Rockland Radio "Feels like heaven": Die Notfallseelsorge wird 15 Jahre alt

Pfarrer Sascha Müller, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 9. März 2009:

Eine Straßenbahn rattert durch München. Mit an Bord: ein Kind und seine Eltern. Da passiert es: die Straßenbahn stößt mit einem Auto zusammen und entgleist.

Das Kind wird schwer verletzt. Die Notärzte tun, was sie können, aber das Kind stirbt. Zurück bleiben die Eltern, die den Unfall unverletzt überstanden haben. Um sie kümmert sich keiner.

Aus dieser Erfahrung heraus hat ein Rettungsassistent die Idee eines Kriseninterventionsdienstes entwickelt. Speziell geschulte Betreuer begleiten Menschen nach traumatischen Erlebnissen, wie zum Beispiel schweren Unfällen oder
plötzlichen Todesfällen.

Heute vor genau 15 Jahren, am 9. März 1994, begann diese Arbeit in München. Mittlerweile sind Notfallseelsorger in vielen Städten und Gemeinden nicht mehr wegzudenken. Sie sind für diejenigen Menschen da, die körperlich unversehrt bleiben, aber seelisches Leid erfahren.

Insbesondere die evangelische und katholische Kirche engagieren sich im Bereich der Nofallseelsorge. Viele Pfarrerinnen und Pfarrer üben diese Aufgabe zusätzlich zu ihrer sonstigen Arbeit in den Kirchengemeinden aus.

15 Jahre Notfallseelsorge, das heißt: seit 15 Jahren sind Menschen in Not und Leid weniger allein.

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Rockland Radio "Feels like heaven": Weltfrauentag

Pfarrer Sascha Müller, Kaiserslautern, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 8. März 2009:

Sind Sie eine Frau? Tja, dann haben Sie Pech gehabt:
Denn Frauen verdienen immer noch rund 20% weniger als Männer. Das haben neue Studien ergeben. Die Gründe dafür sind unterschiedlich.

Frauen arbeiten zum Beispiel häufiger in sozialen Bereichen und die sind oft schlechter bezahlt als technische Berufe.
Frauen arbeiten auch mehr Teilzeit, weil sie Kinder und Haushalt versorgen. Damit haben sie auch schlechtere Aufstiegchancen im Beruf.

Schon vor mehr als 100 Jahren haben Frauen begonnen, gegen diese Ungerechtigkeit zu kämpfen. Tragisch endete der Kampf für 129 Frauen heute vor genau 101 Jahren.
Am 8. März 1908 verbrannten sie in einer amerikanischen Fabrik, als sie für gerechten Lohn streikten.

Bis heute wird aus Erinnerung an diese Vorkämpferinnen am 8. März der Internationale Frauentag gefeiert. In vielen Kirchengemeinden gibt es Veranstaltungen zum Weltfrauentag: Lesungen, Kabarett oder Konzerte. Sie machen aufmerksam auf die Benachteiligung von Frauen und setzen sich für Geschlechtergerechtigkeit ein.

Und dieser Einsatz lohnt sich. Auch das zeigen aktuelle Studien: denn gerade bei jüngeren Frauen gehen die Einkommensunterschiede zu ihren männlichen Kollegen deutlich zurück.

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RPR1 'Angedacht': Bei Gott gibt´s was für umme!

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Sonntag, 08. März 2009:

Kennen Sie die Redewendung „vom Saulus zum Paulus werden“? Sie drückt aus, dass jemand sich zum Guten verändert hat. Eben so wie der Apostel Paulus. Erst hatte der die Christen verfolgt und dann wurde er selbst einer von ihnen.

Plötzlich war für Paulus nichts mehr so wie vorher. Und er wollte, dass es anderen Menschen genauso geht. Deshalb hat er angefangen, die frohe Botschaft von Jesus Christus in der Welt zu verkündigen. Viele Briefe an die christlichen Gemeinden hat er geschrieben.

Eins meiner Lieblingszitate in der Bibel stammt aus so einem Brief. Paulus schreibt an die Christen in Rom:

Der Gerechte wird aus Glauben leben!

Was so kompliziert klingt, ist eigentlich ganz leicht: Paulus sagt, dass ich nichts dafür tun kann, dass Gott mich liebt. Egal, wie sehr ich mich bemühe. Egal, wie viele gute Dinge ich tue – Gottes Liebe bekomme ich dafür nicht.

Klingt deprimierend, finden Sie? Das wäre es auch – wenn es nicht so wäre, dass Gott mir seine Liebe schenkt. Ich bekomme sie sozusagen umsonst. Ohne, dass ich etwas dafür tun muss. Das ist manchmal sicherlich schwer zu glauben fast nirgendwo gibt es was umsonst?

Aber bei Gott schon. Er schenkt mir seine Liebe. Eine Liebe, die nicht von dieser Welt ist. Aber die in der Welt etwas bewirken kann. Dann nämlich, wenn ich weiß, dass Gott mich beschenkt und ich deshalb anderen Menschen von dieser Liebe abgebe.

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In Kaserne soll Gedenkstätte entstehen. Eines der ersten Konzentrationslager ist 1933 in Neustadt eingerichtet worden - Pfarrer inhaftiert

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 10, zum 08. März 2009.

(Sprecher: Dejan Vilov)

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