RPR1 "Angedacht": Musterknabe oder Lausbub?
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 28. Juli 2010:
Bei Freunden von mir hat sich Nachwuchs eingestellt. Und zur Geburt des Kleinen hab ich die perfekte Glückwunschkarte gefunden: Ein Baby in Lederjacke und darüber der Satz: Musterknabe oder Lausbub? Hauptsache gesund.
Was wird aus meinem Kind? fragen viele Eltern. Gerade heute wo die optimale Entwicklung so wichtig ist, um später im Wettkampf der Welt die richtigen Fähigkeiten vorweisen zu können.
Im Buchhandel gibt ein ganze Regale voller Elternbücher, die alle kluge Ratschläge dazu parat halten. Z.B. „Gehirnjogging für Neugeborene“ oder „Ein ausgeglichenes Baby mit Lavendelöl“ und wenn alles nicht hilft: „Warum Kinder zu Tyrannen werden“ , das ist ein absoluter Verkaufsschlager für besorgte Eltern!
Musterknabe oder Lausbub? „Ich danke dir, dass ich wunderbar gemacht bin.” So heißt es in einem Psalm der Bibel. Vielleicht sollte ein Kind vor allem das lernen.
Das Staunen darüber, was in ihm steckt, welche ganz eigene Gaben und Fähigkeiten und Talente Gott ihm geschenkt hat, ganz egal was die Welt erwartet. Weil jedes Kind und jeder Mensch ganz einzigartig ist!
Musterknabe oder Lausbub? Für Gott ist die Antwort schon klar! Ein geliebtes Kind – einfach wunderbar.
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Paradiese in Rheinland-Pfalz. Der Bibelgarten in Billigheim.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 25.07.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Peinlicher Schwimmbadbesuch.
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 27. Juli 2010.
Im Sommer gehe ich gerne ins Schwimmbad. Also, zumindest früher habe ich das gerne gemacht. Inzwischen bin ich leider mehr in die Breite als in die Höhe gewachsen und, ganz ehrlich, da ist es mir schon etwas unangenehm, mich da so zu zeigen.
Das ist zwar ein banales Beispiel, doch solche peinlichen Momente gibt es doch immer wieder, oder? So Augenblicke, in denen man nicht gesehen werden will und sich am liebsten verstecken würde.
Das ist dann so eine seltsame Mischung aus Scham und Angst. Der Angst davor, nicht so angenommen zu werden, wie man nun mal ist. Mit allen den kleinen und großen Fehlern, aber eben auch mit all dem, was man kann.
Mir hilft es in solchen Augenblicken, mich an meine Taufe zu erinnern. An das Versprechen, dass Jesus Christus mir da gegeben hat, in dem er sagt: Mann, du bist genau richtig so! Mit all den Macken, die du so mit dir schleppst und all den Talenten, die du in dir trägst. Ich finde dich spitze.
Wenn ich mich daran erinnere, besonders im Schwimmbad, springe ich mit Freude ins Becken, lasse das Wasser über mir zusammenfließen und denke mir: Danke.
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RPR1 "Angedacht": Bitte recht freundlich!
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 27. Juli 2010:
Es ist doch eine Frechheit! mit 8 km/h zu schnell haben sie mich geblitzt! 15 EURO Bußgeld und dann noch dieser freche Spruch auf dem Bescheid: „Mit freundlichen Grüßen, Meyer!“
Den Spott gibt es wohl gratis dazu! So ein Ordnungsgeld tut weh, das ist ganz und gar nicht freundlich!
Aber wieso eigentlich aufregen! Ich muss ja zugeben: Tempolimits gibt’s nicht umsonst. Wenn jeder fahren würde, wie er will…nicht auszudenken.
Ich habe einen Fehler gemacht und wurde erwischt! Deshalb muss ich jetzt zahlen, aber das ist letztlich nicht schlimm, sondern zutiefst menschlich. Uns allen passieren manchmal Fehler in der Hektik des Lebens, nicht nur im Straßenverkehr. Entscheidend ist nur, ob wir aus ihnen lernen und uns in Zukunft anders verhalten.
Umkehr nennt das die Bibel. Weg vom schlechten und hin zu dem was uns allen gut tut! Und weil wir unsere Fehler selbst oft gar nicht immer merken und uns leicht mal verrennen, brauchen wir ab und zu einen freundlichen aber bestimmten Schubs in die richtige Richtung.
Erforsche mich, Gott, ... sieh, ob ich auf bösem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege. So bittet ein Mensch in der Bibel. Und ich sage: liebe Polizei, Danke, für den freundlichen Hinweis!
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Motzen und Meckern!
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 26. Juli 2010.
Wenn ich ehrlich bin, geht mir heute alles gegen den Strich. Schon der Kaffee heute morgen hat mir nicht geschmeckt. War viel zu schwach. Dann war der Verkehr auf dem Weg zum Bahnhof auch noch ne Katastrophe und – na klar – der Parkplatz ist wieder mal überfüllt.
Also musste ich ein gutes Stück laufen. Hat mir zwar nicht geschadet, aber trotzdem genervt. Dass die Bahn dann schließlich zu spät gekommen ist, damit hatte ich ja schon gerechnet, aber das sie so voll sein würde? Ich hab zwar noch einen Sitzplatz gefunden, aber da musste ich feststellen, dass mein Nachbar sein Deo vergessen hatte. Was für ein Tag.
Ich könnte echt die ganze Zeit nörgeln und maulen, denn es klappt ja nichts heute. Nicht mal mich selbst kann ich heute leiden, so motzig wie ich drauf bin. Aber da hilft kein Bemühen um Freundlichkeit und Feierlaune, heute sind wohl einfach Motzen und Maulen dran.
Gut zu wissen, dass es da einen gibt, der mich sogar jetzt noch leiden kann. So sagt er es zumindest: „Ich will dich nicht verlassen, noch von dir weichen“ spricht Gott. Und ich ergänze mal: „Ganz egal, wie du drauf bist, ich mag dich, versprochen.“ Na, das ist doch was, an so einem echten Motz- und Maultag.
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RPR1 "Angedacht": Der Rasenmäher.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 26. Juli 2010:
Endlich Urlaub! Kein Telefon, das dauernd klingelt und niemand der mir ständig neue Arbeit auf den Tisch knallt… Heute lieg ich auf der Terrasse im Liegestuhl, dazu ein Eistee und ein Krimi… einfach mal nichts tun…
Ihr Gras ist ganz schön hoch! – Stellt da meinen Nachbar mit dem geschulten Blick des ordentlichen Gärtners fest. Stimmt schon, bald kitzelt es am Bauchnabel, wenn ich durchgehe. Fast ein kleiner Urwald meine Wiese. Was werden da die Leute über mich denken, wenn die vorbeigehen und das sehen?
Ach was! „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!“ So steht es in der Bibel. Glaube hat also was mit Freiheit zu tun.
Eben auch der Freiheit von dem, was andere sagen und erwarten. Freiheit von dem, was alle tun und manche Menschen so meinen. Und so frei will ich leben! Wenigstens ab und zu.
Deshalb bleibt der Rasenmäher diese Woche einfach aus! Und ich lege mit mitten rein in meinen kleinen Urwald! Und alle, die das sehen, sollen sich ruhig wundern und die Köpfe schütteln! Und staunen, wie frei man als ordentlicher Christ leben darf…
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RPR1 "Angedacht": Der Brei des Lebens.
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Sonntag, 25. Juli 2010:
Man nehme eine Handvoll Erde, ein bisschen Spucke und verrühre das zu einem schönen klebrigen Brei! – Klingt ziemlich eklig, finden Sie? Ja, ich auch! Ist aber sozusagen ein himmlisches Rezept. Aus dem Johannesevangelium.
Als Jesus an einem Blinden vorübergeht, macht er einen Brei aus den beschriebenen Zutaten, streicht ihn dem Blinden auf die Augen und schickt ihn dann zu einem Teich. Dort soll der Blinde sich waschen. Das tut er und kann auf einmal wieder sehen.
Es ist ein Wunder! Aber: mal ehrlich, wäre das nicht auch anders gegangen? Musste es unbedingt der Spucke-Erde-Brei sein? Hätte Jesus nicht auch einfach mit den Fingern schnipsen oder dem Blinden die Hand auflegen können?
Vielleicht schon! Ich glaube, diese Frage hat sich für Jesus nicht gestellt. Er hat gewusst, dass er dem Blinden mit dem seltsamen Brei heilen kann. Also, hat er es gemacht! Fertig!
D.h. nicht ganz, denn im Johannesevangelium steht, dass der Blinde erst sehen konnte, nachdem er sich im Teich gewaschen hatte. So wie Jesus es ihm gesagt hat und der Blinde hat offenbar an Jesus geglaubt. Denn sonst wäre er nicht an den Teich gegangen, sondern hätte sich den Brei an Ort und Stelle aus dem Gesicht gewischt.
Erst der Glaube des Blinden hat das Spucke-Erde-Gemisch zu einem Wunderbrei gemacht. Heißt also: Ohne Glaube, kein Wunder. Egal ob per Fingerschnipp oder mithilfe eines Breis aus Spucke und Erde.
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