Rockland Radio "Feels like heaven": Rogate - Betet!

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 17. Mai 2009:

Der Sonntag heute hat einen wunderschönen Namen. Er heißt: Rogate! Klingt zwar ein bisschen wie eine neue Zahnpasta, ist aber das lateinische Wort für „betet!“

Aber so ein bisschen was hat das Zähneputzen mit dem Beten dann ja doch gemeinsam: Man muss es nämlich üben – das Zähneputzen, denn das ist ja eine Wissenschaft für sich. Und beim Beten kann Übung auch nicht schaden. Sie könnten ja mal mit einfachen Worten anfangen und sich dann auch steigern.

Drei mal täglich sollte man übrigens seine Zähne putzen – am besten nach dem Essen. Warum eigentlich nicht auch drei mal beten – vielleicht dann aber besser vor dem Essen – und dabei dem danken, der uns mit allen guten Gaben versorgt?

Viele putzen sich morgens und abends ganz automatisch die Zähne. Es wäre doch klasse, wenn das auch beim Beten so wäre: morgens mit Gott den Tag zu besprechen, und abends den Tag wieder in Gottes Hände zu legen.

Natürlich, auch Menschen, die regelmäßig Zähne putzen können Karies bekommen. Und genauso können auch Leute, die regelmäßig beten ganz schön in Schwierigkeiten geraten.
Aber gerade in schweren Zeiten brauchen wir das Beten. Es ist wie ein Atemholen für die Seele. Darum: rogate – betet!

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:10min / 1.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 'Angedacht': XXL-Schnitzel

Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Sonntag, 18. Mai 2009:

Schade, schade, aber Marco hat es leider nicht geschafft. Und dabei war er wirklich ganz nah dran. Sein Schnitzel war schon fast alle – da musste Marco aufgeben. Kein Wunder, denn das Schnitzel, das Marco aufessen wollte, war so schwer wie eine Packung Milch. Ein Kilo Fleisch und dazu einen Liter Cola zum Runterspülen.

Hätte Marco aufgegessen, dann hätte er nichts bezahlen müssen. Aber so hat ihn das XXL-Schnitzel im Restaurant 33 Euro gekostet.

Tja, ein normales Schnitzel zu essen, das ist erstens billiger und zweitens ist einem nach dem Essen nicht auch noch speiübel.

Weniger ist eben manchmal mehr. Manchmal. Denn für viele Menschen gilt gerade nicht “weniger ist mehr”, sondern “weniger ist leer”.

Diese Menschen müssen von einer handvoll Reis pro Tag leben. Manche haben sogar noch weniger. Ihre Reisschalen bleiben völlig leer.

Aber das muss nicht so bleiben. Gott schenkt uns genug zu essen für alle, aber es ist unsere Aufgabe, die Lebensmittel gerecht zu verteilen. Deshalb muss Marco in Zukunft nicht auf sein Schnitzel verzichten, aber es muss ja nicht in XXL sein. XL oder L macht ihn ja auch satt.

Und Marco sollte sich beim Essen klarmachen, dass viele Menschen unter Hunger leiden und dass er etwas dagegen tun kann. So, wie wir alle.

Tja,

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:30min / 2.1 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Krise hat in der Ludwigshafener Falkenstraße immer Konjunktur

Stephanie Roth macht ein Praktikum bei der Diakonie

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 20, zum 17. Mai 2009.

(Sprecher: Dejan Vilov)

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (3:07min / 4.3 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Proben für den Kirchentag

Die NewBrass Big Band aus Mußbach spielt insgesamt drei Konzerte beim Kirchentag in Bremen.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (2:03min / 2.8 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Rockland Radio "Feels like heaven": Funkstille

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Samstag, 09. Mai 2009:

Heute wird bei uns in der Kirche geheiratet. Die Glocken läuten, die Stimmung ist festlich. Mit dem Brautpaar, das ich heute trauen werde, traf ich mich in den letzten Wochen zu gemeinsamen Gesprächen. Wir redeten viel. Die beiden sind so verliebt: Es ist einfach schön!

Gestern habe ich aber auch von einem Ehepaar gehört, dass sich nach Jahrzehnten getrennt hat. Gründe gibt es viele. Einer davon ist die entstandene Sprachlosigkeit zwischen den Ehepartnern.

Schon der Dichter Wilhelm Busch hatte dieses Problem erkannt. Er dichtete:

Sie mussten sich lange quälen, bis sie sich konnten vermählen. Jetzt haben die Seelen Ruh. Bei eines Strumpfes Bereitung sitzt sie im Morgenhabit. Er liest in der Zeitung und teilt ihr das Nötigste mit.

Oftmals erlebe ich, dass Ehepaare zwar den Hausbau und den Urlaub besprechen. Aber ein Gespräch über ihre Bedürfnisse und Gefühle, über Ängste und Freuden findet nicht statt.

In der Bibel heißt es: „Wer aufrichtig redet, wird geliebt.“
All denen, die heute heiraten und allen, die in Beziehungen leben, wünsche ich Gottes Segen, damit sie in ihrer Partnerschaft sprachfähig bleiben und in Liebe miteinander alt werden können.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:10min / 1.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

RPR1 'Angedacht': Atempause

Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 09. Mai 2009:

Wochenende – wie schön! Zeit um mal durchzuatmen und Pause von der Arbeit oder von der Schule zu machen. Länger schlafen – oder joggen gehen. Gemütlich frühstücken und die Zeitung in aller Ruhe lesen. Wie schön, dass es diese Pause am Wochenende gibt. Solche Pausen sind ganz wichtig.

Der Körper macht diese Pausen ganz unbewusst. Der gesunde Körper atmet ruhig und macht dazwischen immer wieder eine Pause. Ganz von allein. Wenn ich die Pause nicht mache, dann hyper ventiliere ich, auf gut deutsch: Ich werde überlüftet. Es gibt dann zuviel Sauerstoff im Körper. Zuviel und zu hektisch, ohne Pause geatmet und mein Körper kollabiert. Auszeit.

Dann sorgt allerdings mein Körper wieder für das Richtige: Im Kollaps atme ich langsamer, mache Pausen, der Ausgleich wird wiederhergestellt. Atempausen sind lebenswichtig.

Wir brauchen einfach Zeiten in denen wir ausruhen, zur Besinnung kommen, ins Gleichgewicht. Deshalb auch das Wochenende. Pause machen. Nicht schon wieder diese Atempause zubunkern. Pause machen. Durchatmen. Die Seele baumeln lassen.

Planen Sie fürs Wochenende die Atempause ein. Um den Kollaps zu vermeiden. Sie sind kein Computer und keine Maschine. Der gönnt man ja auch mal ne Pause. Sie sind ein Mensch. Und Menschen brauchen das. Sogar der liebe Gott hat ja eine Pause eingelegt nachdem er die Welt erschaffen hatte. In der Bibel heißt es: Gott ruhte am siebten Tag von allen seinen Werken.

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:29min / 2 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.

Rockland Radio "Feels like heaven": Wie der Papst

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 08. Mai 2009:

„Der Papst betet für die Erdbebenopfer!“

Meine siebenjährige Tochter hat mir die Überschrift aus der Zeitung vorgelesen und fragt mich: Papa, warum steht das in der Zeitung? Ich antworte: Weil auch der Papst traurig über das schlimme Erdbeben in den Abruzzen ist. Er denkt an die Opfer und betet für sie“.

Sie fragt weiter: „Papa, wir haben gestern Abend im Bett doch auch mit dir für die Kinder und ihre Mamas und Papas gebetet. Ist das weniger Wert, als wenn der Papst das tut?

Ihr Bruder antwortet: „Das Gebet vom Papst ist mehr Wert, dem gehört doch die ganze Kirche.“ „ Das glaube ich nicht“, erwidert meine Tochter, „der liebe Gott hat doch alle Menschen gleich lieb. Dann hat er den Papst nicht lieber als die anderen Menschen. Also ist doch sein Gebet nicht besser als unseres, hab ich Recht?!

Ihr kleiner Bruder protestiert mit einem „Stimmt ja gar nicht“. „Stimmt aber wohl“, sagt sie und geht in ihr Zimmer.

„Wie recht sie hat“ denke ich. Vor Gott sind alle Menschen gleich viel Wert. Das ist eine der zentralen Erkenntnisse der Reformation. Am Abend entschließt sich mein Sohn im Bett auch für die Erdbebenopfer zu beten und stolz verkündigt er: „Ich habe es gemacht wie der Papst.“

Sie können diesen Beitrag als MP3 herunterladen (1:10min / 1.6 MB) oder mit einem Klick auf das Play-Zeichen den Flash Player starten, um den Beitrag online zu hören.