RPR1 "Angedacht": Ja? Nein? Vielleicht?
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 09. April 2010:
Willst du mit mir gehen? Ja, Nein, Vielleicht – dann noch drei Kästchen zum Ankreuzen – so stand es in dem ersten Liebesbrief, den ich bekommen habe. Geschrieben auf der abgerissenen Ecke eines Schulheftes.
Ich war ganz schön aufgeregt. Wenn ich ja, ankreuze. Dann hab eine Freundin, bin ich nicht mehr allein. Aber was, wenn wir uns auf Dauer nicht verstehen? Oder jemand kommt, der ihr besser gefällt?
Also besser Nein? Dann werde ich am Ende nicht enttäuscht. Ich gehe auf Nummer sicher, aber auch weiter allein durchs Leben. Und wer weiß, vielleicht ist sie ja wirklich die richtige und ich nur feige?
Wenn nicht Ja und nicht Nein – sollte ich dann am besten vielleicht ankreuzen? Dann kann ich doch mal sehen, was draus wird? Und niemand legt sich fest, alles bleibt offen… Aber sicher ist das auch nicht.
Es ist wirklich ein Kreuz mit dem Kreuzchen. Das Leben verlangt Ständig, dass ich mich entscheide. Und nie weiß ich, was am Ende dabei rauskommt. Letztlich bleibt mein gesamter Lebensweg ein Wagnis! Ich brauche Vertrauen.
Willst du mit mir gehen – Ja, Nein, Vielleicht. Zumindest einer hat mir sein Vertrauen schon zugesagt. Fürchte dich nicht, ich bin bei dir, schreibt Gott in seinem Liebesbrief an uns, in der Bibel. Er hat sein Kreuzchen schon gemacht und sagt: Ich will mit Dir gehen.
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RPR1 "Angedacht": Der wichtigste Satz.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 08. April 2010:
Ich glaube an Gott, den Vater, den allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erden, und an Jesus Christus seinen eingeborenen Sohn unsern Herrn….
Das Glaubensbekenntnis haben die Konfirmanden auswendig gelernt. Was ist für Euch der wichtigste Satz? Hab ich die Konfirmanden gefragt. Und alle Sechzehn waren einig: Die Vergebung der Sünden. dass alle Fehler wieder gut gemacht werden können!
Ich war beeindruckt und hab gedacht: die Konfirmanden haben verstanden worum es im Glauben geht! Wir machen alle Fehler. Wir geben uns Mühe, und machen trotzdem so manches falsch. Wir sind eben Menschen, niemand von uns ist perfekt.
Aber dass muss auch niemand sein! Dafür ließ er sich sogar am Kreuz töten und hat sich an Ostern wieder auf den Weg zu uns gemacht. Egal, was für Fehler wir machen – Gott liebt uns trotz allem. Kein Fehler kann so groß sein, dass Gott ihn nicht vergibt.
„Ich glaube, dass alle Fehler wieder gutgemacht werden können. Wenn wir das nicht schaffen, dann schafft es Gott!“ So haben es die Konfirmanden formuliert. Ein schöneres Glaubensbekenntnis kann ich mir nicht vorstellen.
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RPR1 "Angedacht": Raus aus den Federn!
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 07. April 2010:
Aufstehen! Aufstehen! Die Nacht ist vorbei. Raus aus den Federn und hinein in den Tag!
Aufstehen? Warum denn? Draußen wartet doch immer nur dasselbe: Duschen, Anziehen, Arbeit, Essen, Schlafen. Ärger mit dem Chef, Horrormeldungen in den Nachrichten.
Alltagstrott eben, alles wie immer. Nur meistens noch schlimmer! Da zieh ich doch lieber die Decke über den Kopf und bleib liegen.
Aufstehen? Zwei Frauen haben das mal probiert. An Ostern in Jerusalem. Sie sind morgens in aller Herrenfrühe aufgestanden.
Traurig und müde sind die beiden zum Grab Jesu gegangen. Sie wollten seinen Leichnam mit duftenden Ölen versorgen und sich damit nochmal von ihm verabschieden.
Und dann? Dann haben die zwei Frauen nicht schlecht gestaunt. Das Grab war leer! Verwundert haben die beiden sich die Augen gerieben und zur Sicherheit noch mal hingeguckt.
Aber tatsächlich – das Grab war leer! Und plötzlich wurde aus ihrer müden Traurigkeit die helle Osterfreude – Jesus lebt!
Also, denken sie dran, beim nächsten Weckerklingeln!
Aufstehn! Vielleicht wartet draußen ein Wunder auf sie! Alles ist möglich! Also raus aus den Federn und gespannt hinein ins Leben.
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RPR1 "Angedacht": Glaubst Du das?
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 06. April 2010:
Sag mal, Glaubst du das, Herr Lang? Das fragt mich der kleine Max. In der Grundschule habe ich den Kindern von Jesus erzählt. Wie er an ein Kreuz geschlagen wird und stirbt. Und wie am Ostermorgen zwei Frauen das leere Grab sehen und anfangen, von dem Wunder zu erzählen: Er ist auferstanden! Jesus lebt!
Max ist trotzdem skeptisch: Der hat wieder gelebt? War das wirklich so, Herr Lang? Tja, Max, ich kann die Geschichte natürlich nicht beweisen. Und was wäre, wenn Jesus nicht auferstanden ist, fragt Max weiter.
Dann, sage ich, hätten sich die Mächtigen mit Gewalt und Hass durchgesetzt. Sie hätten Jesus brutal zum Schweigen gebracht und er wäre dann nur eins von vielen Opfern.
Seine Freunde würden traurig bleiben, denn mit seinem Tod wäre alles aus. Auch ich wäre unglücklich, denn ich hätte nicht die Kraft, aufzustehen und zu widersprechen, wenn ich etwas für falsch halte.
In so einer Welt will ich nicht leben! Ich will, dass ich etwas ändern kann, dass es sich lohnt aufzustehen und zu widersprechen. Ich will, dass Wunden heilen können und traurige wieder froh werden. Ich will, dass Opfer nicht Opfer bleiben müssen. Ich will, dass alles möglich ist!
So wie es die zwei Frauen am leeren Grab erlebt haben. Plötzlich hat ihre Welt Kopf gestanden: Denn Jesus lebt! Und nichts muss bleiben, wie es ist. Daran glaube ich. Und sie?
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RPR1 "Angedacht": Ein Stein, der piept.
Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 05. April 2010:
Es klingt fast zu schön, um wahr zu sein. Ostern: Ein toter Mensch wird wieder lebendig. Fast wie in einem Traum!
Papperlapapp! Denkt sich da vor 1700 Jahren ein Mann namens Maxentius. Als römischer Kaiser verfolgt er die Christen in seinem Reich und sperrt sie ein. Auch die junge Katharina. Sie ist eine Gefangene des Kaisers und soll sterben, nur weil sie Christin ist.
Als Maxentius sie im Garten seines Palastes ein letztes Mal verhört, erzählt sie die Geschichte von Ostern, von Jesus der am Kreuz stirbt und vom seinem leeren Grab am Ostermorgen.
„Auferstehung? Pah!“ hält der Kaiser entgegen. „Zeig mir, wie das geht, und ich lasse dich frei!” Maxentius fühlt sich sicher, denn schließlich ist es doch unmöglich, dass etwas Totes zum Leben erweckt wird.
Katharina jedoch zieht daraufhin etwas aus dem Gebüsch und drückt es Maxentius in die Hand. Es ist ein brauner Stein. Der Kaiser guckt ungläubig.
Da macht es plötzlich macht erst knick, knack und dann piep, piep. Der Stein ist aufgesprungen und ein Entenküken streckt seinen Kopf aus dem Ei. Ein Toter Stein ist auf einmal lebendig geworden.
Klar, der Stein war nur ein Entenei. Aber diese Geschichte zeigt wunderbar worum es bei Ostern geht: Was bei uns tot scheint, muss es bei Gott noch lange nicht sein. Denken sie dran, beim nächsten Ei! Frohe Ostern!
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RPR1 "Angedacht": Fürchtet Euch nicht!
Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Sonntag, 04. Mai 2010:
Früh am Morgen machen sich die Frauen auf den Weg zum Grab ihres Freundes. Die Trauer ist noch ganz frisch. Erst vor drei Tagen ist der Freund gestorben. Es ist Jesus.
Seinen Leichnam wollen die Frauen nun mit duftenden Ölen versorgen. Doch als sie beim Grab ankommen, ist es leer. Die Frauen sehen nur einen Engel, der sagt: Fürchtet euch nicht.
Das ist Ostern, ein Wunder. Jesus ist von den Toten auferstanden. Vor knapp 2000 Jahren. Aber auch in unserer modernen Zeit passiert es immer wieder.
Ich denke zum Beispiel an Nelson Mandela, den ersten schwarzen Staatspräsidenten Südafrikas. Überall, wo er erscheint, faszinieren seine strahlenden Augen und sein fröhliches Wesen. Meist tanzt und lacht er.
Mandela hat sechsundzwanzig Jahre lang im Gefängnis gegessen, weil er sich gewehrt hat gegen die Trennung von Weißen und Schwarzen in seinem Land.
Wie durch ein Wunder ist er freigekommen und setzt sich als Staatspräsident für die Aussöhnung zwischen Weißen und Schwar-zen ein – trotz aller vorangegangenen Schmähungen.
Seine Botschaft: Fürchtet euch nicht, lasst uns gemeinsam das Leben gestalten. Für mich eine Auferstehungsgeschichte mitten im Leben.
Frohe Ostern!
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Genau umgekehrt.
Pfarrerin Cornelia Michels-Zepp, Bad Kreuznach, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 01. April 2010.
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