Tag der offenen Tür im Landeskirchenrat

Rund 1.200 Presbyter und Pfarrer sowie ihre Familien haben Tag der offenen Tür genutzt, um sich in den Dezernaten und Abteilungen des Landeskirchenrats umzusehen und deren Arbeit kennen zu lernen.

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RPR1 'Angedacht': Musikalisch Dampf ablassen!

Pfarrer Oliver Boess, Mackenbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 20. Juni 2009:

Das Leben ist doch einfach ungerecht: die Stromrechnung ist zu hoch, im Fernsehen kommt nichts Gescheites, und es regnet viel zu oft!

Wenn Sie sich auch über was ärgern, dann tun Sie bitte eines nicht: nämlich den Ärger in sich hineinfressen!
Nein, sondern singen Sie sich ihren Frust am besten von der Seele! Am besten in einem der vielen Beschwerde-Chöre, die in den letzten Jahren entstanden sind.

Da treffen sich ein paar Gleichgesinnte, und die komponieren dann zusammen aus ihren Ärgernissen ein Lied mit mehreren Strophen. Viele Leute haben nämlich ganz ähnliche Sorgen.
Der Protestsong wird dann geprobt und irgendwann aufgeführt.

Als Erfinder der Beschwerde-Chöre gilt ein finnisch-deutsches Künstlerpaar, das erste Lied wurde mit Riesenerfolg in Birmingham aufgeführt und hatte den Titel: „Ich will mein Geld zurück!“ Und dann hat sich die Idee in Windeseile verselbständigt.

Allerdings: So ganz neu ist diese Erfindung nicht.
Schon vor ein paar tausend Jahren gab es Musikkünstler, die ihren Ärger per Liedform in die Öffentlichkeit getragen haben.

Die 150 Psalmen im Alten Testament sind alles Lieder, die von einem Saiteninstrument, dem Psalter, begleitet wurden.
Und nicht wenige Psalmen sind Klagelieder, Protestsongs oder sogar Fluchgesänge.

Gott wird dabei nicht ausgespart – aber er wird’s ertragen.
Denn Gott weiß: Melodisch Dampf ablassen tut gut.

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RPR1 'Angedacht': Pimp myself!

Pfarrer Oliver Boess, Mackenbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 19. Juni 2009:

Haben Sie schon mal die Sendung „Pimp my ride“ gesehen? Die läuft auf MTV und es geht schlicht darum, an Autos rumzubasteln. Die Fahrzeuge kriegen einen größeren Motor, breitere Reifen und natürlich noch einen neuen Auspuff – so breit wie eine Regenrinne.

Die Autos werden aufgedonnert, getunt, aufgemotzt – halt einfach gepimpt.

Das gleiche kann aber noch mit anderen Sachen machen: „Pimp my PC“ oder „Pimp my Whatever“ oder warum nicht gleich „Pimp myself“ – sich selbst pimpen.

Das machen ja schon ganz viele: durch Schönheitsoperationen. Den Bauch, die Nase, die Lippen, die Brüste…

In Deutschland ist die Laserbehandlung gegen Falten die häufigste Schönheits-OP. Aber wissen Sie, wo am allermeisten gepimpt wird? In den Großstädten Kolumbiens!
Da lässt sich jede sechste Frau operativ verschönern,
oder ich sag’ mal besser: „pimpen“. Denn oft entstehen dadurch nur bleibende Dellen und Furchen auf der Haut.

Und ganz ehrlich gesagt: Attraktiver oder ästhetischer oder erregender finde ich persönlich künstlich aufgepeppte Körper überhaupt nicht, im Gegenteil! Das Natürliche, von Gott Geschaffene, find’ ich viel besser, einfach wundervoll.

So ähnlich muss es auch dem Beter des 139. Psalms gegangen sein, als er vor vielen Jahren schrieb:

“Ich danke dir, Gott, dass ich so wunderbar gemacht bin!“

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Mit den eigenen Talenten gut gewuchert

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 25 zum 21. Juni 2009.

(Sprecher: Dejan Vilov)

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RPR1 'Angedacht': Wer ist das Pferd und wer ist der Reiter?

Pfarrer Oliver Boess, Mackenbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 18. Juni 2009:

In Indien erzählen sich die Menschen folgende Geschichte:
Ein Reiter jagt im Galopp übers Land. Da sieht ihn ein alter Bauer und ruft ihm zu: „He, Reiter, wohin?“

Der wendet seinen Kopf über die Schulter und schreit zurück:
„Frag nicht mich, frag das Pferd!“

Ja, so kann’s gehen! Und zwar nicht nur bei dem Reiter, sondern oft auch bei mir selber: Nur vorwärts, nur schneller, schöner, besser, angenehmer muss alles werden. Welchen Preis ich dafür zahlen muss, ist gleichgültig – zunächst jedenfalls.

Denn es ist ja auch wirklich bequem, sich auf das zu verlassen, was mir das 21. Jahrhundert an Hilfsmitteln bietet:
auf die Technik, auf den Fortschritt, vielleicht auch immer noch auf den Staat, der alles schon regeln wird, und auf die Gesellschaft, die an allem schuld ist.

Aber diese Bequemlichkeit hat einen hohen Preis: Ich entmündige mich selbst und werde abhängig. Ich lasse mich von äußerlichen Dingen beherrschen. Und wenn das Auto dann mal nicht fährt oder der Computer abstürzt, stehe ich dumm da.

Der Reiter in der indischen Geschichte meint, er kann die Verantwortung für seinen Weg aufs Pferd schieben.
Dabei ist es gerade umgekehrt: Der Reiter kann sein Pferd doch beherrschen und steuern, wohin er will. Nur, wohin ist das eigentlich?

Als Christ glaube ich, dass mein Ziel bei Gott ist, im Paradies. Den genauen Weg dorthin kenne ich nicht, aber ich bin überzeugt, dass mich Gott auf meinem Weg begleitet.

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"Himmlische Bilder"

Pfarrer Theo Müller stellt in Ludwigshafen aus

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RPR1 'Angedacht': Der Aufstand vom 17. Juni 1953

Pfarrer Oliver Boess, Mackenbach, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 17. Juni 2009:

In Colorado in den USA steht die Ruine eines riesigen Baumes, über 400 Jahre alt. Im Laufe seines Lebens wurde er vierzehnmal vom Blitz getroffen. Hat er alles locker weggesteckt. Doch als sich eine Horde von Käfern durch seine Rinde gefressen hat, fing er an zu sterben.

Ein riesiger Baum, der so vielen Stürmen und Blitzen standhielt, von kleinen Insekten tödlich verwundet und schließlich zerstört.

So ähnlich wie in der DDR. In der Deutschen Demokratischen Republik kam es am 17. Juni 1953 zu einem Volksaufstand:
Arbeiter haben sich quasi an der Borke des sozialistischen Systems festgefressen.

Zehntausende Arbeiter von Baustellen und Betrieben drängten in die Berliner Innenstadt, zogen zum Brandenburger Tor und rissen unter dem Beifall der Menge die Rote Fahne herunter.

Der Anfang des Sturzes war gemacht. Das demokratische Westdeutschland hat das wohl erkannt: Prompt wurde der 17. Juni zum Feiertag, zum „Tag der deutschen Einheit“ erklärt – bis zur Wiedervereinigung vor 19 Jahren.

Das will ich mir auch zum Vorbild nehmen: Ich möchte nicht wegsehen, wenn Menschen unterdrückt werden und meinen Teil dazu beitragen, diese Unterdrückung zu beseitigen.

Vielleicht bin ich dabei ja nur ein kleiner Borkenkäfer, aber mit der Unterstützung von anderen Menschen und nicht zuletzt mit Gottes Hilfe kann es gelingen.

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