SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Gottverlassen.

Pfarrerin Renata Kiworr-Ruppenthal, Mainz, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Dienstag, 15. Februar 2011.

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Ein Grund zum Feiern. Evangelische Jugendkantorei der Pfalz wird 60.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1.

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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Valentinstag für alle.

Pfarrerin Renata Kiworr-Ruppenthal, Mainz, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Montag, 14. Februar 2011.

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RPR1 "Angedacht": Tankstelle.

Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 12. Februar 2011.

Warum haben immer weniger Leute die Sehsucht, sonntags zum Gottesdienst in die Kirche zu gehen? Diese Frage habe ich auf meiner facebook-seite gepostet und eine Menge Antworten darauf bekommen.

Ein user hat vor allem die Uhrzeit der Gottesdienste kritisiert. Sonntags sei der einzige Tag, an dem sie mit der ganzen Familie in Ruhe frühstücken könne. Deshalb habe sie einfach keine Zeit, in den Gottesdienst zu gehen.

Einem anderen user sind die ganzen Abläufe im Gottesdienst zu veraltet. Und auch die Predigten seien immer völlig weltfremd. Sie hätten überhaupt nichts mit dem wirklichen Leben zu tun.

Ich gebe zu: es gibt viele nachvollziehbare Gründe, am Sonntag nicht mehr in die Kirche zu gehen. Trotzdem wünsche ich mir, dass es in Zukunft mehr Menschen mal wieder versuchen. Nicht nur an Weihnachten oder zur Konfirmation eines Angehörigen, sondern auch mal zu einem ganz „normalen“ Gottesdienst.

Ganz klar, nicht alles wird top sein und manches vielleicht sogar komisch, aber ich bin sicher, jeder Besucher kann viel mitnehmen. Trost, neue Kraft oder Ruhe zum Beispiel. Also probieren Sie es doch mal aus, morgen am Sonntag.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Liebenswert.

Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Freitag, 11. Februar 2011.

Einer der bekanntesten Sätze aus der Bibel stammt von Jesus und er heißt: Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst!
An diesem Satz ist vor allem wichtig, dass er aus zwei Teilen besteht. Da ist zum einen die Aufforderung: Liebe Deinen Nächsten. So weit, so gut. Aber Jesus sagt noch mehr, nämlich: wie Dich selbst.

Was ist aber, wenn ich mich selbst eigentlich so gar nicht lieb habe? Genau darin liegt für mich heute das Problem. Ich finde an mir nämlich gerade nicht viel Liebenswertes. Ich bin unrasiert, habe schlechte Laune und weiß jetzt schon, dass ich heute nicht mal die Hälfte von dem schaffen werde, was ich mir vorgenommen habe. Am liebsten würde ich gar nicht aus dem Haus gehen, so unausstehlich finde ich mich heute.

Liebe deinen Nächsten, wie dich selbst! Hat Jesus da also Unsinn geredet? Nein, das denke ich nicht. So einen Tag, an dem man nicht vor die Tür will, den einen hat wohl jeder Mal. Aber zum Glück gilt die Aufforderung Jesu ja nicht nur für mich, sondern für alle Menschen. Irgendeiner von denen wird mir heute hoffentlich noch zeigen, dass ich liebenswert bin.

Und dann kann es auch bei mir wieder klappen, dass ich Jesu Aufforderung befolge. Dann kann ich meinen Nächsten lieben, wie mich selbst. Und darauf freue ich mich!

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RPR1 "Angedacht": Stark.

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Freitag, 11. Februar 2011:

Irgendetwas war stärker als ich – diesen Satz sagen oft Menschen, die erklären wollen, warum sie einen Fehler gemacht haben.

Irgendetwas war stärker als ich – dahinter steckt auch der Wunsch, die Schuld auf jemand anderen schieben zu wollen.
Diese zutiefst menschliche Reaktion ist so alt wie Adam und Eva.

„Die Frau, die du mir gegeben hast, hat mich verführt.“ Sagte Adam, als er von der verbotenen Frucht gegessen hatte. „Die Schlange hat es mir gesagt.“ Sagte Eva, als sie daraufhin von Gott zur Rede gestellt wurde.

Irgendetwas war stärker als ich – Die Umstände, die Angst, die Wut – so sagen wir es heute. Schuld zugeben, gar um Entschuldigung bitten, fällt uns Menschen schwer.
Irgendwie passiert es immer wieder, dass Menschen einen schlimmen Fehler machen. Kein Mensch ist frei davon. Bei allem guten Willen. Irgendwie auch entlastend, dass der jeder und jedem mal so geht. Spannend bleibt es dann nur, wie wir Menschen damit umgehen.

Irgendwas war stärker als ich – und was ist das Allerstärkste?
Am besten ist es wohl, sich zu entschuldigen und damit zur eigenen Schuld zu stehen, statt sie blitzschnell jemand anderem in die Schuhe zu schieben. Danach kann es dann konstruktiv weitergehen. Miteinander statt Gegeneinander. Das ist dann wirklich das Allerstärkste.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Gewaltig.

Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Donnerstag, 10. Februar 2011.

Als Pfarrer gebe ich auch Religionsunterricht in der Schule. In meiner 10. Klasse geht es zur Zeit um das Thema Gewalt in den Medien. Anlass dafür war eine Studie der Uni Augsburg gerade untersucht, wie normale Fernsehserien unseren täglichen Umgang verändern.

Gemeinsam mit den Schülern habe ich deswegen eine 15minütige Sequenz der Serie CSI Miami angeguckt. Die Jugendlichen sollten dabei zählen, wie oft in dieser Viertelstunde Gewalt zu sehen ist. Das Ergebnis der Schüler: vier mal.

Die Forscher der Uni Augsburg haben in dergleichen Sequenz allerdings 27 gewalttätige Verhaltensweisen gezählt. Eine Erklärung für den Unterschied ist einfach: die Schüler haben Beschimpfungen, Lügen und auch Betru gsversuche nicht mitgezählt. Für sie war das ein absolutes normales Verhalten im Umgang miteinander – und keine Gewalt.

Mir zeigt das, wie wichtig Werte wie Ehrlichkeit, Respekt und Rücksichtnahme sind. Sie helfen, dass es unter uns einfach besser klappt. Schon in biblischen Zeit war das klar und in den zehn Geboten geht es ja auch um solche Werte. Nicht töten, nicht lügen, nicht stehlen, Respekt vor dem Alter haben – seit Jahrtausenden bewährt. Es wäre schade, würde wir das alles verlernen.

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