RPR1 'Angedacht': Das älteste Gehirnjogging der Welt
Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 30. Juni 2009:
Handball, Fußball, Nordic Walking, Jogging oder Fitnessstudio? Welchen Sport betreiben sie? Trainieren sie gerne alleine oder sind sie lieber in der Gemeinschaft?
Haben sie ihren Sport schon gefunden oder sind sie noch auf der Suche nach einem, der zu ihnen passt?
Aber nicht nur ihr Körper soll vor überschnellen Alterungsprozessen bewahrt bleiben, auch geistige Fitness ist ein erstrebenswerter Zustand, gerade in einer immer älter werdenden Gesellschaft.
„Gehirnjogging“ so nennt das die Werbung und erfindet immer neue Aufgaben, die ihr Gehirn fordern und vor dem Abbau bewahren sollen. Doch nutzt das wirklich etwas?
Es gibt eine ganz alte Übung, die sie geistig und körperlich fit hält. Man könnte sie sogar als Breitensport bezeichnen, obwohl sie nie als solche wahrgenommen wurde: das Beten.
Auch Beten will eingeübt, trainiert werden. Man kann es alleine, aber auch zusammen üben, zuhause, und auch an anderen Plätzen.
Beten hält geistig fit, denn im Gebet denken wir an das, was uns und andere belastet, aber auch freut. Wir erinnern uns, trainieren unser Gedächtnis und tanken neue mentale Kraft. Beten hält zudem körperlich fit, denn es motiviert, sich zu bewegen, aus eingefahrenen Situationen herauszukommen und auf andere zuzugehen.
Wäre das nicht auch ein Sport für sie?
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Immer Ärger mit der Zahnpastatube!
Pfarrerin Christine Gölzer, Speyer, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 30. Juni 2009:
Es ist doch immer wieder das gleiche – morgens im Bad: Mal wieder ist die Zahnpastatube offen und das Waschbecken dreckig.
Liebe ist…die Haare aus dem Waschbecken zu entfernen. Diesen sinnvollen Spruch habe ich in meinem Kalender für heute entdeckt. Wie wahr, entfährt es mir leicht genervt.
Letztlich habe ich morgens im Bad zwei Möglichkeiten: Ich kann mich entweder ärgern oder das Waschbecken sauber machen und die Zahnpastatube zudrehen.
Was besser ist? Mal das eine, mal das andere. Doch klar ist, wer nicht jede Kleinigkeit aufrechnet, der kommt besser durch den Tag und merkt vielleicht auch, dass er selbst die dreckigen Tassen in der Spüle übersieht und dem anderen überlässt. Liebe ist mit Sicherheit, dass man die Eigenheiten des anderen akzeptiert, mit ihnen lebt und sie vielleicht auch lieben lernt.
Für Jesus war es wichtig, zuerst vor der eigenen Haustür zu kehren, bevor man den anderen anmeckert. „Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders und merkst nicht, dass du selbst einen Balken im Auge hast“ hat Jesus vor fast 2000 Jahren gesagt.
Ein Prinzip, das sicher auch heute noch für eine Partnerschaft oder eine Familie gut ist.
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RPR1 'Angedacht': Immer muss ich mich entscheiden!
Pfarrerin Dr. Sigrun Welke-Holtmann, Callbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 29. Mai 2009:
„Mami, ich hab Bauchweh, ich will heute nicht in die Schule.“
Schon am frühen Morgen muss ich eine Entscheidung treffen. Eine Entscheidung als Mutter, ob nun das Bauchweh echt ist, oder eher ein Versuch, die Schule zu schwänzen.
Und den ganzen Tag geht es dann weiter mit Entscheidungen – als Ehefrau, als Hausfrau, als berufstätige Frau. Entscheidungen für meine Kinder, meinen Mann, meine Gemeinde und natürlich auch für mich.
Manche Entscheidungen sind einfach, zum Beispiel beim Bauchweh: „OK, du gehst erst einmal in die Schule und wenn es schlimmer wird, dann hole ich dich ab- versprochen.“
Andere Entscheidungen sind schwieriger, oder auf eine größere Dauer hin angelegt. Manche kann ich auch gar nicht allein treffen.
Unser Leben besteht aus Entscheidungen, aus großen, und kleinen. Doch bei all diesen alltäglichen Entscheidungen dürfen wir uns nicht verlieren, müssen wir auch unterscheiden.
Du kannst nicht zwei Herren dienen – nicht Gott und dem Mammon. Sagt Jesus im Lukasevangelium. Er ruft in die Entscheidung und das ist nicht eine unter vielen, sondern es ist die Entscheidung. Die Urentscheidung sozusagen, die Grundsatzentscheidung, die allen anderen vorausgeht.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Petrus und Paulus
Pfarrerin Christine Gölzer, Speyer, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 29. Juni 2009:
Zwei Männer – ganz unterschiedlich, feiern heute ihren Ehrentag. Zwei Männer, der gleichen Sache verbunden, aber doch grundverschieden.
Zwei Männer, die mit Sicherheit so manches Mal übereinander den Kopf geschüttelt haben: Über den Starrsinn des Einen oder die Lust des anderen Regeln und Tabus zu brechen.
Zwei Männer, in denen sich so mancher moderne Mensch vielleicht wiederfindet. Der eine ist darauf bedacht, das ihm Überlieferte getreu und im Sinn seines großen Vorbildes weiterzutragen. Er bewahrt die Tradition, Neuerungen begegnet er vorsichtig, wägt ab, versucht sich abzusichern.
Und der andere sprudelt nur so über vor neuen Ideen, neuen Zielen. Er probiert neue Wege und erreicht auch viel. Doch manchmal gibt es Rückschläge und er muss ganz schön hart arbeiten, um die Menschen bei der Stange zu halten.
Petrus und Paulus – zwei Männer aus den Anfängen des Christentums. So unterschiedlich wie sie waren – sie gehören doch zusammen, nicht nur an ihrem Ehrentag.
Zwei Charaktere – bis heute prallen sie aufeinander. Die beiden haben miteinander viel erreicht. Ihre Leistung zu würdigen heißt bis heute Unterschiede zuzulassen und voneinander zu lernen.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Es kommt auf einen Versuch an
Pfarrerin Christine Gölzer, Speyer, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 28. Juni 2009:
Meine jüngste Tochter hat etwas erreicht, was ihre beiden großen Geschwisternnicht geschafft haben: sie hat zwei Katzen bekommen.
Eigentlich wollte sie ja nur eine haben, aber die Dame aus dem Tierheim hat uns gesagt: nehmen sie doch gleich zwei, das ist viel leichter. Ja, und jetzt sind Charlie und Tiger also da: sie wachsen und gedeihen und jeder hat sie gern.
Zwei Sachen zeigt mir die Aktion mit den Katzen: Das eine ist, wie schön es sein kann, einfach mal mutig zu sein und was Verrücktes zu wagen. Oft argumentiere ich wieder und immer wieder, warum eine bestimmte Sache nicht gehen kann. Dabei käme es oft nur auf einen Versuch an.
Und das andere: Mehr ist manchmal sogar weniger: Zwei Katzen sind in gewisser Hinsicht wirklich weniger Arbeit als eine. Zwei Tierchen sind sehr oft sich selbst genug und brauchen weniger Aufmerksamkeit. Und Freude im Doppelpack, das ist auch viel schöner.
Mit mehr Mut und weniger Verzagtheit durchs Leben gehen – das hat mir schon Jesus vorgemacht – und in meinem Alltag muss es sich bewähren. Unsere Kätzchen erinnern mich daran.
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RPR1 'Angedacht': Schon vor dem Urlaub werden Grenzen überschritten
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Sonntag, 28. Juni 2009:
So langsam aber sicher beginnt die Urlaubs- und Ferienzeit. Das merkt man daran, dass viele Kollegen in der Firma noch mehr Stress haben als sonst. Und zwar sind das diejenigen, deren Urlaub unmittelbar vor der Tür steht.
Bevor es in die wohlverdienten Ferien geht, muss noch alles für die nächsten zwei Wochen perfekt geplant und vorbereitet werden. Damit sich nicht so viel anstaut während man weg ist.
Aber Achtung: wer sich vor dem Urlaub zu großen Stress macht, der überfordert sich und kann den Urlaub nicht richtig genießen. Der sitzt müde und gereizt im Flugzeug und liegt danach ausgepowert am Strand rum.
Was man dagegen tun kann? Einfach kleine Pausen machen: Das kann ein Espresso im Straßencafe sein oder auch ein Spaziergang im Park.
Und es ist hilfreich, sich klar zu machen, dass der Mensch nicht dafür geschaffen wurde, alles perfekt zu machen.
Das kann nur Gott. So vollkommen wie er zu sein, das haben vor vielen Jahren schon mal zwei Menschen versucht. Und sind kläglich damit gescheitert.
Die Bibel erzählt die Geschichte dieser beiden Menschen. Ihre Namen: Adam und Eva. Sie hatten alles, was sie brauchten, lebten im Paradies. Aber das hat ihnen nicht gereicht. Sie wollten mehr und das war zuviel. Schließlich hat Gott sie aus dem Paradies vertrieben.
Eine traurige Geschichte, aber man kann etwas aus ihr lernen: nämlich, wie wichtig es ist, die eigenen Grenzen zu akzeptieren. Auch kurz vor dem Urlaub.
Eine erholsame Zeit wünsche ich Ihnen!
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Bedeutung der Laien für die Kirche betont
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 26, zum 28. Juni 2009.
(Sprecher: Dejan Vilov)
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