RPR1 'Angedacht': Die weiße Rose
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 22. Februar 2009:
Wie stellen sie sich einen Helden vor? Ja, Sie haben richtig gehört: einen Helden. Einen von diesen Menschen, die gegen das Böse kämpfen und gewinnen.
Wenn man Kinder fragt, ist die Antwort einfach: Ein Held ist groß und stark. Er kämpft mit dem Schwert oder mit einer anderen tollen Waffe, z.B. eine super-modernen Laserkanone. Für Kinder ist klar: ein Held ist mutig und hat keine Angst.
Heute vor 66 Jahren wurden gleich mehrere Helden ermordet. Sophie und Hans Scholl und Christoph Probst. Sie waren Mitglieder der Weißen Rose, einer Gruppe, die Widerstand leistete gegen Hitler und sein Verbrecherregime.
Die Mitglieder der Weißen Rose hatten keine Laserkanone. Sie haben auch nicht mit dem Schwert gekämpft, sondern mit Worten. Sie haben zum Widerstand gegen Hitler aufgerufen. Und sie wussten, dass sie dafür mit dem Tod bestraft werden konnten. Sie hatten Angst.Gerade deshalb sind Sophie und Hans Scholl und Christoph Probst für mich Helden. Denn sie waren mutig und stark. Ihre Überzeugung war stärker als ihre Angst. Die Überzeugung, dass Hitler und die Nazis Verbrecher sind.
Warum die Geschwister Scholl und Christoph Probst so stark waren – ich weiß es nicht. Aber ich weiß, dass sie gläubig waren. Und deshalb glaube ich, dass das eine Stütze für sie gewesen ist. Der Glaube daran, dass Jesus bei ihnen ist und sie begleitet. Auf allen Wegen. Auch auf dem Weg zum Tod, heute vor 66 Jahren.
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"Anna in Bolivien" - Ein Jahr Freiwilligendienst in Südamerika

Anna Stass aus Dennweiler-Frohnbach im Kreis Kusel verbringt momentan ein freiwilliges soziales Jahr in Santa Cruz in Bolivien. Dejan Vilov sprach mit ihr u.a. über ihre Motivation, die Arbeit vor Ort und die politischen Unruhen im September letzten Jahres.
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Dirigent mit Strickweste und Hausschuhen. Altkirchenpräsident Eberhard Cherdron übt mit Freunden das Passionsoratorium "Maria und Johannes" ein
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 8, zum 22. Februar 2009.
(Sprecher: Dejan Vilov)
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RPR1 'Angedacht': Valentinstag
Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 14. Februar 2009:
Große Herzen, kleine Herzen. Herzen aus Marzipan oder Schokolade. Als zelluphanverpacktes Einzelstück oder kiloweise in natürlich herzförmige Dosen gestopft.
Ballonherzen, Nudelherzen oder sogar Laternen in Herzform…
Die herzigen Geschenke gibt es in allen möglichen oder unmöglichen Farben, Formen und Größen. Millionenfach wechseln sie heute den Besitzer. Denn heute ist Valentinstag.
Der Tag der Verliebten, sagen die einen.
Eine Erfindung der Konsumgüterindustrie, meinen andere.
Tatsächlich hat der Valentinstag schon eine Jahrhunderte lange Tradition. Zumindest im englischsprachigen Raum.
Hier ist es schon seit dem späten Mittelalter üblich, seiner Liebsten am 14. Februar kleine Geschenke, Blumen oder Liebesgedichte zu schicken. Allerdings heimlich – die so Verehrte darf nicht erfahren, von wem die Valentinsgaben stammen.
Seit den 50er Jahren wird der Valentinstag auch bei uns begangen, nicht immer, aber immer öfter.
Namensgeber dieses Päärchentages ist ein Bischof von Terni, der wohl im 3. Jahrhundert lebte und als Märtyrer starb.
Dieser Valentin soll, so eine Legende, einige Frisch-Verliebte christlich getraut haben. In Zeiten der Christenverfolgung durchaus ein gefährliches Unternehmen. Den frisch Vermählten soll Valentin übrigens frische Blumen aus seinem Garten geschenkt haben.
Als Zeichen der Liebe. Auch für die Liebe, mit der Gott das Paar begleitet.
Sicherlich ist der historische Hintergrund mehr als zweifelhaft.
Eine nette Geschichte bleibt es trotzdem. Weil sie deutlich macht: Gott leitet und begleitet unser Miteinander. Nicht nur am Valentinstag.
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Vom Stammbuch zum Freundschaftsbuch: Das Poesiealbum im Wandel der Zeit
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 7, zum 15. Februar 2009.
(Sprecher: Dejan Vilov)
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RPR1 'Angedacht': Benzin statt Tortillas
Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 13. Februar 2009:
Graciella Alvarez lebt mit ihrer Familie in einem Armenviertel von Mexico-Stadt. Sie wohnt in einer Wellblech-Hütte. Zu den Mahlzeiten bäckt Graciella auf einem Holzfeuer Tortillas.
Die Pfannkuchen aus Maismehl sind das wichtigste Lebensmittel in Mexiko.
Jeden Tag werden in dem Land etwa 300 Millionen Tortillas gegessen – eigentlich zu jeder Mahlzeit.
Aber seit einem Jahr können immer mehr Menschen das Maismehl nicht mehr bezahlen. Sie können nicht mehr Tortillas backen. Denn die Preise sind um 300 Prozent gestiegen. In einem Jahr. Die Einkommen leider nicht.
Es ist nicht mehr genug Mais vorhanden. Denn immer mehr Getreide wird nicht zu Mehl zermahlen. Stattdessen wird aus dem Mais Ethanol hergestellt, eine Art Benzin für Autos.
Dieser Bio-Kraftstoff sorgt dafür, dass arme Familien wie die von Graciella Alvarez hungern müssen.
Wenn Getreide in Sprit verwandelt wird, ist nicht mehr genug da, damit alle satt werden können. – So einfach ist das. Und doch so schwer.
Unser Wirtschaften und Konsumieren in den reichen Ländern hat Auswirkungen auf die Armen. Ich meine: Das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren.
Jesus hat immer wieder den Blick auf die Benachteiligten gerichtet und seine Zeitgenossen zum Einlenken bewegt:
„Was ihr einem meiner ärmsten Brüder oder Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan!“ sagt Jesus.
Lassen wir uns heute auch von Jesus bewegen? – Wenn wir uns einsetzen für die Armen in dieser Welt, dann setzen wir uns ein für Jesus. So wird Glauben konkret.
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RPR1 'Angedacht': Red-Hand-Day!
Pfarrer Guido Hepke, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 12. Februar 2009:
Blutrot ist die Hand. Wie ein Stoppzeichen leuchtet sie mir entgegen. In der Mitte des Symbols ist als weißer Schatten ein Soldat zu sehen. Mir fällt auf: Der Soldat ist viel zu klein. Sein Gewehr überragt ihn fast.
Die blutrote Hand ist das Symbol für den heutigen „Red Hand Day“. Mit einem Aktionstag erinnern Terre des Hommes, die evangelische Kindernothilfe und andere Organisationen an das bittere Schicksal von Kindersoldaten.
Seit dem 12. Februar 2002 hat die UN mit einer Konvention den Einsatz von Kindern und Jugendlichen als Soldaten völkerrechtlich verboten. Aber trotzdem gibt es weiterhin mehr als 250.000 von ihnen. Im Kongo, in Afghanistan, in Somalia – vor allem dort, wo Kriege schon sehr lange dauern, da werden Kinder gezwungen, zu schießen und zu morden.
Die Organisatoren des Red-Hand-Days wollen heute den UN-Politikern eine Million rote Hände überreichen – mit einer Million Unterschriften. Um deutlich zu machen: Ein Verbot alleine reicht nicht. Es muss auch durchgesetzt werden.
Ich finde diese Aktion klasse. Denn sie lenkt den Blick auf vergessene Kinder in unbeachteten Kriegen.
Diese Kinder brauchen Schutz. Sie brauchen eine Lobby, die den Einsatz von Kindersoldaten konsequent ächtet.
Und sie brauchen Hilfe, ganz konkret, damit sie rauskommen aus dem Krieg, damit sie mit ihren Traumata leben lernen, damit sie zur Schule gehen können und den Frieden erlernen.
Die evangelische Kindernothilfe leistet diese Arbeit. Ganz konkret. Und das nicht nur am Red Hand Day.
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