RPR1 "Angedacht": Was ist gut für uns?
Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Montag, 24. August 2009:
„Messer, Gabel, Schere, Licht/sind für kleine Kinder nicht“, den Spruch kenne ich aus meinen Kindertagen: meine Mutter wollte mich einfach nicht mit Streichhölzern spielen lassen. Und auch bei der Schere war sie unnachgiebig – zum Glück, denke ich heute!
Was ist gut für uns? Was dürfen wir?
Das ist nicht nur eine Frage für Kinder, sondern auch für Erwachsene. Ich denke an die gentechnisch veränderten Lebensmittel oder an den sogenannten Analogkäse. Der sieht zwar aus wie Käse und schmeckt auch so ähnlich. Ist aber keiner. Ist das noch gut für uns?
„Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist“. Dieser Satz steht in der Bibel. Und „gut“ bedeutet: Was dem Leben dient. Zum Beispiel, meiner Umwelt keinen Schaden zuzufügen, indem ich meinen Müll einfach so in die Gegend werfe. Oder darauf zu schauen, wo das Gemüse und Obst und Fleisch herkommt, das ich esse.
Oft sind wir Erwachsenen wie Kinder, die den Griff nach der Schere nicht lassen können. Obwohl wir noch nicht abschätzen können, wohin das führt.
„Messer, Gabel, Schere, Licht…“vielleicht müsste jemand zu uns sagen: „Warte noch ab, ehe du Hand anlegst an das Geheimnis des Lebens. Forsche erst noch weiter, sammle Wissen. Vielleicht weißt du später mehr und kannst dann verantwortlicher mit den Dingen umgehen – jetzt noch nicht!
Und vor allem gilt für mich als Christ: alles Forschen muss dem Leben dienen.
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RPR1 "Angedacht": Werderfan1977
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 23. August 2009:
Können Sie mir sagen, wie viele Namen sie haben? Ich jedenfalls habe ganz schön viele. Klar, in meinem Ausweis steht nur ein Name: Dejan. Aber im Internet habe ich noch zig andere.
Auf der einen homepage ist mein Benutzername zum Bespiel Werderfan1977 und auf einer anderen bin ich als Hobbykoch27 registriert.
Ich muss ehrlich zugeben: So langsam verliere ich dabei den Überblick. Immer öfter muss ich überlegen, welches denn nun mein Name ist auf dieser oder jener homepage.
Aber zum Glück gibt es ja auch Lichtblicke in diesem Namen-Dschungel. Zum Beispiel wenn meine Frau mal durchs Haus ruft: Kannst Du bitte mal kommen, Dejan? Klar, im ersten Moment bin ich dann genervt und rufe zurück: Oh, was ist denn jetzt schon wieder?
Aber schon im zweiten Moment denke ich: Es ist doch schön, wenn Dich mal wieder jemand bei deinem richtigen Namen ruft. So wie Gott es bei meiner Taufe auch getan hat. Mein Taufspruch aus dem Buch des Propheten Jesaja erinnert mich bis heute daran:
Fürchte Dich nicht, denn ich habe dich erlöst. Ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.
So hat es Gott mir damals versprochen. Bei ihm ich eben nicht nur entweder Werderfan1977 oder Hobbykoch27. Bei Gott bin ich einfach ich. So wie ich bin. Als Fußballfan, als Hobbykoch, aber vor allen Dingen einfach als Mensch mit meinem Namen: Dejan.
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Sensoren melden jede Bewegung. Technische Hilfsmittel für Seniorenwohnungen.
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 34, zum 23. August 2009.
(Sprecher: Dejan Vilov)
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Urlaub unter der Kirche. Die Kirchengemeinde Brücken betreibt eine eigene Ferienwohnung.
Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 16. August 2009.
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RPR1 "Angedacht": Beichte online
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 15. August 2009:
Immer wenn mich Leute auf der Straße nach dem Weg fragen, schicke ich sie absichtlich in die falsche Richtung.
Das ist eine von unzähligen Beichten, die man im Internet lesen kann. Auf Seiten, die online-Beichten anbieten. Das funktioniert kinderleicht:
Zuerst einfach das, was man getan hat, in ein Textfeld eintragen. Unten auf der Seite blinkt dann ein roter Button mit der Aufschrift:
„Herr ich habe gesündigt! Bitte vergib mir!“
Jetzt nur noch ein Mausklick auf diesen Button und schwupp! Schon scheint die Beichte fertig zu sein.
Aber so einfach geht es nicht. Zum Beichten gehört zwar nicht unbedingt ein Beichtstuhl, aber auf jeden Fall viel mehr als ein Mausklick im Internet.
Wenn ich wirklich beichten möchte, dann muss ich zunächst mal einsehen, dass ich was falsch gemacht habe. Und das muss mir wirklich leid tun, ich muss es aus ganzem Herzen bereuen. Dann wird Gott mir vergeben.
Und weil ich das weiß, deshalb soll ich selbst dann auch nachsichtiger mit anderen Menschen umgehen. Nicht jeden Fehler kleinlich aufrechnen und auch mal fünfe gerade sein lassen. Denn zur Beichte gehört auch, dass ich die Kraft finde, mein eigenes Verhalten zu ändern.
So zu beichten ist zwar viel schwerer als eine Beichte per Mausklick, aber es lohnt sich. Probieren Sie es dochmal aus!
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RPR1 "Angedacht": Gott ist spürbar
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 14. August 2009:
Gott gibt es nicht – da bin ich mir sicher. Denn ich war im Weltraum und habe ich nicht gesehen.
Diese Worte soll angeblich der erste sowjetische Raumfahrer gesagt haben, als er nach seinem Trip ins All wieder auf der Erde gelandet war. Der Name des Raumfahrers: Juri Gargarin.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass er mit seinen Worten recht hatte. Ganz bestimmt hat er Gott im Weltall nicht gesehen. Falsch ist nur die Schlussfolgerung gewesen, die er aus seiner Beobachtung gezogen hat.
Wenn tatsächlich nur das existieren würde, was wir Menschen sehen können- dann wären wir ziemlich arm dran. Dann gäbe es keine Luft, keine Zeit und
dann würden sie mich jetzt nicht im Radio hören. Denn es sind Funkwellen, die meine Stimme zu Ihnen nach Hause bringen und diese Funkwellen, die kann man auch nicht sehen.
Sicher, jetzt könnte man sagen: Luft, Zeit und Funkwellen sind zwar unsichtbar, aber dennoch messbar. Aber Gott ist ja nicht mal das.
Stimmt, aber dafür kann ich Gott tief im Innern spüren. Dort kann ich seine Nähe fühlen. Und zwar auf ganz verschiedene Weise: in der Liebe, die ein anderer mir schenkt, bei einem heftigen Gewitter oder auch in einem ganz leichten, kaum wahrnehmbaren Windhauch – überall kann ich dann in mir spüren: Gott ist bei mir. Er ist mir nah.
Ich muss nur offen sein für diese verschiedenen Erlebnisse. Dann werden aus scheinbar unwichtigen Erfahrungen, plötzlich Erfahrungen mit Gott.
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RPR1 "Angedacht": Gottes Gedächtnis
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 13. August 2009:
Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen ist: Photos angucken. Ich nehme ein Album aus dem Bücherregal, lümmele mich bequem aufs Sofa und beginne, mir die Bilder anzugucken. Das ist jedes Mal wie eine Reise in die Vergangenheit. Der Urlaub im letzten Sommer, die Hochzeit vor 4 oder meine Taufe vor 30 Jahren.
Je älter die Photos sind, desto häufiger muss ich beim Angucken feststellen, dass manche Person auf den Bildern mittlerweile gestorben ist. Meine Uromas zum Beispiel – sie habe ich sogar noch persönlich gekannt, aber meine Uropas kenne ich nur aus Erzählungen und eben von Photos.
Aber die Erzählungen werden mit der Zeit immer weniger und die Photos bleichen immer mehr aus. Schon in ein paar Generationen wird sich wohl niemand mehr an meine Urgroßeltern erinnern. Und mit mir wird ein bisschen dasgleiche passieren.
Irgendwie eine schockierende Vorstellung. Aber mich tröstet ein Satz aus der Bibel. Im Buch Jesaja verspricht Gott dem Menschen: „Ich will dich nicht vergessen! Siehe, ich habe Dich in meine Hände gezeichnet.“
Aus der menschlichen Erinnerung wird wahrscheinlich jeder von uns irgendwann verschwunden sein, da führt kein Weg dran vorbei. Aber in Gottes Gedächtnis ist Platz für jeden Menschen. Er wird sich immer an uns erinnern, so wie er es uns versprochen hat.
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