RPR1 "Angedacht": Regenbogen.

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Donnerstag, 10. Februar 2011:

Dürfen schwule und lesbische Geistliche mit ihren Partnern in einem Pfarrhaus leben? Kein Problem, sagt die Evangelische Kirche. Ein neues, deutschlandweites Pfarrerdienstrecht soll es möglich machen.

Aber plötzlich kochen die Emotionen gewaltig hoch. Warnungen kommen von Katholiken, aber auch von evangelischen Altbischöfen. Immerhin kommt Homosexualität in der Bibel nicht gut weg.

Gleichgeschlechtliche Liebe sei ein Gräuel für Gott, so steht es im Alten Testament. Dagegen steht die Botschaft Jesu. Er fordert die Liebe und verurteilt jede Form von Ausgrenzung und Diffamierung. Wie ist die Bibel richtig zu verstehen?

Nun, Auf keinen Fall wortwörtlich. Zum Beispiel halten Christen heute keine Sklaven mehr, auch wenn Paulus es den Christen vor 2000 Jahren ausdrücklich erlaubt hat. Und keiner lebt heute deshalb die Vielehe, nur weil es die in alttestamentlichen Zeiten mal gab.

„Over the rainbow“, das Lied von Judy Garland, galt lange Zeit als Hymne der gleichgeschlechtlichen Liebe. Bunt wie ein Regenbogen sollen künftig auch Pfarrhäuser sein dürfen. Das möchte das neue Pfarrerdienstrecht rechnet auch in erreichen. Vielleicht ist das ärgerlich, vielleicht fortschrittlich, aber auf jeden Fall ist es von Gott gesegnet.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Kreuzbandriss.

Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 09. Februar 2011.

Neulich musste ich ins Krankenhaus. Kreuzbandriss, das passiert halt, wenn man einigermaßen unsportlich ist. Es blieb mir nichts anderes übrig: Ich musste unters Messer und anschließend noch 4 Tage im Krankenhaus bleiben.

Das war schon ein komisches Gefühl: eben noch war ich völlig selbständig und plötzlich brauchte ich für die kleinsten Bewegungen Hilfe. Beim Aufstehen, beim Anziehen oder beim Waschen. Ich kam mir total nutzlos vor. Und das hat schon ziemlich an meiner Psyche gekratzt.

Aber eine gute Seite hatte es: ich habe erlebt, wie gut es tut, wenn sich nette Menschen um einen kümmern. Die Krankenschwestern haben mir nicht einfach nur beim Aufstehen oder Waschen geholfen. Sie haben auch mein geknicktes Selbstwertgefühl wieder aufgerichtet.

Auf diese Weise habe ich erlebt, was es konkret bedeutet, wenn der Apostel Paulus im Römerbrief schreibt: „Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann“.

Diese Worte sind wie eine Anleitung für das Zusammenleben von Menschen. Wenn jeder von uns dem anderen ohne Vorbehalt hilft, dann steigert das unser aller Lebensqualität. Denn wir alle sind auf die Hilfe anderer angewiesen. Und zwar jederzeit. Nicht nur dann, wenn wir mit operiertem Kreuzband im Krankenhaus liegen.

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RPR1 "Angedacht": Supermutter?!

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 09. Februar 2011:

Ist sie nun die beste oder die schlechteste Mutter der Welt? Über die Erziehungsmethoden der Amerikanerin Amy Chua tobt in den USA zurzeit eine wilde Diskussion. „Mutter des Erfolgs“ so lautet der Titel von Chuas Buch, das seit ein paar Tagen auch in Deutschland gekauft werden kann.

Darin beschreibt die Autorin, wie man Kinder zu Höchstleistungen anspornt. Und sie hat Erfolg mit ihrem Konzept des Erfolgs um jeden Preis. Liebesentzug, Drill und in Ausnahmefällen sogar die Drohung, das Lieblingskuscheltier zu verbrennen. Amy Chua geht es um die Zukunft ihrer Kinder. So bringen ihre beiden Kinder heute tatsächliche schulische und musikalische Höchstleistungen.

Auch wir Eltern in Deutschland möchten, dass unsere Kinder es einmal gut haben, wir wollen für sie Sicherheit, Bildung und gute Abschlüsse. Aber auch wenn wir Eltern das manchmal fast glauben: Der Wert eines Menschen bemisst sich nicht an seinen Schulnoten. ´

Ich denke, für Kinder und Erwachsene ist das Leben grundsätzlich lebenswert, wenn sie ein gesundes Selbstwertgefühl entwickeln können. Mein eigenes besteht übrigens darin, dass ich selbst lieben kann und gleichzeitig geliebt werde, ganz unabhängig von Karriere und Leistungsdenken. Und auf dieser Grundlage kann ich dann meine Leistung bringen. So wünsche ich mir das auch für meine Kinder.

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RPR1 "Angedacht": Leopard.

Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 08. Februar 2011:

Als ich noch ein Kind war, hatte ich einen Leoparden. Er begleitete mich, wo immer ich hingegangen bin. Sehen konnte ihn niemand – außer mir. Und selbst ich habe ihn am Anfang gar nicht wahrgenommen.

Ich war müde und hungrig, als ich nach der Schule aus dem Bus stieg. Meine Mutter hatte es nicht geschafft, mich mit dem Auto von der Bushaltestelle abzuholen. Also ging ich zu Fuß, alleine mit meinem schweren Schulranzen auf dem Rücken.

Es zog mich beim Gehen fast zu Boden. Alles, was nicht so gut geklappt hatte in der Schule ging mir durch den Kopf. Der Ärger mit Lehrern, mit Freundinnen und all das, was ich nachmittags noch lernen musste. Es war einfach nur nervig.

Und plötzlich sah ich ihn, den Leoparden. Er lief neben mir her! Ein zahmes Raubtier mit geschmeidigen Schritten, sprühend voll Kraft nach Raubkatzenart. Ich war stolz. Keinem sonst war er aufgefallen.

Mich hatte der Leopard ausgesucht, ich war es, zu dem dieses wilde Tier freiwillig gekommen war. Seine Augen blitzten. Seine Muskeln spielten unter dem gemusterten Fell. Wenn ich langsam lief, lief er auch langsamer. Wenn ich meinen Schritt beschleunigte, lief er mit eleganten Sprüngen mit mir mit.

Auf einmal fühlte ich mich leicht. Es war klar, er begleitete mich, wo immer ich hinging. Heute – viele Jahre später – kann ich den Leopard nicht mehr sehen. Doch trotzdem ist heute einer für mich da, auf den ich mich verlassen kann. Daran glaube ich.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Wer nur den lieben Gott...

Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 08. Februar 2011.

„Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten, in aller Not und Traurigkeit“.

So beginnt ein altes Kirchenlied das ich vor einigen Jahren für mich neu entdeckt habe. Es ist wie so eine Art Hintergrundmusik in meinem Leben geworden. Denn da läuft längst nicht alles glatt. Oft gibt es mehr Probleme als Lösungen. Doch immer wieder habe ich das Lied im Ohr.

„Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten, in aller Not und Traurigkeit“

Da steckt was drin, etwas was ich dann auch ganz nah spüre: Gott wirkt in meinem Leben. Mal durch Freunde und Bekannte, mal durch Einsichten, die ich gewinne und mal durch unerwartete Wendungen.

„Wer nur den lieben Gott lässt walten und hoffet auf ihn allezeit, den wird er wunderbar erhalten, in aller Not und Traurigkeit“

Manch einer sagt da vielleicht, das ist doch alles Zufall, doch ich fühle es: Gott begleitet mich durch mein Leben – das fühlt sich gut an. Für mich ist es klar, er lässt mich nicht alleine, heute nicht und auch nicht in der Zukunft – und darauf kann ich bauen So wie es in der letzten Strophe des Liedes heißt:

„Wer seine Zuversicht auf Gott setzt, den verlässt er nicht.“

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Lätzchen, Deckchen und Co. Pfälzisches Pfarramt für Kindergottesdienst bringt Tauftaschen auf den Markt.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 06.02.

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Alles hängt am Umzug des Jugendpfarramts. Übergemeindliche Dienste könnten an drei Orten konzentriert werden.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 06 zum 06. Februar 2011.

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