RPR1 'Angedacht': Columbine

Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 20. April 2009:

Zwei Jugendliche betreten die Columbine High School in Littleton, Colorado. Im Gepäck: halbautomatische Waffen und abgesägte Schrotflinten und Rohrbomben. Bei dem Amoklauf wurden 13 Menschen getötet und 24 verletzt.

Heute ist diese grausame Tat genau zehn Jahre her. Die Bilder der sterbenden Schüler haben auch uns hier in Deutschland geschockt und betroffen gemacht.

Und doch war es irgendwie weit weg. In Amerika eben, wo Waffen frei zugänglich sind. Dort kann so etwas passieren, ok – aber bei uns?

Zehn Jahre später hat uns die traurige Realität in Deutschland längst eingeholt, und dass nicht nur einmal.
Nicht mehr weit weg, sondern ganz nah: in Erfurt, Emsdetten, Winnenden.

Was kann man tun? Wie kann man so etwas verhindern? Leichte Lösungen gbit es nicht, aber wir müssen die Erinnerung an die Opfer und an die Trauernden wach halten.
Wir müssen immer wieder Veränderungen anmahnen, in der Politik und in der Gesellschaft.

Und wir müssen endlich auch selber anfangen, unseren Kindern vorzuleben, wie man Konflikte gewaltfrei löst. Was es heißt, Verantwortung zu übernehmen. Für sich selbst, aber vor allem für den anderen. Für meinen Nächsten.

Dazu hat Jesus selbst uns aufgefordert, denn er hat gesagt: Du sollst Deinen Nächsten lieben wie Dich selbst.

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Rockland Radio "Feels like heaven": Lebenszeit

Heiner Eberhardt, Obernhof, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 20. April 2009

Kennen Sie den? Ein Handwerksmeister kommt in den Himmel und sagt vorwurfsvoll zu Petrus: “Wieso habt ihr mich denn eigentlich jetzt schon hergeholt, ich bin doch erst fünfzig!”

Darauf Petrus: “Wir haben die Stunden zusammengezählt, die du deinen Kunden abgerechnet hast, und nach dieser Rechnung bist du bereits vierundachtzig …”

Dumm gelaufen. Wie gut, dass keiner von uns weiß, wann seine Lebenszeit abgelaufen ist. Andererseits wollen wir es meistens nicht wahrhaben, dass der Countdown für jeden von uns läuft und dass wir nur eine Zeit lang auf dieser Welt leben.

Auf die Frage: Was würden Sie tun, wenn Sie noch einen Tag zu leben hätten gab es Antworten wie: Ich würde Panik kriegen, ich würde die Zeit anhalten, ich würde Menschen einladen, mit denen ich meinen letzten Tag verbringen möchte, ich würde mein ganzes Geld ausgeben, ich würde Feiern gehen …

Etwas anders äußert sich der gute alte Mose im Alten Testament angesichts der Vergänglichkeit des Lebens. Vertrauensvoll wendet er sich im Gebet an Gott:
Lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, auf dass wir klug werden.

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Rockland Radio "Feels like heaven": Die Glocke

Heiner Eberhardt, Obernhof, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 19. April 2009

In meiner Kirchengemeinde gibt es eine gute Tradition: die Konfirmanden wählen jedes Jahr aus ein Projekt aus, dem die Kollekte aus ihrem Konfirmationsgottesdienst zugute kommen soll.

Dieses Jahr geht die Spende nach Indonesien, dem größten islamischen Land der Erde, in dem Christen in der Minderheit sind. Oftmals werden sie im Alltag benachteiligt, von anderen bedrängt, manchmal sogar bedroht.

Ich bin mit einem einheimischen Pastor aus Indonesien befreundet. Er erzählt mir seit Jahren über Freud und Leid in seiner Gemeinde.

Ein Wachdienst kümmert sich um den Schutz der Kirche und eine hohe mauer umgibt das Gelände der Gemeinde.
Ob ich ihm denn eine Glocke besorgen könne fragt er mich, eine richtige Kirchenglocke, sodass er zu den Gottesdiensten und anderen Gelegenheiten läuten kann.

Was mir zunächst unmöglich schien, hat jetzt doch geklappt und zwar mit Hilfe der Konfirmations-Kollekte. So läutet nun im fernen Indonesien eine kleine Glocke aus einem hohen Kirchturm.

Mein Freund, der Pastor, erwartet gar nicht mal, dass deshalb mehr Leute in seine Kirche kommen. Aber jeder kann jetzt hören dass es Christen in der Stadt ihren Gottesdienst feiern.

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RPR1 'Angedacht': T9

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Sonntag, 19. April 2009:

Computer, MP3-Player, Navi – mein Handy ist ein richtiges kleines Wunderwerk der Technik. Aber ich benutze es trotzdem nur zum Telefonieren. Und natürlich zum sms-Schreiben. Das wird ja auch immer einfacher dank T9.

Dieses Texterkennungsprogramm erleichtert das Tippen von sms-Nachrichten. Meistens jedenfalls. Aber manchmal ist das, was getippt wird, für das Programm mehrdeutig:

Bin heute um Wein bei Eis. Eigentlich soll das heißen: Bin heute um zehn bei Dir.

Oder meine gute Freundin Tina. „Bis nachher, mein Süßer“, wollte sie ihrem Freund schreiben. Ihr Handy machte aus „Süßer“ aber „Stress“. Zum Glück hat Tina das noch rechtzeitig gemerkt, sonst hätte sie sich die nächste sms an ihren Freund vielleicht sparen können.

Tja, Handys können halt bestenfalls nur ahnen, was ich sagen möchte. Anders ist bei Gott. Dem ich zwar keine sms schicken kann, aber trotzdem mit ihm Kontakt aufnehmen. Im Gebet.

Und dabei brauche ich keine Sorgen haben, ob das, was ich Gott mitteilen möchte, vielleicht mehrdeutig ist. Denn ich kann mich darauf verlassen, dass Gott weiß, was mich bewegt und was ich ihm sagen möchte.

Und bevor ich lange nach den richtigen Worten für mein Gebet suche, kann ich einfach das Gebet sprechen, das Jesus selbst seinen Jüngern beigebracht hat: Das Vater unser. Funktioniert immer und überall – und ganz ohne T9.

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Smarties sind in Lauterecken mehr als bunte Schoko-Linsen

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 16, zum 19. April 2009.

(Sprecher: Dejan Vilov)

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Proben fleißig für ihren Auftritt beim Kirchentag: Die Wollläuse aus Iggelheim

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom Ostermontag, 13. April 2009.

(Moderation: Trixi Kuklinski)

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RPR1 'Angedacht': Das neue Wir-Gefühl

Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels like heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 11. April 2009:

Haben Sie es auch schon gespürt oder warten Sie noch drauf? Auf das schöne neue Wir-Gefühl.

Trendforscher haben nämlich jetzt festgestellt, dass es in Deutschland mittlerweile wieder eine verstärkte Sehnsucht nach gemeinsamen Erlebnissen, sogenannten Gruppenevents, gibt.

2006 wurde das ganz deutlich, bei der Fußball-WM: live im Stadion oder beim Public Viewing in Kneipen oder auf Plätzen. Als einer unter vielen – das war in.

Oder die Sache mit dem Jakobsweg: Spätestens seit Hape Kerkelings Buch „Ich bin dann mal weg“ ist das Pilgern für viele andere ebenfalls eine Möglichkeit geworden, etwas für den inneren Frieden zu tun. Gemeinsam unterwegs im Wir-Gefühl wandert man auf dem Jakobs-Weg gen Santiago de Compostela. Letztes Jahr waren mehr als 15 000 deutsche Pilger dorthin unterwegs, doppelt so viele wie 2006.

Und es gibt noch mehr, wo Event draufsteht und Wir-Gefühl drin ist: Kochkurse, Fackelwanderungen, Junggesellinnenabende…

Sie meinen, für Sie dürfte es gerne etwas entspannter sein, aber sie wollen trotzdem nicht auf das Wir-Gefühl verzichten?

Nun da wüßte ich was: morgen früh, cirka 10 Uhr, in Ihrer Kirche – Gottesdienst: gemeinsam feiern, gemeinsam singen, gemeinsam beten! Und das Beste ist: den gibt’s dort garantiert jeden Sonntag!

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