Rockland Radio 'Feels like heaven': Gelassenheit und Mut und Weisheit
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 24. September 2009:
Es ist eines der bekanntesten Gebete und vielen spricht es aus der Seele. An vielen Wänden und in vielen Fluren habe ich es schon gesehen, auf Konfirmationsurkunden und sogar in manchen Wartezimmern.
Es steht nicht in der Bibel, aber viele Menschen nicken innerlich und äußerlich, wenn sie die Worte hören oder lesen.
Gib mir, Gott, die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.
Gelassenheit, Mut und Weisheit, das sind sicher Fähigkeiten, die wir immer neu lernen müssen und die uns mal besser, mal schlechter anwenden. Von allen dreien kann man nie genug haben.
Mehr Gelassenheit, denn die macht das Leben leichter und die Freude wird größer. Nur mit mehr Mut lassen sich Dinge wirklich ändern und Entscheidendes auf den Weg bringen. Und mehr Weisheit ist da gefragt, wo es sich wirklich lohnt zu kämpfen oder vielleicht auch mal klein bei zu geben.
Vielleicht ist so ein kurzes Gebet gar kein schlechter Ratgeber für unser Leben. Und vielleicht hilft es uns im richtigen Moment Gelassenheit, Mut und Weisheit zu bekommen. Probieren sie es doch auch einmal aus!
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RPR1 "Angedacht": Schwarze Tage
Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 24. September 2009:
Es war genau heute vor 140 Jahren: Die USA geraten in eine Finanzkrise, verursacht durch Spekulationen mit Gold. Der Tag ist als erster „schwarzer Freitag“ in die Geschichte eingegangen.
Der Brauch kommt ursprünglich aus England. Dort hat man wirtschaftlich bedeutsame Unglückstage schon länger als „schwarze Tage“ bezeichnet. Das Weltwirtschaftssystem hat schon einige solcher Unglückstage erlebt und überlebt.
Der Freitag steht in der Rangliste der Unglückstage ganz weit oben. Jesus ist an einem Freitag gekreuzigt worden. Für die Kirche hat dieser Tag eine besondere Bedeutung – nach Karfreitag kommt Ostern, nach der Trauer die Freude. Alles andere ist Aberglaube.
Dass sich an bestimmten Wochentagen Unfälle häufen, hat andere Gründe. Freitags ist einfach mehr los auf den Straßen, viele wollen schnell ins Wochenende.
Aber auch der Donnerstag hat ein hohes Unfallpotential. Für andere ist Montag ein Pechtag – klar: als erster Arbeits- und Schultag nach dem Wochenende.
Ich sehe die Sache nüchtern und sage mir, dass bei einer begrenzten Zahl von Wochentagen gewisse Häufungen unvermeidlich sind.
Und im Übrigen halte ich mich an meinen Glauben, dass jeder neue Tag die Kraft für etwas Gutes und Heilvolles in sich trägt.
Das wünsche ich Ihnen für heute, für morgen, für die Zukunft.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Pass auf, sonst hol ich meinen großen Bruder!
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 23. September 2009:
Als Kind habe ich gerne bei uns im Park gespielt. Das was toll! Und wenn es mal Zoff gab, dann war es für mich einfach, mir Respekt zu verschaffen. Hat mich jemand geärgert, dann habe ich gesagt: Ich hol meinen großen Bruder. Und mein Bruder war wirklich groß und stark.
Ob im Park oder auf dem Schulhof: Die Drohung mit dem großen Bruder hört man oft. Denn gerne greifen Menschen auf die Kraft und Stärke anderer zurück, die zu ihnen gehören.
Kann man Gott auch so einspannen? Als großen Bruder sozusagen? So ganz wohl nicht, denn es wäre doch komisch, wenn Gott sich für uns sogar prügeln würde. Aber dass Gott uns beisteht und den Rücken stärken will, das gilt auf jeden Fall. Und ich glaube das gilt besonders dann, wenn wir Kraft brauchen um neue Wege zu suchen.
Der Apostel Paulus hat in seinem Brief an die Christen der Stadt Philippi geschrieben: Ich vermag alles durch den, der mich mächtig macht.
Genial, wenn man so eine Kraftquelle auf seiner Seite weiß. Dabei war Paulus kein Großmaul und Angeber, er hat wirklich mit Gottes Hilfe fast unglaubliches geleistet eben neue Wege gesucht und gefunden. Eben doch gut, wenn man einen großen Bruder oder eben Gott an seiner Seite hat.
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RPR1 "Angedacht": 461.782.349
Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 23. September 2009:
461.782.349 – so viele Worte spricht jeder von uns im Leben. Ok, die einen ein paar mehr, die anderen ein paar weniger, aber im Schnitt macht das 461.782.349 Worte.
Erzählen, diskutieren, streiten, scherzen, lästern, fluchen und beten. Manchmal reden wir ohne nachzudenken, manchmal ringen wir um jedes Wort. Manchmal genügt ein einziges, um Heil oder Unheil anzurichten.
Gelegentlich machen Worte sogar Geschichte, aber die stammen meistens von anderen. Dabei kommt es nicht unbedingt darauf an, ob diese Worte besonders gut sind. Wichtiger ist: wer sie sagt und in welchem Moment.
461.782.349 Worte – die meisten davon sind flüchtig, werden vergessen. Die wirklich bedeutsamen machen einen Bruchteil davon aus. Wichtige Entscheidungen, gute oder schlechte Nachrichten sind meistens schnell gesagt. Zum Beispiel: „Mama, ich hab’ eine Fünf in Mathe“ oder „Ich liebe Dich“.
Manche Worte prägen sich besonders gut ein. Oft ist es eine besondere Atmosphäre, die de Worten ein besonderes Gewicht verleiht: die Weihnachtsgeschichte in der Kirche am Heiligen Abend gehört für mich dazu.
Gemessen an unserer durchschnittlichen Lebenszeit produzieren wir täglich rund 16.000 Wörter. Die meisten nach dem Grundsatz, dass viel geredet wird, wenn der Tag lang ist.
Und weil das so ist, wünsche ich Ihnen, dass heute wenigstens eins dabei ist, dass Ihnen gut tut.
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"Mission mobil" - Pfälzer Projekt auf EKD-Zukunftstagung in Kassel.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 20. September 2009.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Herbstanfang
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 22. September 2009:
Hätten Sie´s gewusst? Heute Nacht um 23.18 Uhr ist es so weit. Wir durchleben dann das Äquinoktium. Was so komisch klingt ist einfach die Tagundnachtgleiche – und das kennen wir alle: heute beginnt zumindest kalendarisch der Herbst.
Die Nächte werden länger, die Tage kürzer, die Farben intensiver. Die Früchte werden eingefahren und der Vorrat für den Winter angelegt.
Ich mag den Herbst – und sie? Welche Jahreszeit liegt ihnen denn am nächsten? Ist es der Winter mit seiner Kälte? Oder der Frühling mit Vogelgezwitscher? Der Sommer mit Hitze und Erholung? Oder eben doch der Herbst?
Wie gut, dass wir uns nicht wirklich entscheiden müssen, sondern einfach mit leben dürfen. Wie gut, dass Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht nicht aufhören. In diesem Kreislauf können wir vieles von unserem Leben entdecken.
Manches was aufbricht und machtvoll anfängt, anderes, das wächst, gedeiht und uns erfreut, Zeiten der Ernte, der Freude und der Farbe, aber eben auch die dunklen Tage an denen die Nacht den Tag zu verschlingen scheint.
In allem Wandel ist Gott mittendrin und an unserer Seite. Vielleicht denken sie ja daran, wenn sie heute Nacht um 23.18 Uhr noch wach sind und den Herbstanfang hautnah miterleben.
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RPR1 "Angedacht": Woran hängt Ihr Herz?
Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 22. September 2009:
Auf der Autobahnraststätte hatte er neben uns geparkt. Ein Mann mit seinem Ford Capri Baujahr 1972. Mit seinem kultigen Design ein absoluter Hingucker.
„Boah, echt geil die Karre!“ hat ein Mann spontan gesagt. Sofort haben wildfremde Menschen gefachsimpelt und Erinnerungen ausgetauscht: „Ja, so einen hatte ich auch mal!“
Original war der Wagen nicht mehr, aber aus Originalteilen restauriert – das hat der Besitzer gesagt. Allein der Kotflügel hat 900 Euro gekostet.
Andere wären froh, wenn sie monatlich soviel zum Leben hätten. Man sollte meinen, dass die Leute in Krisenzeiten vernünftig bleiben und ihr Geld zusammenhalten.
Aber was ist schon Vernunft gegen die Magie, die in einem alten Auto steckt! Andere geben ihr Geld für Urlaub oder Kino aus. Wer will da über Sinn und Unsinn richten?
Ich konnte den Autofreak gut verstehen. Und habe mich an einen Satz von Martin Luther erinnert: „Woran du dein Herz hängst, das ist eigentlich dein Gott“.
Die Frage ist nicht, ob ich mein Herz an etwas hänge, sondern woran. Ich kann mein Herz an vieles hängen: an Menschen, an Dinge, an höhere Wesen. Eigentlich an fast alles. Entscheidend ist, wie frei ich dabei bleibe. (Ich fände es gut, wenn hier noch konkreter erwähnt würde, frei wozu ich bleiben soll)
Dann bleibt ein altes Auto, was es ist: kein Gott, sondern ein altes Auto. Und wunderschön anzusehen!
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