Rockland Radio 'Feels like heaven': Nicht vergessen!
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 16. Januar 2010.
Hier zu stehen lässt niemanden kalt. Auch meine Schüler und mich nicht, inmitten von Elektrozäunen, Stacheldraht und Baracken. Wir stehen auf dem ehemaligen Appelplatz des Konzentrationslagers Natzweiler-Strutthof im Elsass. Die Atmosphäre bedrückt.
Denn wir sehen keine Fernsehdoku. Es geht um die Begegnung mit etwas, das wirklich geschehen ist. Genau hier vor der Baracke wurden Menschen gequält, gefoltert, getötet. Wir hören die Berichte von Augenzeugen und vor den Augen der Schüler wird alles noch lebendiger. Die Jugendlichen verstehen, warum wir hierher gefahren sind:
Nicht vergessen – das sei das Wichtigste, sagen sie. Damit Menschen nie wieder auf die Idee kommen, ihre Menschlichkeit zu verleugnen und zu Killern werden.
Und dann geht der Blick der Schüler zu einem großen Kreuz neben dem Krematorium. Eine Schülerin fragt mich, ob ich glaube, dass Gott bei den Menschen gewesen ist, die hier leiden und sterben mussten. Meine Antwort lautet: Ich hoffe es und ich bete dafür!
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RPR1 "Angedacht": Die vorbildhaften Kinder.
Kirchenrat Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 16. Januar 2010.
Menschen brauchen Vorbilder, starke Persönlichkeiten, Menschen, die etwas Besonderes oder Herausragendes geleistet haben. Menschen brauchen Menschen, denen sie nacheifern können, die sie bewundern können. Menschen brauchen Menschen, die sie anspornen oder einfach Menschen, die ihnen gefallen.
Bei den Kindern fängt es an. Noch bevor sie irgendwelche Stars und Idole sich zum Vorbild nehmen, sind meistens die Eltern die Vorbilder für die Kinder. So soll es sein. Und sich so von Generation zu Generation weiter vererben.
Und doch, ich kenne eine Geschichte, die diese Abfolge unterbricht. Eine alte Erzählung, die auch seit hunderten von Generationen weitergegeben wird.
In dieser Geschichte bringen Eltern ihre Kinder zu Jesus, damit er sie anrührt, zu ihnen spricht, mit ihnen redet. Die Jünger Jesu weisen die Eltern zurück, motzen sie an. Als ob ihr Meister nicht schon genug mit den Erwachsenen zu tun hätte. Doch Jesus greift ein, lässt sie Kinder zu sich und macht etwas – für seine Zeit – unglaubliches. Er stellt den Erwachsenen die Kinder als Vorbild hin.
Wer nicht wie die Kinder wird, der kommt nicht in Gottes Reich, sagt Jesus. Er stellt den Erwachsenen gerade in religiösen Fragen die Kinder als Vorbild hin. Weil Kinder nicht alles berechnen oder abwägen, sondern eine Lebensfreude und ein Grundvertrauen haben. Eine Lebensfreude zu der Neugierde und Dank gehört, ein Grundvertrauen gegenüber den Nächsten und gegenüber Gott.
Kinder als Vorbild. Ich glaube, das ist keine alte Geschichte.
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Weil die Kollekte ist Bewusstsein rückt. Oberkirchenrat Sutter betont die Bedeutung der Transparenz.
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 3, zum 17. Januar 2010.
(Sprecher: Dejan Vilov)
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Die Matrix.
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 15. Januar 2010.
Zu meinen absoluten Lieblingsfilmen gehören die drei Teile von Matrix. Vollgepackt mit religiösen Namen, Symbolen und Vorstellungen. Fast alle Personen tragen christliche Namen als Synonyme für ihre Rolle.
Die Hauptperson, Neo, steht z.B. für „den Einen“. Im frühen Christentum war „neo“ auch eine Bezeichnung für den Erlöser und Retter, für Jesus.
Oder Zion, die Stadt der überlebenden Menschen. In der Bibel steht Zion für die heilige Stadt Jerusalem in der Gott herrscht.
Und nicht zu vergessen Cypher, der hinterhältige Bösewicht und Verräter. Sein Name leitet sich von Luzifer, dem Teufel, ab.
Die Macher von Matrix haben diese Namen natürlich nicht zufällig ausgewählt. Neben der Science-Fiction-Handlung in ihren Filmen, erzählen sie also noch eine andere Geschichte:
Nämlich die von Jesus Christus. Von seiner Berufung, seinem Wirken und am Ende auch von seiner Selbstopferung für die anderen. Achten Sie vielleicht mal drauf, wenn MATRIX beim nächsten Mal im Fernsehen läuft.
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RPR1 "Angedacht": Leben, das leben will.
Kirchenrat Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 15. Januar 2010.
Er war Musiker, Philosoph, Mediziner, Theologe. In jedem der Fachgebiete versiert und engagiert. Ein ausgezeichneter Mann und Friedensnobelpreisträger. Sein Name: Albert Schweitzer.
Zur Zeit ist gerade ein Spielfilm über ihn in den Kinos zu sehen. „Ein Leben für Afrika“ heißt er und schildert vor allem Albert Schweitzers Tätigkeit als Urwalddoktor in afrikanischen Lambaréné. Dort hatte Schweitzer kurz vor Ausbruch des 1. Weltkrieges ein Krankenhaus für die einheimische Bevölkerung gegründet.
Der Theologe Albert Schweitzer nennt als Grund für sein Engagement die „Ehrfurcht vor dem Leben“. Wer über die Welt und sich selber nachdenkt, merkt, dass alles, was ihn umgibt, Pflanzen, Tiere, Mitmenschen, genau gleich am Leben hängt wie er selber. Schweitzer formuliert dies in einem prägnanten Satz:
„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“
Wer das begriffen hat, der muss allem Leben in Liebe begegnen. Diese Ehrfurcht vor dem Leben aber wächst für Schweitzer aus der Achtung vor Gott, denn er ist es, der jedem Wesen das Leben schenkt.
Deshalb kommt es für Schweitzer darauf an, allem Leben und dem Schöpfer Achtung entgegenzubringen. Ich stimme Albert Schweitzer zu:
„Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will.“
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Rockland Radio 'Feels like heaven': God gave Rock ´n Roll to you!
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 14. Januar 2010.
Bei Rockland Radio spielen sie, was sie wollen und oft auch das, was ich will. Zum Beispiel das hier:
Einspieler: God gave rock´n roll to you
Feinster Bombast-Rock von KISS. Und das Ganze mit einer klaren Aussage: Musik ist ein Geschenk Gottes. Eines, das wir dringend brauchen. In der letzten Strophe heißt es:
Einspieler: Life sometimes can get tough
Das Leben ist manchmal härter als es uns gut tut. Rock´n Roll und Musik im Allgemeinen kann dann echt zu einem Ventil für uns und unsere Gedanken werden.
Deswegen glaube ich, das KISS völlig richtig damit liegen, dass Rock´n Roll, ja die ganze Musik etwas ist, dass Gott in unsere Seele eingepflanzt hat. Damit wir mal Druck ablassen können, wir mal ne Träne vergießen, wir genießen oder einfach nur richtig Spaß haben können.
Darum: Radio aufgedreht und beim nächsten Lied einfach mal die Seele baumeln lassen. Das tut gut und ist Gottes Wille.
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RPR1 "Angedacht": Zeitlose Vorbilder.
Kirchenrat Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 14. Januar 2010.
Zu den wichtigsten Vorbildern junger Menschen in Deutschland gehören Christen. Das hat eine repräsentative Umfrage bei 14- bis 29-Jährigen ergeben. Auf der Liste stehen Mutter Theresa, Martin Luther, Albert Schweitzer oder Martin Luther-King. Sie repräsentieren für die Befragten Werte wie Nächstenliebe, Toleranz und Zivilcourage.
Allerdings, das sei der Vollständigkeit halber gesagt, zu den Vorbildern gehören für Jugendliche und junge Erwachsene auch der Hindu Mahatma Gandhi und der revolutionär Che Guevara.
Ob nun christlich oder politisch motiviert, auch im 21. Jahrhundert gibt es also noch Idole, die nichts von ihrer Faszination, Ausstrahlung und Wirkungskraft verloren haben.
Diese Vorbilder sind zeitlos und stehen damit im Gegensatz zu der großen Masse von modernen Idolen, die genauso schnell wieder vergessen werden, wie sie ausgerufen wurden.
Während diese Vorbilder aus dem Sport oder dem Showgeschäft wie Eintagsfliegen sterben, leben zeitlose Idole weiter. Sie geben Orientierung und wenden sich gerade gegen Moden und Zeitgeistströmungen.
Die katholische Kirche hat hierfür „Heilige“, die sozusagen von Amtswegen den Status als Vorbilder zugesprochen bekommen. Wir Protestanten sehen dies ein wenig nüchterner und nennen sie lieber Glaubenszeugen: Menschen, die sich von der Gnade Gottes erreichen lassen und damit Orientierung geben für die Zukunft anderer.
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