Rockland Radio "Feels like heaven": Spuren im Schnee.
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 10. Februar 2010:
Der Winter hatte uns voll im Griff – zumindest gibt es dieses Jahr mal wieder richtig Schnee! Gut, wenn man dann Profil hat: auf den Reifen, auf den Schuhen – ja und vielleicht auch im Leben. Denn nur mit Profil bekommt man Halt, hinterlässt Spuren und einen Eindruck und kommt vorwärts.
Mein Profil, das ist nicht nur meine Seitenansicht und auch nicht nur meine Spuren, die ich im Schnee hinterlasse. Mein Profil ist das, was mir Halt gibt, was erhaben ist bei uns, was mich auszeichnet.
Ich glaube fest daran, dass Gott es mag, wenn Menschen profiliert sind. Wenn sie eindrücklich glauben und ausdrücklich dazu stehen.
Ich glaube fest daran, dass Gott gerne Menschen mit Profil mag, die Spuren hinterlassen und einen Eindruck bei anderen.
Ich glaube fest daran, dass Gott gerne Menschen mit Grip mag, die ihren Weg suchen und finden und ihr Leben so im Griff haben.
Gott selbst hat es ja vor gemacht: Denn Jesus war ein absolut profilierter Mahner für Gerechtigkeit, Frieden und Versöhnung. Gott hat in Jesus Christus tiefe Spuren der Nächstenliebe in dieser Welt hinterlassen.
Und solche Spuren kann auch ich hinterlassen und zwar nicht nur dann, wenn es geschneit hat und es rutschig ist auf der Straße.
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RPR1 "Angedacht": Gott ist kein Spitzel.
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 08. Februar 2010:
Mit Gewalt wollten sie die Menschen zu ihrem Glück zwingen. Und hatten selbst die Ahnung, dass diese Rechnung hinten und vorne nicht aufgeht. Als heute vor 60 Jahren die Machthaber in der damaligen DDR ihr Ministerium für Staatssicherheit, die Stasi, gründeten, haben sie vom perfekten Spitzelstaat geträumt.
Die Herrschenden wollten auf Nummer sicher gehen. Frei nach dem Motto: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.
Alles zu wissen, war allerdings auch keine Lösung. Die Politiker haben versucht, die Strukturprobleme eines gescheiterten Systems zu verdecken. Jede Kritik daran sollte im Keime erstickt werden. So war es gedacht. Und hat immerhin 40 Jahre funktioniert.
„Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehst alle meine Wege“. Wenn Gott in der Bibel so beschrieben wird, dann ist er damit doch ein anderer Herrscher. Gott ist nicht die Stasi. Ein Glück. Auch, wenn er den Anspruch hat, alles zu wissen.
Jesus beschreibt Gott als den lieben Vater, dessen Blick liebevoll auf den Menschen ruht. Als einen, der auf Vertrauen setzt statt auf Kontrolle und Angst. Der die Liebe ist. Und das Gute will für die Menschen.
Und vielleicht deshalb auch froh war, als es mit der Stasi zu Ende ging. So, wie Gott sich immer freut, wenn Ungerechtigkeit an ihr Ende kommt. So heißt es in der Bibel. Ich glaube daran.
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Rockland Radio "Feels like heaven": Etwas Leichtes kann sehr schwer werden.
Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 08. Februar 2010:
Ich möchte Sie zu einem Experiment einladen. Machen sie doch mal Straßenexerzitien. Klingt ein bisschen wie bittere Medizin, meint aber was ganz einfaches, was doch ziemlich schwer werden kann.
Straßenexerzitien machen, das heißt: Ich lasse mich einfach durch die Straßen meiner Stadt treiben, nehme wahr, habe Zeit, schaue mal genau hin.
Wie riecht es hier eigentlich? Wie fühlt sich das an, hier zu laufen? Was kann ich in den Gesichtern der Leute erkennen? Sehe ich Hoffnung oder Resignation, kann ich mich mit freuen, wenn andere lachen und mit leiden, wenn ich so manches Leid sehe?
Straßenexerzitien sind ganz einfach – aber doch so schwer. Schwer deshalb, weil man keine Aufgabe hat, sondern einfach nur offen ist für Eindrücke, sich von ihnen berühren lässt und versucht sich einzufühlen, wo sonst alles nur oberflächlich ist.
Und warum das Ganze? Ist das nicht Zeitverschwendung und frommer Blödsinn? Das können sie nur herausfinden, wenn sie es selbst mal probieren.
Ich persönlich glaube, dass Gott auch auf den Straßen unserer Städte unterwegs ist. Vielleicht entdecken sie ihn ja genau dort – oder er entdeckt sie, weil sie sich gerade Zeit nehmen für Straßenexerzitien.
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RPR1 "Angedacht": Ein göttliches Tattoo.
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 08. Februar 2010:
Victoria und David Beckham haben eins, Britney Spears und Madonna auch. Alle tragen hebräische Tattoos auf ihrem Körper. Auf dem Oberarm, auf dem Rücken oder im Nacken.
Auf deutsch heißen die Tätowierungen „dem geliebten Menschen in Liebe und Hingabe“, „Heilung“ oder einfach nur „Liebe“.
Dass Prominente eine Jahrtausende alte Schrift auswählen, um ihre aktuellen Gefühle ausdrücken, kann ich gut verstehen. Die Sprache des Alten Testaments umweht ein besonderer Geist. In den ersten Büchern der Bibel geht Gott Bündnisse mit den Menschen ein. Er verspricht ihnen seine Treue und Liebe, die stärker sind als Schuld und Tod.
Voll Liebe hat Gott selbst einem Mörder ein Zeichen auf die Stirn tätowiert. Nachdem Kain seinen Bruder Abel erschlagen hatte, sollte das den Brudermörder davor bewahren, von anderen erschlagen zu werden – als schützendes Zeichen. Denn seine Schuld war mehr, als er ertragen konnte.
Im Alten Testament gehört alles von Anfang an zusammen: Schuld und Reue, Liebe und Heilung. Kein Wunder also, dass auch Promis gerne auf hebräische Wörter zurückgreifen, wenn sie sich tätowieren lassen.
Was das Zeichen auf Kains Stirn wohl bedeutet hat? Man weiß es nicht, aber vielleicht war es einfach das hebräische Wort: Ahawa, auf Deutsch: „Liebe!“
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RPR1 "Angedacht": Keine Rollen mehr.
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 07. Februar 2010:
Der Verkehr rollt mal wieder nur langsam. Im Schritttempo schieben sich hunderte von Autos im Dunkeln durch die Stadt. Berufsverkehr. Mittendrin: ich in meinem Auto auf dem Weg zur Arbeit. Auf dem Bürgersteig neben der Straße fällt mir dabei ein Rollstuhl auf. Er ist leer.
Ganz automatisch fange ich an, den Fahrer auf dem Boden zu suchen. Aber obwohl die Straßenlaternen den Bürgersteig hell erleuchten, kann ich den Fahrer dort nicht sehen.
Das ändert sich 50 Meter später. Der Fahrer liegt allerdings nicht auf dem Boden, sondern hängt in den Armen einer jungen Frau. Mit ihrer Hilfe gelingt es dem Rollstuhlfahrer, zu gehen. Zittrig, unsicher, mühsam sehen seine Schritte aus. Und dennoch: Er kommt vorwärts.
Eine Viertelstunde später bin ich auf der Arbeit und habe immer noch das Bild vor Augen: vom Rollstuhlfahrer in den Armen der jungen Frau.
„Einer trage die Last des anderen“ – so schreibt es der Apostel Paulus im Neuen Testament. Es geht darum, sich um den anderen zu kümmern, ihm das abzunehmen, was das Leben schwermacht. Den Stress, die Sorgen oder die Last, die sich in Kilogramm messen lässt. Das Körpergewicht des anderen.
Dadurch dass die junge Frau diese Last getragen hat, konnte der Rollstuhlfahrer plötzlich gehen. Und Während hunderte von Menschen in ihren Autos an ihm vorbeigerollt sind, hat er für kurze Zeit gar keine Rollen mehr gebraucht.
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Oase der Ruhe. Erstes Kinderhospiz des Landes in Dudenhofen eröffnet.
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 6, zum 07. Februar 2010.
(Sprecher: Dejan Vilov)
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Himmelsleiter.
Pfarrer Andreas Klodt, Mainz, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Freitag, 05. Februar 2010.
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