RPR1 "Angedacht": Eine Welt ohne Menschen?!

Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 23. März 2010:

Was wäre, wenn es plötzlich keine Menschen mehr gäbe? Wenn die gesamte Weltbevölkerung auf einmal vom Erdboden verschwunden wäre?

Eine britische Filmproduktion geht genau dieser Frage nach. „Population Zero“ zeigt, was ohne uns auf der Welt wahrscheinlich passieren wird: Die Monumente unserer Zivilisation rosten und bröckeln. Kein Mensch kann ihren Verfall aufhalten.

Kraftwerke explodieren, Leitungen bersten, Brücken stürzen ein. Die Natur erobert sich ihren Lebensraum zurück, Betonwüsten werden langsam grün.

Und es wird still, unglaublich still. Mit den Menschen verschwindet auch der Lärm. Und irgendwann erinnert nichts mehr daran, dass es uns einmal gegeben hat. Mit dem Menschen endet auch die Erinnerung.

Und Gott? Wäre Gott auch verschwunden, wenn es keinen Menschen mehr gibt, der an ihn glaubt? Das könnte passieren. Die Antwort hängt davon ab, wer Gott für uns ist.

Wäre er nur ein Gedanke in unseren Köpfen, dann würde er mit uns aufhören zu existieren. Als Schöpfer der Welt und des Lebens aber ist er unabhängig von mir und meinen Gedanken da.

Wäre eine Welt ohne uns Menschen auch eine Welt ohne Gott? Eins ist klar: Der Welt ist es egal, ob es uns gibt. Sie besteht auch ohne uns weiter. Gott aber ist es nicht egal. Er will, dass wir leben.

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Rockland Radio "Feels like heaven": Another brick in the wall.

Pfarrer Dr. Jörg Weber, Trier, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 11. März 2010.

„Wir brauchen keine Erziehung.“ Heute vor genau 30 Jahren hat Another brick in the wall von Pink Floyd die Spitze der amerikanischen Charts erobert.

Ich habe den Song zum ersten Mal in der Schule auf einer Party gehört und war wie elektrisiert. Die Schule ging mir damals nämlich gehörig auf die Nerven. Und Lernen war für mich oft ein notwendiges Übel.

Tja, wie die Zeit vergeht: Heute gehöre ich dem Vorstand einer evangelischen Schule an. Diese Schule erzieht. Jugendliche lernen zum Beispiel, wie sie damit umgehen können, wenn sie einen Konflikt mit anderen haben.

Natürlich könnte man da einfach draufhauen oder die anderen ignorieren. Aber es ist besser, miteinander zu reden. Denn nur so können Lösungen entstehen, mit denen alle leben können.

We dont´ need no education? – das würde ich heute so nicht mehr sagen, denn ich habe dazugelernt. Weil ich längst begriffen habe, dass lebenslanges Lernen auch Spaß machen kann. Deshalb macht Kirche Schule. Und engagiert sich für Bildung.

Die Musik finde ich trotzdem noch klasse. Heute, wie vor 30 Jahren.

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RPR1 "Angedacht": Frühlingserwachen.

Pfarrer Dr. Joerg Weber, Trier, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 27. März 2010.

Seit dieser Woche ist Frühling. Das sagt mir der Kalender und er hat recht: das kann ich selbst spüren: Denn egal, wie das Wetter heute auch ausfällt: Zum ersten Mal in diesem Jahr kann ich die Natur wieder riechen.

Es hängt noch ein letzter Rest des alten, modrigen Wintergeruchs in der Luft. Er passt zur Passionszeit, den 40 Tagen, in der Christen sich an das Leiden Jesu erinnern. Langsam geht die Passionszeit ihrem Höhepunkt entgegen – und damit auch ihrem Ende. Karfreitag. Jesus stirbt am Kreuz. Ende, Aus, Vorbei. Zu seinem Leiden und seinem Tod passt der muffige Geruch der Erde.

Aber darunter mischt sich schon der Duft von Blumen, die zaghaft aus der Erde kommen. Die Natur verändert sich grundlegend. Sie wechselt von Kälte und Tod auf Wärme und Leben.

Mir geht es genauso. Ich spüre neue Kräfte. Es drängt mich nach draußen, auf mein Mountainbike, raus in die Wälder. Um diesen Geruch nach Blumen und Frühling richtig tief einzuatmen.

Für mich ist es der Duft von Ostern. Da bricht nicht nur die Natur aus sich heraus. Der Geruch des Todes ist dann definitiv zu Ende. Es gibt neues Leben. Zeit zum Auf-er-stehen.

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RPR1 "Angedacht": Ein Mini-Paradies.

Pfarrer Dirk Alpermann, Guntersblum, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Sonntag, 21. März 2010:

Ich werd’ regelmäßig schwach. Ich hab’ ein Faible für elektrische Gitarren und besitze mehr davon als ich eigentlich brauche.

In meiner Band kann ich immer nur auf einer spielen, und bei Auftritten brauche ich zwei: eine zum Spielen und eine als Ersatz. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass ich „nur noch diese eine haben muss“ – und wieder mal mein Sammeltrieb triumphiert.

Die einen sammeln Musikinstrumente, die anderen sammeln Briefmarken, Stofftiere, Fußballbilder oder alte Autos. Sammeln kann man alles, egal ob es gewöhnlich ist oder exklusiv. Das Schöne daran: Das Talent dazu haben wir alle, denn Sammeln ist zutiefst menschlich.

Der Sammeltrieb hat uns einst das Überleben gesichert. Die Menschen wären längst ausgestorben, wenn sie nicht Nahrung und Brennholz gesammelt und Vorräte angelegt hätten.

Das machen wir ja heute noch: Wir bunkern im Sommer Heizöl und Kaminholz für den Winter, haben im Vorratsschrank Nudeln, Mehl und Zucker auf Reserve. Zu Sammlern aber macht uns aber erst die Leidenschaft für Gegenstände, die wir nicht zum Überleben brauchen.

Warum wir das tun? Ich glaube, im Sammeln steckt das Bedürfnis nach Ordnung. Die Reich des Sammlers ist eine geordnete Welt. Ein Paradies, aus dem ihn niemand vertreibt.

Verbotene Früchte gibt es daran nicht. Dafür aber eine Unzahl von Versuchungen, denen man ohne Reue nachgeben kann. Und jedes neue Stück weckt die Neugier auf das nächste.

Der Mensch lebt nicht im Paradies. Man kann ihm aber nicht verdenken, dass er sich gelegentlich so fühlen will.

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Meist gibt es Rotkohl und Rote Bete. Flüchtlinge in Deutschland müssen mit weniger als Hartz IV auskommen.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 12, zum 21. März 2010.

(Sprecher: Dejan Vilov)

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Das Spiegelkreuz.

Pfarrer Olliver Zobel, Bingen, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Freitag, 19. März 2010.

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Zauberhaft! Das CJD Homburg bildet im Cafe Zauberlehrling junge Menschen aus.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” vom 14.03. auf RPR1.

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