RPR1 'Angedacht': Alles, was ich will!

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 28. Februar 2009:

„Muss ich heute wieder spielen was ich will?“ fragt die kleine Clara und guckt völlig entsetzt. Tun und lassen was ich will! Das ist für ein Kind eine Zumutung.

Denn was passiert denn, wenn ein Kind tut was es will? Zum Beispiel mit Fingerfarben Omas Wohnzimmertapete umgestalten! – genau, dann gibt es Ärger!

Tun und lassen was ich will! Wir Erwachsene träumen davon. Weil so viel von uns erwartet wird! Ob wir wollen oder nicht!

Den Müll sortieren, die Kinder vom Kindergarten abholen, nicht vor der Einfahrt parken, GEZ bezahlen…

Und dann erst die Bibel! Die ist ja auch voll von Regeln: Du sollst nicht töten, nicht lügen, nicht ehebrechen… überall Du sollst, Du sollst, Du sollst! (Seufzen) Ach – was wäre das schön: einfach mal tun und lassen, was ich will!

Dieses ganze „Du sollst“ in der Bibel ist eine Zumutung. Gott mutet mit was zu. Er sagt nämlich: Du kannst das auch! Ich traue dir zu, dass du dein Leben anständig lebst. Ich weiß, dass du ganz gut selbst entscheiden kannst, was dir gut tut und was auch anderen gut tut!

Dass ich auch will, was gut ist, da liegt das Problem. Und weil Jesus das wusste, hat er mir eine einfache Hilfe gegeben: eine „goldene“ Regel. „Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu!“

Solange ich das im Auge behalte, kann ich auch entspannt tun was ich will.

Also liebe große und kleine Kinder nur Mut! Fragt doch eure Oma einfach, vielleicht freut sie sich ja über einen neuen Wandanstrich…

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Neues Schuppenkleid für Fisch Fridolin - Schreibfertigkeitsprojekt in der Kindertagesstätte in Morlautern

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 9, zum 01. März 2009.

(Sprecher: Dejan Vilov)

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RPR1 'Angedacht': Hab ich genug Wein im Haus?

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 27. Februar 2009:

Haben Sie Angst vor dem Älterwerden? Der Schauspieler Bratt Pitt schon. Und er fragt sich: „Wie viel Zeit bleibt mir noch?“ Das hat zumindest eine Zeitung neulich über den amerikanischen Star geschrieben.

Wenn ich wüsste, wie viele Jahre mir noch bleiben, dann würde das viele Entscheidungen leichter machen! Ich könnte mir schön ausrechnen, ob sich die Riesterrente lohnt. Ob ich mit der Traumreise bis zur Rente warte, oder jetzt schon buche. Ich wüsste genau, ob ich genug Wein im Haus habe.

Ich könnte mein Leben bis zum Schluss genau planen. Nicht dass am Ende ein Wunsch unerfüllt bleibt, oder eine Flasche Dornfelder voll.

Aber was ist, wenn plötzlich doch was passiert? Es muss nicht mal was schlimmes sein! Das Auto streikt – und ich komme nicht zum Reisebüro, um die Traumreise zu buchen! Dann doch lieber gleich „fressen und saufen, denn morgen sind wir tot!“ – das sagen ja viele. Jeden Moment ausschöpfen und ausleben, wer weiß schon, was morgen kommt.

„Meine Zeit steht in deinen Händen“ So heißt es in der Bibel.

Und diesen Gedanken finde ich wirklich beruhigend. Das Leben lässt sich nicht von langer Hand planen. Deshalb ist es ja so spannend und interessant! Ich kann Träume haben und mich überraschen lassen, was daraus wird! Ich kann jeden Morgen gespannt sein, was der Tag so bringt und was nicht!

Wir haben nicht alles in der Hand. Aber wir können alles aus Gottes Hand nehmen, Tag für Tag, auch morgen wieder. Und darauf werde ich heute abend ein Glas Wein trinken.

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RPR1 'Angedacht': Glückliche Behinderte

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 26. Februar 2009:

Sind sie glücklich? Nein? Dann geht es ihnen wie fast 80 % der Menschen in Deutschland. Sagt zumindest eine Umfrage. Und es stimmt anscheinend: Im Supermarkt hab ich die Leute mal beobachtet: Richtig glücklich sah da keiner aus. Überall verkniffene Gesichter. So als ob jeder gerade in eine Zitrone gebissen hätte.

Und ich kann das verstehen: Wirtschaftskrise, Bankenchaos, die Preise steigen! – wir haben aber auch wirklich nichts zu lachen! Schauen Sie sich einfach um! Und was kann man da schon tun?

Ein schönes Glas Wein und ein nettes Essen – das rät der Forscher Kohelet in der Bibel. Bei allem Grübeln über die böse Welt und das schlechte Leben, kommt er zu dem Schluss: „es gibt nichts besseres als fröhlich zu sein und zufrieden in seinem Leben.“

Kohelet hat erkannt: Zum Leben gehört beides! Das Schwere und das Leichte. Die Probleme und die kleinen Glücksfälle!
Leider interessieren uns die Hiobsbotschaften oft mehr, als die kleinen und großen Glücksmomente. Das belegt ja die Statistik.

Aber, die Statistik sagt noch etwas anderes, nämlich: Es gibt sie doch! Zufriedene und glückliche Menschen! Mitten unter uns, hier in Deutschland! So komisch das klingt – es sind Menschen mit Behinderung. Fast 90% von ihnen sagen: „ich bin glücklich“. Mein Leben lohnt sich zu leben.

Scheinbar haben sie verstanden, was Kohelet in der Bibel meint: Vielleicht gibt es wirklich nichts besseres als fröhlich und zufrieden zu sein in seinem Leben, und zwar so, wie es ist.

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RPR1 'Angedacht': Gott pustet - Pfffffffffff!

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 25. Februar 2009:

Ein Kopf, zwei Arme, zwei Beine… Die kleine Anna knetet einen Menschen aus Ton.

Im Kindergottesdienst hat sie die Geschichte gehört: Von Gott, der den Menschen aus Lehm formt und ihm dann Leben einhaucht. Pffffffffff. So steht´s ja in der Bibel. Und genau das will Anna jetzt ausprobieren. Nach dem Kneten ist es soweit: der große Moment ist da! Anna pustet: Pffffffffffff…. Nichts – noch mal Pffffffffff.

„Hee, das geht ja gar nicht! Der bewegt sich nicht!“ beschwert sich Anna.

Hat der Papa also doch Recht! Der sagt, Schöpfung ist nur was für Dumme. So einfach geht das nicht! Der Mensch hat sich über Jahrmillionen entwickelt, genau wie der Affe oder das Schnabeltier. Evolution nennt das die Wissenschaft!

Pffffff! Anna probiert es noch mal. „Hee, das geht ja gar nicht so einfach, wie es in der Bibel steht!“

Genau. So einfach geht das nicht! Leben kann man nicht einfach einhauchen und gut is! Dass ich atme, ist ein Geschenk. Was da in mir atmet, das kann mir keiner wiedergeben. Denn es kommt von Gott. Schöner kann man doch nicht beschreiben, was für ein Geschenk mein Leben ist.

Wenn mir die Puste ausgeht, ist Schluss. Und die Grenze zwischen Leben und Tod ist nur hauchdünn! Das macht ja gerade jedes Leben so wertvoll, und jeden Menschen so einzigartig.

Und deswegen liebe ich die Geschichte von Gott, der mir was pustet! Pffffffff!

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RPR1 'Angedacht': Kinder sind anstrengend!

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 24. Februar 2009:

Letzte Woche war ich beim Arzt. Nichts Schlimmes, nur eine Routineuntersuchung. Ich sitze also im Wartezimmer, da geht die Tür geht auf und zwei Kinder kommen rein. Hintendran ihre gestresste Mama.

Die Kinder kommen und meine Laune geht. Kinder sind laut. Sie fassen alles an und stellen dauernd Fragen! Warum ist die Frau so dick? Warum guckt der Mann so grimmig? Warum darf ich keine Schokolade essen? Und dann schreien sie einfach, bis Mama – völlig genervt – einen Schokoriegel rausrückt.

Ich weiß, Kinder sind was ganz tolles. Ihnen gehört die Zukunft und nach der Bibel auch das Himmelreich. Aber müssen sie deshalb immer Krach machen?

Ich hab den beiden im Wartezimmer dann mal zugesehen. Und ich dachte, vielleicht haben sie Recht. Sie schreien einfach bis sie ihren Willen haben. Das ist zwar nervig aber total effektiv. Sie bekommen ihre Schokolade.

Und wenn sie alles anfassen und Fragen stellen, dann ist das doch normal. Sie wollen ihre Welt kennen lernen. Und um etwas zu begreifen muss man es manchmal auch angreifen.

Und überhaupt, warum ist die Frau eigentlich so dick? Und warum bin ich so schlecht gelaunt?

Vielleicht tut es ja mal ganz gut, die Welt genauer anzusehen, mit Kinderaugen. Dann sieht man auch mal was anderes als nur sich selbst! Und zu entdecken gibt es ja auch ganz viel!

Zum Beispiel was ich gegen meine schlechte Laune tun kann! Ab sofort lache ich einfach, wenn ein Kind was Komisches anstellt! Dann hab ich zwar keine Ruhe, aber meinen Spaß.

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RPR1 'Angedacht': Helau!!!

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Montag, 23. Februar 2009:

Helau! Es ist wieder soweit, die größte Geburtstagsfeier der Welt! Auf der Straße trifft man nur noch Indianer und Piratenbräute. Und alle singen: „am Rosenmontag bin ich gebohoren!“

Sogar die Frau an der Tankstelle. Die guckt sonst immer sooo gelangweilt. Aber heute hat sich ein Herz auf die Backe gemalt. Fassnacht – da muss man einfach mitmachen!

Aber muss man das wirklich? Ja, ja, nennen sie mich jetzt ruhig einen Fassnachtsmuffel! Ich will keine alberne Verkleidung anziehen und nur noch in Reimen reden, nur weil Fassnacht im Kalender steht! Und mal ehrlich: Können sie auf Knopfdruck fröhlich sein?

Das Leben geht doch weiter. Die großen und kleinen Probleme dieser Welt bleiben. Und wenn ich sehe, was auf unserer Welt so alles los ist, da ist mir nicht nach lachen zumute. Und dann auch noch ein dicker Kopf vom Fassnachtfeiern? Nein, danke!

Obwohl…. fröhlich sein, das kann ich auch, erst recht als Christ! Da war doch was von wegen froher Botschaft. Von Gott der mir versprochen hat, dass mein Leben gut werden soll. Komme was wolle.

Und Gott meint das ernst, egal ob Narrenkappe oder Fassnachtsmuffel. Und deshalb kann ich auch über die Welt ruhig mal lächeln. Auch der Apostel Paulus wusste das schon. Er schreibt in der Bibel: Freut euch im Herrn allewege, und nochmal sage ich: Freuet euch!

Also rein ins Kostüm und raus auf die Straße! Und alle die nicht mitmachen, können doch wenigstens mitlachen. Wir haben allen Grund dazu! In dem Sinn also: Helau!

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