RPR1 "Angedacht": Langweiliger Brei.
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 30. November 2010:
Ob das irgendjemand bemerkt? Wir Menschen sind etwas Besonderes – jeder und jede für sich. Einzigartig, individuell, unverwechselbar. Und wir möchten daher auch besonders leben. Jeder und jede von uns.
Gleichzeitig wird unsere Welt immer aber fader und langweiliger. Gerade unsere Einkaufswelt. Wer durch die Fußgängerzonen der Republik läuft, findet überall die gleichen Geschäfte.
Klar, das hat auch Vorteile. Wer bei einer Bäckerei-Kette Kaffee trinkt, kann sich darauf verlassen, immer die gleiche Qualität zu bekommen, egal, ob in Berlin, Frankfurt oder Kaiserslautern. Total langweilig? Immer cool, hip und ausgefallen zu sein – das kann Stress machen. Ist nämlich gar nicht so leicht in unserer globalisierten Welt.
Da wird das Besondere gerne dem Einheitsbrei geopfert. Mir tut es deshalb gut, zu wissen, dass ich bei Gott wirklich etwas Besonderes bin. Und zwar völlig stressfrei; ohne etwas dafür tun zu müssen.
Wenn Gott in der Adventszeit auf uns zukommt, dann gerade, um uns zu sagen: „Mach Dir keinen Druck. Du bist etwas Besonderes, ein echtes Unikat und unendlich wertvoll, auch wenn’s nicht immer alle um dich herum bemerken.“ Schön, dass schon mal Gott das tut.
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Rockland Radio 'Feels like heaven': November Regen 2.
Pfarrer Dr. Jörg Weber, Trier, spricht “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 30. November 2010.
Noch immer ist November und noch immer geht mir mein persönliches Novemberlied von Guns´n´Roses nicht aus dem Kopf. „November Rain“. Ein trauriges Lied von Abschied und Schmerz. Aber ganz am Ende des Liedes ist auch von Hoffnung die Rede.
„Lass die Finsternis, wir können einen Weg finden, denn nichts bleibt ewig, auch der kalte Novemberregen nicht.“ Dann geht es noch mal richtig ab. Das Lied wird optimistischer, der Regen, die Trauer sind Vergangenheit.
Auch das hat für mich etwas mit der Erfahrung dieser Tage zu tun. Nach dem Novemberregen kommen oft die klaren Tage Anfang Dezember. Nach der Abschiedskerze am Ewigkeitssonntag kommt das Lichtermeer des Advents. Der Weg hin zu Weihnachten.
In mir verändert sich etwas. In mir wächst die Freude auf das, was kommt. Der Prophet Jesaja drückt das in der Bibel so aus: „Das Volk, das im Finstern wandelt, sieht ein großes Licht. Und über denen, die da wohnen im finsteren Lande, scheint es hell.“
Die Lichter der Adventszeit sind für mich Lichter der Hoffnung. Helligkeit in dunklen Tagen. Ich spüre das Ende des grauen Novembers, ich spüre den Advent.
Rockland Radio 'Feels like heaven': November Regen 1.
Pfarrer Dr. Jörg Weber, Trier, spricht “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Montag, 29. November 2010.
Noch immer ist November. Für mich der schlimmste Monat des Jahres. Regnerisch, kalt und ungemütlich. Das Lied, das diese Stimmung am besten beschreibt, ist für mich immer noch der Klassiker „November Rain“ von Guns´n´Roses.
Ein Liebeslied voller Trauer angesichts verpasster Chancen. Musik wie Regentropfen an einem kalten Novembertag. Das innere Frösteln und die leidende Stimme von Axl Rose. „Nichts bleibt ewig. Und wir beide wissen, dass Herzen sich ändern können und es schwer ist, eine brennende Kerze im kalten Novemberregen zu halten.“
Der November steht für mich für Trauer, Tränen und Abschied. Die Endlichkeit des Lebens, das Ende einer Liebe oder enttäuschte Erwartungen und Wünsche. Die Kirchen haben das in den letzten Wochen mit Gedenkfeiern zu Allerheiligen, Volkstrauertag und Totensonntag begleitet.
Es ist wichtig, mit der eigenen Trauer nicht alleine zu bleiben. Und es ist gut, sie auszudrücken, sei es in einer Kirche mit brennenden Kerzen, sei es als Gebet, sei es als Brief an einen Freund. Oder sei es als schönes Lied, so wie November Rain.
RPR1 "Angedacht": Verspätung lohnt sich.
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 29. November 2010:
Niemand wartet gerne, egal ob beim Arzt, an der Ampel oder auf dem Bahnhof. Manche Verspätungen haben aber auch ihre guten Seite: Kommt zum Beispiel ein Zug deutlich zu spät an, kann man einen Teil des Fahrpreises erstattet bekommen.
Mit einer solchen Regelung wären die christlichen Kirchen längst pleite. Jedes Jahr warten sie im Advent auf die Ankunft ihres Herrn Jesus Christus, feiern ihn – und jedes Jahr scheint er sich immer weiter zu verspäten.
Wann wird er endlich kommen? Wann gibt es endlich kein Leid, kein Geschrei, keine Tränen mehr, wie es die Bibel beschreibt? Wann hat der Tod denn nun endlich seine Macht verloren haben? Wann kommt der Herr und macht diese Welt wieder zum Paradies, das sie ganz am Anfang einmal war?
Keiner weiß, wann es so weit ist. Die Hoffnung darauf hält sich nun schon 2000 Jahre. Sie ist ein Menschheitstraum. Jesus hat ihn geträumt und seither Milliarden von Menschen mit ihm. Sie alle waren ganz schön hoffnungsvoll.
Wer starke Verspätungen schon erlebt hat, der weiß, dass sehr langes Warten nicht jedermanns Sache ist. Umso größer die Freude, wenn es dann endlich so weit ist. Wie gesagt: Manche Verspätungen haben auch ihre guten Seiten. Wenn es eintritt, was sich Christen im Advent erhoffen, dann hat sich das Warten gelohnt. Doppelt und dreifach.
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RPR1 "Angedacht": Ägypten**** AI.
Pfarrer Dejan Vilov, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und „Feels like heaven“ bei Rockland Radio am Sonntag, 28. November 2010:
Aus den Schaufenstern der Reisebüros locken sie uns nicht nur im Sommer, sondern gerade auch in der Advents- und Weihnachtszeit: Die aktuellen Angebote für Pauschalreisen. Sonnenziele sind dabei besonders beliebt.
In Ägypten und auf den kanarischen Inseln erwarten den Urlauber auch in der Adventszeit deutlich über 20 Grad Celsius. Und das Ganze oft auch noch „AI“, das heißt all inclusive. Im Reisepreis sind die meisten Leistungen des Hotels bereits enthalten. Das klingt verlockend! Oder vielleicht doch nicht?
Ich kenne Menschen, die sagen: „Zur Advents- und Weihnachtszeit gehören Kälte und Schnee. Ohne sie komme ich nicht in Weihnachtsstimmung.“ Pina Colada statt Früchtetee, Sonnenbrand statt Erkältungsbad – all das käme für diese Menschen nicht in Frage. Und das ist gut. Genauso wie eine adventliche Reise in den Süden.
Denn die frohe Botschaft, die von Weihnachten ausgeht und auf die sich Christen im Advent vorbereiten, ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden. Gott lässt uns Menschen nicht allein. Er selbst wird einer von uns. Frierend und wehrlos liegt er in der Krippe. Das kleine Jesuskind zeigt, dass Gott uns Menschen sucht, dass er mitten unter uns leben möchte.
Egal, wo wir uns befinden – an diesem göttlichen Angebot ändert sich nichts. Und mehr brauchen wir nicht. Denn darin nicht nur vieles, sondern wirklich alles enthalten, was wir zum Leben und zum Sterben brauchen. Ein echtes all inclusive-Angebot.
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Lieblingsengel.
Pfarrerin Cornelia Michels-Zepp, Bad Kreuznach, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Freitag, 26. November 2010.
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Weizenmischbrot für den guten Zweck. Bäckereikette und Kirchengemeinden verkaufen Weizenmischbrot für den guten Zweck.
Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 48 zum 28. November 2010.
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