"Voll gut - mach mit!" - Eine sau-gute Kampagne der Evangelischen Jugend Pfalz zugunsten von "Brot für die Welt"
Der zweite Advent steht vor der Tür. Weihnachtszeit ist Spendenzeit, und bereits am vergangenen Sonntag wurde – wie immer traditionell am 1. Advent – die evangelische Hilfsaktion “Brot für die Welt” eröffnet. Es ist eine Jubiläumsaktion, denn Brot für die Welt gibt es nun seit genau 50 Jahren. Die Evangelische Jugend der Pfalz hat sich dazu eine eigene, im wahrsten Sinne des Wortes SAU-gute Aktion einfallen lassen. Alexander Ebel vom Evangelischen Rundfunkdienst Pfalz spricht mit Michael Borger, Referent im Landesjugendpfarramt.
(Unser Bild zeigt Altkirchenpräsident Eberhard Cherdron, dem die Kampagne als “Abschiedsgeschenk” gewidmet ist.)
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:49min / 1.3 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
- Voll gut - mach mit!
- Homepage zur Kampagne der Evangelischen Jugend der Pfalz
- Brot für die Welt
- Homepage der evangelischen Spendenaktion
RPR1 'Angedacht': Nicht wert, ihm die Schuhe zu binden
Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Freitag, 5. Dezember 2008.
Stellen Sie sich vor: Da kommt eine große Kommission aus Berlin in Ihren Wohnort. Eine Kommission aus Mitgliedern mehrerer Parteien und Gruppierungen. Sie sucht eine einzelne, ganz bestimmte Person auf, um ihr die Frage zu stellen: Wer bist du?
Das müsste wohl schon jemand ganz Besonderes sein, der so viel Aufmerksamkeit auf sich zöge. Und stellen Sie sich weiter vor, er würde nun sagen: Nichts und niemand, das bin ich. Aber nach mir kommt einer, der ist so groß, dass ich nicht einmal wert bin, ihm die Schuhriemen zu lösen.
So ist es damals, als Johannes am Jordan tauft und die hochrangige Kommission aus Jerusalem ihn fragt, wer er sei.
Die Schuhriemen, von denen Johannes spricht, gehören zu den Jesus-Latschen, zu den echten, die Jesus damals trug. Bestehend aus einer Ledersohle und Riemchen. Und diese Schuhe Jesu sind Johannes mehr als nur eine Nummer zu groß.
Der große Johannes, der Täufer, sagt bescheiden: Ich bin nur eine Stimme, die spricht: Bereitet dem Herrn den Weg.
Vorbereitung auf Weihnachten sieht bei Johannes so aus, er sagt:
Nehmt nur, was euch zusteht.
Verschenkt ein Hemd, wenn ihr zwei habt.
Tut niemand Gewalt oder Unrecht.
Ich wünsche uns eine gute Vorbereitungszeit aufs Christfest.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:27min / 1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Ein Tag ohne Listen
Pfarrerin Christine Gölzer, Speyer, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 5. Dezember 2008:
Stellen Sie sich einmal einen Tag ohne Listen vor: Ohne Outlook-Aufgabenliste beim Hochfahren des Computers, ohne To-do-Listen, die mir signalisieren, wo ich die Prioritäten zu setzen habe, ohne Geschenklisten, die ich vor Weihnachten noch abzuarbeiten habe, ohne Kuchen- und Salatlisten bei Schulveranstaltungen und damit auch ohne Grübeln, wo ich mich denn nun eingetragen habe. Ein Tag ohne Listen – auch ohne die heimlichen Listen und Wertungen im Kopf, was jetzt wichtig und wertvoll ist und was Zeit hat und später dran ist.
Ich weiß gar nicht so genau, ob ich das überhaupt könnte – aber die Vorstellung klingt für mich paradiesisch. Einfach den angefangenen Roman zu Ende lesen, ohne zu überlegen, was auf meiner Liste der täglichen Pflichten eigentlich dran wäre. Einfach etwas essen und genießen, ohne auf die Liste der Inhaltsstoffe zu schauen, wie viel Fett, wie viele Zusatzstoffe, wie viel Zucker, wie biologisch. Einfach den Kindern zuhören, ohne sofort wieder zu klären, was auf der Erwartungsliste der Schule alles ansteht.
Es wäre ein schöner Tag, ein ganz seltener, aber auch ein ganz wichtiger: für mich und für die Menschen um mich herum. Es einfach mal ausprobieren? Verrückte Idee. Oder?
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:12min / 0.8 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
RPR1 'Angedacht': Einbürgerungstest für Gott
Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 4. Dezember 2008:
Ob Gott einen Einbürgerungstest in unsere Menschenwelt bestehen würde? Wie sähe so ein Einbürgerungstest für Gott überhaupt aus? Unter welchen Voraussetzungen würden wir ihn hereinlassen zu uns? Ihn bei uns aufnehmen? Ihn als einen von uns anerkennen?
Würden wir da zuerst mal aufs Äußere schauen? Und was würden wir dann sehen? Seinen Thron aus Gold, auf dem er sitzt, umgeben von Glanz und Gloria? Hätte er einen langen weißen Bart? Nein. Das ist doch eher Unsinn.
Im Evangelium nach Johannes, im ersten Kapitel heißt es: Gott wurde ein Mensch, ein wirklicher Mensch von Fleisch und Blut. Er lebte unter uns.
Das ist das Einbürgerungskriterium für Gott: Er muss ein wirklicher Mensch werden. Aber wie sieht das konkret aus? Ist Gott dann ein Held, ein König, ein General, ein Präsident, ein Olympionike, ein Weltmeister, ein Star?
Sehen Sie sich um auf dieser Welt mit viel Freude und Schönem, aber auch mit so viel Leid und Schmerz. Ich behaupte: Wenn Gott wirklich Mensch sein will, dann muss er fähig sein zu leiden.
Das ist der Einbürgerungstest, den Gott in Jesus bestanden hat: Er kommt zur Welt in einer der Höhlen Bethlehems. Weil Herodes wütet, wird er zum Flüchtlingskind. Seine Eltern sind arme Leute. Als Erwachsener lebt und arbeitet Jesus unter Kranken, Ausgestoßenen und dem Gesindel. Schließlich wird er auf die grausamste Weise hingerichtet.
Deshalb hat Gott es geschafft. Er hat den Einbürgerungs-Test bestanden. Er ist in Jesus Mensch geworden. Er ist einer von uns.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:33min / 1.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Barbarazweige
Pfarrerin Christine Gölzer, Speyer, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 4. Dezember 2008:
Ihr Leben schien vorbestimmt: Im dritten Jahrhundert als Tochter eines reichen Kaufmanns geboren, sollte sie natürlich heiraten, möglichst einen reichen Mann. Damit ihm da nichts dazwischen kam an Liebe oder anderen Katastrophen, sperrte ihr Vater sie in einen Turm, wenn er verreiste. Er wollte auch nicht, dass sie Christin wird. Das jedoch konnte er nicht verhindern: Sie tauschte Briefe mit ihrem christlichen Lehrer, und dieser taufte sie schließlich, als Arzt verkleidet.
Ihr Vater verzieh ihr das nie. Er ließ sie verprügeln, foltern, doch Barbara blieb standhaft. Sie wollte Christin sein. Dafür wurde sie zum Tode verurteilt. Auf dem Weg ins Gefängnis verfing sich ein Kirschbaumzweig in ihrem Kleid. Sie stellte ihn in ihren Becher, und am Tag ihrer Hinrichtung blühte er.
So die Legende über Barbara. Bis heute schneiden Menschen an diesem Tag Zweige, damit sie an Weihnachten blühen – ein schönes Symbol für die Kraft dieses Festes jenseits von Konsum und Kitsch: Gott lässt aus dürrem Holz Leben entstehen, in allen menschlichen Dunkelheiten ist er Licht und Blüte.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:13min / 0.9 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
RPR1 'Angedacht': Wer sind die wahren Kinder Gottes?
Pfarrer Werner Schleifenbaum, Selters, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 3. Dezember 2008:
Katholisch, evangelisch, orthodox, lutherisch, reformiert oder baptistisch. Welche sind denn nun eigentlich die richtigen, die wahren Christen und Kinder Gottes?
Was sagt die Bibel dazu? Im Evangelium nach Johannes steht: „Die ihn aber aufnahmen und an ihn glaubten, denen gab er das Recht, Kinder Gottes zu sein. Das wurden sie nicht, weil sie zu einem auserwählten Volk gehörten, auch nicht durch menschliche Zeugung und Geburt. Dieses neue Leben gab ihnen allein Gott.“
Ist man Christ, weil man Amerikaner ist und dadurch zu Gottes erwähltem Volk gehört? Gehört man zu einem auserwählten Volk, weil man weiße Hautfarbe hat? Ist es Rasse, Nation, Adel oder gar Geldadel, die einen vor Gott zu etwas Besserem machen?
Nein.
Lange bevor zivilisierte Völker festgelegt haben, dass vor dem Gesetz kein Unterschied zwischen Menschen gemacht werden soll, steht es für Gott schon fest: Vor ihm sind alle Menschen gleich. Hier braucht sich keine Kirche besser vorzukommen als die andere. Hier gibt es keine Privilegien, und es gilt auch keine Herkunft.
Ohnehin sind Menschen nicht automatisch in zweiter Generation gläubig. Gott hat keine Enkel, Gott hat Kinder.
Und jeder, der an Jesus glaubt und Gott im Herzen als seinen Vater anruft, ist schon sein Kind.
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:24min / 1.3 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Hüte dein Herz!
Pfarrerin Christine Gölzer, Speyer, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 3. Dezember 2008:
Mehr als alles, hüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.
Nein, dieser Spruch steht nicht über dem Eingang meines Kardiologen. Er steht in der Bibel. Im Buch der Sprüche. Einem interessanten Buch mit vielen, immer noch wahren Erkenntnissen, mit Rezepten, durchs Leben zu kommen.
Unser Herz zu hüten, das umschreibt sehr schön eine Lebensaufgabe, die gerne vergessen wird. Im Ratgeber zu dieser Aufgabe könnten Sie dann vielleicht lesen:
– pass auf, dass du dir dein Interesse an deinen Mitmenschen erhältst, damit dein Herz nicht kalt und hart wird – Gib der Liebe, die dein Herz am Leben erhält, immer wieder neue Nahrung – Schütze es vor Überfütterung mit allen möglichen Ersatzbefriedigungen – Dazu brauchst du nur mit offenen Augen durch die Welt zu gehen, aufgeschlossen für andere und bereit, auch mal eine Enttäuschung wegzustecken. – Mit Sicherheit brauchst du eine gehörige Portion Humor und wahrscheinlich auch ein klein wenig Naivität. – Mehr als alles hüte dein Herz, denn von ihm geht das Leben, gelingendes Leben aus.Mein Kardiologe wäre begeistert!
Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:12min / 1.2 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.
Alle Beiträge
