Rockland Radio "Feels like heaven": Der Tag ohne Katastrophen.

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 12. Februar 2010:

Wussten sie eigentlich, dass heute, am 12. Februar vor genau 1129 Jahren der ostfränkische König Karl der Dicke von Papst Johannes VIII zum römischen Kaiser gekrönt wurde? Nein?

Aber sicher ist ihnen doch bewusst, dass Lewis Edson Waterman heute vor 126 Jahren das US-Patent 293545 angemeldet hat. Bis heute bekannt als der Füllfederhalter. Auch nicht?

Und genau heute vor 79 Jahren ging Radio Vatikan versuchsweise auf Sendebetrieb.

Ich gebe es ja gerne zu – es sind vielleicht ganz nette Fakten, aber wirklich weltbewegend sind sie nun auch wieder nicht. Ich hab sie im Netz nachgelesen! All diese wenig spektakulären Ereignisse weisen aber auf das wirklich Besondere des heutigen Tages hin:

Es gibt für heute keinen Eintrag, das irgendwann irgendwo auf der Welt eine Katastrophe passiert wäre.
Und es ist gut, wenn das so bleibt.

Sofern es an Gott liegt glaube ich, dass es ihm ganz recht so ist. Und dass wir etwas dazu tun, dass heute ein Tag ohne Katastrophen bleibt, dazu schenke Gott uns heute seinen Segen.

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RPR1 "Angedacht": Das Kreuz bringt neues Leben.

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Freitag, 12. Februar 2010:

Das Kreuz bringt neues Leben. Nach seinen unsäglichen Leiden am Kreuz ist Jesus Christus auferstanden und hat den Tod ein für allemal besiegt. Für die Menschen in Haiti könnte wahr werden, was Christen seit Ostern glauben.

Die Menschen aus Haiti, diesem geschundenen Land, haben vieles ertragen. Diktaturen, Bürgerkriege, Armut und Elend. Schon seit vielen Jahren kommen dringend benötigte Förderprogramme nicht richtig in Gang, dazu ist jegliche Aufbauarbeit an den Mächtigen des Landes gescheitert. Dann das Erdbeben: Tausende Tote, unzählige Verletzte, dazu ein verwüstetes Land.

Das Kreuz bringt neues Leben. Die Haitianer könnten es in den nächsten Monaten und Jahren hautnah erleben. Denn das Leiden eines Landes ist öffentlich geworden durch die Bilder im Fernsehen.

Verschüttete Menschen, leidende Kinder und Erwachsene. Weltweit haben Menschen Mitgefühl empfunden mit den Menschen in Haiti. Mit ihnen haben sie die Toten beklagt, mit ihnen haben sie gejubelt bei der Rettung jedes tot geglaubten verschütteten Menschen.

Die Menschen fühlen mit den Haitianern und sie helfen. Mit einem Mal sind sie da: die Gelder für den Wiederaufbau. Erste Hilfsprojekte laufen an. Die Überlebenden haben jetzt eine Chance. Das Kreuz bringt neues Leben. Haiti wäre es wirklich zu wünschen.

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Rockland Radio "Feels like heaven": Feier- und Fastenzeiten.

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 11. Februar 2010:

Karneval, Fastnacht, Fasching, Fünfte Jahreszeit… die Bezeichnungen sind so verschieden wie die Bräuche. Das gilt auch für den heutigen Altweiberfasching.

Im Rheinland ist ja heute zumindest ein inoffizieller Feiertag – und ich bin froh, dass ich heute nicht in einem Großraum-Büro arbeite! Denn die paar Krawatten, die ich habe, die möchte ich auch gerne in voller Länge behalten.

Mal richtig feiern, ausgelassen sein, aus sich heraus gehen und das Leben in vollen Zügen genießen – das brauchen wir! Und Fasching lädt uns dazu ein. Mal über den eigenen Schatten springen, neues ausprobieren und auch mal über die Strenge schlagen.

Aber Fasching hält mit all seiner guten Laune doch trotzdem die Erinnerung wach, dass es auch andere Zeiten gibt. Im Leben gibt es eben nicht nur Feier- sondern manchmal auch Fastenzeiten, wo vieles fehlt und manches schwer fällt.

Beides gehört zusammen: Feiern, Frohsinn, Fröhlichkeit und danach auch wieder Alltag, große und kleine Problemchen, die dann auch wieder bedacht und bearbeitet werden wollen.

Und mit Sicherheit gilt, dass mit Humor und guter Laune auch nach Fasching manches besser läuft!

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RPR1 "Angedacht": "Weiberaufstand".

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 11. Februar 2010:

Heute sind die Frauen an der Macht. An Weiberfastnacht gibt´s viele abgeschnittene Krawatten, entfesselte Furien und einen Hauch von Revolution. Denn wenn die Frauen heute in den Faschingshochburgen die Rathäuser stürmen, proben sie damit ganz klar den Aufstand gegen eine – gefühlte – übermächtige Männerwelt.

Heute sind die Frauen an der Macht und fordern närrisch-selbstbewusst Gleichberechtigung. Dabei hat sich ja schon einiges getan. Im Grundgesetz ist die Gleichstellung von Mann und Frau klar geregelt. Auch wenn sie im Alltag immer wieder neu erkämpft werden muss.

Ein Kampf, den nicht zuletzt auch christliche Männer und Frauen führen. Gerade in der Bibel finden sie Ansätze für ein geschwisterliches, faires Miteinander, wenn es im Neuen Testament heißt: „Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Sklave noch Freier, hier ist nicht Mann noch Frau, denn ihr seid allesamt eins in Christus.“

Dazu passt der Weiberfasching. Denn das ist so ein Tag, an dem im närrischen Treiben die Unterschiede manchmal gleich auf den Kopf gedreht werden: Ob Arm oder reich, Frau oder Mann, Ortsansässiger oder Zugezogener.

Den Hexen unter uns wünsche ich heute schon mal viel Spaß! Und freue mich über ihr närrisches Hexenregiment. Weil sie uns damit den Spiegel vorhalten. Darin sehen wir nichts anderes als unsere noch immer ziemlich verrückte Welt!

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Reise in die Vergangenheit. GospelSingers Schopp präsentieren ihr Musical "Moses".

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 07. Februar 2010.

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RPR1 "Angedacht": Der Zweck heiligt nicht die Mittel.

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 10. Februar 2010:

Glück lässt sich nicht erzwingen. Schon gar nicht, wenn man anderen vorschreiben will, was ihr Glück ist. Genau das wollten in Münster vor ca. 500 Jahren die sogenannten Wiedertäufer, unter ihnen Jan Mathys und Jan van Leiden.

Obwohl sie nur das Gute für die Menschen im Auge hatten, ruinierten sie in kurzer Zeit eine ganze Stadt. Der Zweck heiligt eben nicht die Mittel. Auch nicht bei Jan Mathys und Jan van Leiden. Sie wollten in Münster das Gottesreich errichten und von dort weitertragen in die ganze Welt.

Selbst- und vor allem Gottvertrauen hatten sie genug, und daneben auch noch eine Menge merkwürdiger Vorstellungen: Mit Gewalt wollten sie durchsetzen, was diese Welt zu ihrem Heil braucht.

Deshalb haben sie alle Menschen noch einmal getauft. Sie sollten sich endlich ganz persönlich für Christus entscheiden und auch so leben, wie die sogenannten Wiedertäufer. Euphorisch, überschwänglich, glücklich.

Doch Glück lässt sich bekanntlich nicht erzwingen. So kam es zu Terror, Gewalt, Mord und Totschlag. Der Versuch, Gottes Reich mit Gewalt zu errichten, ging jämmerlich daneben.

Bis heute sind die Wiedertäufer aus dem 16. Jahrhundert eine Warnung für alle, die das Gute mit Gewalt durchsetzen wollen. Der Zweck heiligt keineswegs die Mittel. Schon gar nicht, wenn es um das Reich Gottes auf Erden geht.

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Rockland Radio "Feels like heaven": Eine unbezahlbare Währung.

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 09. Februar 2010:

Geld regiert die Welt! Der Spruch ist genauso alt wie er richtig zu sein scheint! Nicht Barack Obama, nicht Angela Merkel oder sonst irgendein Politiker lenkt das Weltgeschick, sondern schlicht und ergreifend das Geld.

Etwa 5 Billionen Euro werden jeden Tag per Knopfdruck um den Globus gelenkt. 5 Billionen, das ist eine 5 mit 12 Nullen dahinter. In aufeinandergelegten 500 Euro Scheinen hätte eine Billion eine Höhe von 210 Kilometern.

Da wird munter verschoben und gezockt, spekuliert und angelegt. Per Knopfdruck kann ein Land heute bitterarm und morgen stinkreich sein – einfach so!

Aber trotzdem will ich aber auch nicht so recht dran glauben, dass Geld die ganze Welt regiert! Und dass Geld allein nicht glücklich macht, das sollte sich inzwischen auch schon herum gesprochen haben. Denn noch so viele Billionen können die Liebe nicht ersetzen und noch so viele Nullen machen die Welt kein Stückchen besser.

Ich bekenne mich hiermit als altmodisch und vielleicht auch ein bisschen weltfremd. Denn ich glaube, dass letztlich Gott die Welt regiert – denn seine Währung sind weder Dollar noch Euro, sondern die Liebe – und die ist letztlich unbezahlbar!

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