Rockland Radio 'Feels like heaven': Ruf mal wieder an!
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 13. Januar 2010.
Wenn es mir mal richtig schlecht geht, dann rufe ich jemanden an. Einen guten Freund oder eine alte Freundin zum Beispiel. Ihnen erzähle ich dann, was mir gerade auf der Seele liegt: Mein kaputtes Auto, der Ärger in der Familie oder die Trauer um einen verstorbenen Menschen.
Nach dem Gespräch – dann sind Probleme zwar immer noch da, aber trotzdem geht’s mir viel besser.
Es tut eben wirklich gut, einfach mal loszuwerden, was mich bedrückt. Und oft geht es mir so, dass ich durch das Reden mit anderen neue Perspektiven gewinne. Vielleicht fühle ich getröstet oder ich erkenne, dass es anderen noch viel schlechter geht.
Weil mir solche Anrufe gut tun, kenne ich die wichtigsten Nummern für solche Fälle auswendig. Zum Beispiel die 5015. Das ist eine der Nummern, unter denen ich Gott erreichen kann. In Psalm 50 Vers 15 heißt es:
„Rufe mich an in der Not, so will ich dich retten“.Also, vielleicht probieren sie es auch mal aus und nutzen das Angebot Gottes, wenn er sagt: Ruf mal wieder an!
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RPR1 "Angedacht": Eine überzeugende Rolle.
Kirchenrat Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Mittwoch, 13. Januar 2010.
Sie heißen Pater Brown oder Pfarrer Braun, Don Camillo oder Pater Castell. In Fernsehsendungen oder Spielfilmen sind sie im Auftrage des Herrn unterwegs.
Sie verkündigen nicht nur das Evangelium, sondern kümmern sich um soziale und familiäre Konflikte, mischen sich in die Politik ein und überführen Verbrecher. In jedem Falle haben sie Erfolg, finden die richtigen Worte und eine Lösung für Konflikte.
Diese Fernsehpfarrer sind Sympathieträger. Nicht zuletzt deshalb sind sie Garant für gute Quoten. Und die Programmverantwortlichen der Sender finden, dass über solche sympathischen Figuren Religion und Glaube im Fernsehen transportiert werden kann.
„Durch einen unterhaltsam inszenierten Fernsehpfarrer kann Religion im Programm präsent sein“, sagt die Programmdirektorin einer Fernsehanstalt.
Und ein Universitätsprofessor ergänzt, dass Religion nur dann im Programm funktioniert, wenn sie „nicht belehrend daherkommt, sondern als Angebot zur Bewältigung von Alltagssituationen“.
Ich finde: nicht nur im Fernsehen funktioniert Religion und Glaube so. Auch in der Realität: Pfarrer sind auch im wahren Leben Zeitgenossen, die nicht mit erhobenem Zeigefinger durch die Gegend laufen und immer alles besser wissen.
Sie sind Profis ihres Fachs, mit Ecken und Kanten und manchmal auch mit ihrer eigenen Ratlosigkeit. Eine überzeugende Rolle, wie ich finde. Im Film wie in der Realität.
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Brückenbauer zur Jugend. Peter Gordner macht ein Freiwilliges Soziales Jahr in der Pfarrei Pirmasens-Winzeln.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom Sonntag, 10. Januar 2010.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Es ist gut, neugierig zu sein.
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 12. Januar 2010.
Als Pfarrer fragen mich viele Menschen zu Recht: Sagen Sie mal, warum glauben Sie eigentlich an Gott? Eine gute Frage, auf die ich antworte: Bei mir hat der Glaube schon als Kind angefangen und das hat auch mit meiner Erziehung zu tun.
Meine Oma hat mir immer viel von Gott und Jesus erzählt. Diese Geschichten, die haben mich dann neugierig gemacht. Ich wollte wissen, was dahinter steckt. Hinter dem was ich von meiner Oma gehört habe und was ich als Kind einfach so geglaubt habe. Also habe ich angefangen, Fragen zu stellen und auch mal misstrauisch zu sein.
Genau das hat mich dann persönlich immer ein Stückchen weiter geführt. Denn gerade dadurch bin ich gewiss, dass Jesus Christus der Sohn Gottes ist.
Und ihm bin ich dankbar dafür, dass ich neugierig war und immer noch bin. Denn das heißt nicht, immer nur den neuesten Tratsch hören zu wollen.
Neugierig sein – das ist der Beginn einer ganz besonderen Reise im Leben. Sie tut der Seele gut und auf ihr können Sie, genau so wie ich, Gott begegnen. Gute Reise, wünsche ich Ihnen!
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RPR1 "Angedacht": Local heroes.
Kirchenrat Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Dienstag, 12. Januar 2010.
„Top Ten“-Listen sind in. Die zehn besten, größten, berühmtesten, erfolgreichsten Hits, Filme oder Stars werden in einer Liste erfasst.
Ganz neu gibt es jetzt gibt es eine „Top-Ten“-Liste, die nur von Müttern erstellt wurde. Sie haben eine Liste der zehn schlechtesten Vorbilder für ihre Kinder erstellt und an der Spitze steht der Pop-Titan Dieter Bohlen.
Grund dafür sind nach Angaben der Mütter die fiesen Sprüche, die Dieter Bohlen in der DSDS-Show gegenüber den Kandidaten mache.
Dabei stellt sich mir die Frage: woher wissen die Mütter eigentlich, dass Dieter Bohlen die Kandidaten beleidigt? Gucken diese Mütter etwa DSDS und das womöglich auch noch mit ihren Kindern?
Natürlich brauchen Kinder Vorbilder. Aber Jugendforscher sagen, dass es neben den Fernseh-, Musik- und Kinostars gerade die „Local heroes“ sind, die als Vorbilder eine große Rolle spielen. Menschen aus der nächsten Umgebung: Lehrer, Trainer, ältere Geschwister. Und: Vater und Mutter.
„Local heroes“ als Top-Vorbilder. Das funktioniert dann, wenn sie sich als Menschen zeigen, die authentisch sind, die sich um das Gute und Rechte bemühen und die Ecken und Kanten haben.
Dann brauchen wir keine Liste von schlechten Vorbildern, sondern wir können unseren Kindern sagen, was der Apostel Paulus empfiehlt: „was ihr gelernt und empfangen und gehört und gesehen habt an mir, das tut.“
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RPR1 "Angedacht": Ehrfurcht vor dem Leben.
Kirchenrat Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Montag, 11. Januar 2010:
Tod, Gewalt, Ausbeutung und Unterdrückung. Das sind Merkmale unserer Welt. Jedenfalls wenn wir mit offenen Ohren die Nachrichten hören. Und als ob die wirkliche Welt nicht grausam genug wäre, erfinden Computerspielproduzenten auch noch virtuelle Welten, die mindestens genauso grausam sind.
Da können die Spieler zum Beispiel die Rolle von Terroristen oder von Antiterroreinheiten übernehmen. Wer gegnerische Spieler eliminiert, der erhält Punkte. Je mehr, desto besser.
„Die Gewalt im Spiel hat mit der Realität nichts zu tun!“ Das sagen Vertreter der Computerspielindustrie. Die Spiele würden vielmehr Werte vermitteln, die die Gemeinschaft stärken und den Sportsgeist wecken. Ist der virtuelle Kampf auf Leben und Tod also eher ein Trainingslager für Gerechtigkeit, Liebe und Frieden?
Verstehen Sie mich richtig: Ich bin nicht für generelle Verbote von Computerspielen, erst recht verteufle ich nicht all diejenigen, die sie spielen. Aber ich finde, dass die Gewalt im Spiel schon etwas mit der Realität zu tun hat. Und weder reale Gewalt noch brutale Computerspiele sind geeignet, unsere Welt friedlicher zu machen.
Das Gefühl dafür, dass jedes Leben kostbar ist, dieses Gefühl darf nicht abstumpfen. Der Theologe Albert Schweitzer hat dieses Gefühl als „Ehrfurcht vor dem Leben“ bezeichnet. Er hat gesagt „Ohne Ehrfurcht vor dem Leben hat die Menschheit keine Zukunft.“ Und das gilt in der realen, wie in der virtuellen Welt.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': Was bleibt?
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 11. Januar 2010.
Jetzt ist es langsam endgültig vorbei. Die letzten Lichterketten verschwinden aus den Fenstern, die Christbäume liegen auf die Straße und die Geschenke sind umgetauscht. Für diesen Winter ist das Weihnachtsfest geschafft.
Aber gibt es auch etwas, das bleibt vom Fest der Liebe? Außer den Pfunden auf den Rippen, dem ein oder anderen Geschenk und der Erkenntnis, dass es im Kreise der Familie nicht immer super schön sein muss?
Ich finde, es ist wichtig, diese Frage zu stellen, denn die Geburt Christi ist mehr sein als ein Gürtel, der auf einmal zu eng wird, eine neue Handtasche oder eine Spielekonsole.
Christ ist erschienen, uns zu versühnen, so haben es die Menschen in den Kirchen gesungen. Damit haben wir einen Tipp bekommen, was Weihnachten bedeutet, auch von Januar bis November.
Versühnen – das kann heißen, über das Miteinander der Menschen nachzudenken und zu überlegen, wie wir genau das besser machen können. Gerade dann, wenn die Familienfeier im Chaos geendet hat. Das ist auf jeden Fall etwas, was von Weihnachten geblieben ist und das jeden Tag ein bisschen mehr gelingen lässt.
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