehalten hat. Es wurden und werden Kriege geführt, es wird die Todesstrafe verhängt, es wird seit Neuestem sogar das Recht auf Tötung alter Menschen diskutiert – Fünftes Gebot hin oder her.
Fast scheint es so, als sei dieses Gebot das schlechte Gewissen der Menschheit. Bei jedem Selbstmordattentat, bei jeder Gewalttat junger Menschen gegen einen Alten, bei jeder Nachricht über eine Kindstötung – kommt einem in den Sinn: Du sollst nicht töten. Das geht unter die Haut, und das spürt man am eigenen Leib: Leben ist so verletzlich.
Das Fünfte Gebot ist wie eine Erinnerung daran, dass wir uns das Leben nicht selbst gegeben haben, sondern empfangen, wie ein Geschenk. Leben hat etwas Heiliges, etwas Unverletzbares. Das eigene wie auch das Leben ganz fremder oder gar ganz ferner Menschen.
Darum ist das Fünfte Gebot der Bibel so etwas wie der Herzschlag des Menschheits-gewissens: „Achte menschliches Leben. Es ist das Geschenk, von dem du selber lebst.“
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Altes Brot
Heiner Eberhardt, Obernhof, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 18. Juni 2008:
„Altes Brot ist nicht hart. Kein Brot, das ist hart“ – lese ich auf dem nostalgischen Schild über dem Brotregal in einer Bäckerei.
Ich glaube nicht, dass sich der Bäckermeister damit absichern will gegenüber unzufriedenen Kunden, oder verteidigen gegen den Vorwurf, er würde altes Brot verkaufen. Das könnte er sich ohnehin nicht leisten, wo heute fast jede Tankstelle frisch gebackene Brötchen verkauft und die Bakery Shops wie Pilze aus dem Boden schießen. Vermutlich hängt das Schild schon ziemlich lange dort, erinnert an alte und harte Zeiten, und eben auch an altes und hartes Brot.
In einer Zeit, in der sich drei Vorstadtrapper „Fettes Brot“ nennen und erfolgreich durch die Lande touren mit ihren Songs, ist es schon mal einen Gedanken wert: Was wäre denn, wenn … Was wäre denn, wenn wir eines Tages wieder mit weniger auskommen müssten? Was wäre denn, wenn wir uns begnügen müssten mit Grundnahrungs- mitteln, die nicht unbedingt immer knackig und fett und frisch wären?
Vielleicht würde uns dann das Jesus-Wort aus dem Neuen Testament auch wieder etwas bedeutungsvoller: „Ich bin das Brot, das von Gott gekommen ist und euch das Leben gibt. Jeder, der dieses Brot isst, wird ewig leben.“
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RPR1 'Angedacht': Betrogen - Kann man Vertrauen wieder lernen?
Pfarrer Fritz Penserot, Burg an der Mosel, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 17. Juni 2008:
Vor paar Jahren kam eine Frau zu mir, die erzählte, dass vor kurzem ihr Mann gestorben sei. Nannte Namen und Beerdigungstag, und jetzt habe sie Anspruch auf Rente, sagte sie, doch das alles dauere sehr, sehr lange: Die Behörden, die Nachweise… Kurz: Sie habe kein Geld mehr. Aber die Rente käme bald. Ich könne ihr glauben. Und dann bekäme ich das Geld zurück.
Beim Thema Behördenkrampf hatte sie mich an der richtigen Stelle. Ich teilte die Wut mit ihr und gab großzügig. Die Frau ließ sich noch meine Kontonummer geben zur Rücküberweisung – und verschwand.
Nach ein paar Tagen wurde ich argwöhnisch. Ich fragte den Kollegen nach dem Namen, er habe den Mann doch beerdigt! Doch: Fehlanzeige. Die Beerdigung hat es nie gegeben. Das Geld war weg. Ich war betrogen worden. Wenn später wieder jemand an die Tür kam, war ich misstrauisch. Und das blieb jahrelang so.
Vertrauen ist eine zarte Pflanze. Einmal niedergetrampelt, erholt sie sich so schnell nicht mehr. Habe ich einen dabei erwischt, dass er gelogen hat, werden schnell hundert andere zu Steuerbetrügern, Lügnern, Wortbrechern.
Kann man Vertrauen wieder lernen? Ich denke: Ja.
Es fängt mit der Erinnerung daran an, dass niemand von uns hätte groß werden können, ohne dass ihm grenzenloses Grundvertrauen geschenkt wurde. Darauf baut unser Menschsein und unsere ganze Gesellschaft auf.
Deswegen richte ich meinen Blick in Zukunft zuerst dorthin, wo Menschen einander einen Vorschuss an Vertrauen geben – denn dort gelingt unser Zusammenleben.
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