RPR1 'Angedacht': Schatzkiste fürs Neue Jahr
Pfarrerin Heide Salm, Homburg-Einöd, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 3. Dezember 2009:
Eine leere Kiste.
Eine meiner Freundinnen hat sie zum Geburtstag geschenkt bekommen.
Eine Schatzkiste ist es.
Eine Schatzkiste für Erinnerungen an all das Schöne, was sie im Laufe des Jahres erlebt. Was sie glücklich macht oder ihr gut tut. Oder für schöne Dinge, die das Leben bereichern.
Meine Freundin füllt sie: Mit einer Muschel aus dem Urlaub, mit einem Buch, das ihr besonders gut gefallen hat. Sie legt ein Foto von ihrer Familie hinein, eine Feder, die sie beim Waldspaziergang gefunden hat, eine schöne Karte von einem Menschen der ihr viel bedeutet.
Viele andere Dinge haben inzwischen in der Schatzkiste einen Platz gefunden.
Wenn ich einen miesen Tag hatte, schaue ich abends oft hinein, sagt sie. Die Erinnerung an das Gute, an die Schätze in meinem Leben gibt mir dann Kraft und macht mich wieder fröhlicher.
Ich finde, das ist eine tolle Idee. So eine Schatzkiste des Herzens. Wie leicht verfliegen schöne Erlebnisse. Wie schnell gerät das Schöne, das ich erlebt habe in einer schweren Zeit aus dem Blick.
Wer sich dann daran erinnern kann, der sieht und fühlt: Es gibt nicht nur die harten Zeiten, nein, ich erlebe auch viel Gutes. Ich habe einen Schatz, den ich immer wieder heben und von dem ich zehren kann. So eine Schatzkiste kann mich daran erinnern.
Ich habe inzwischen auch so ein Kistchen, in dem ich meine Schätze sammle. Schätze für schwere Zeiten, in denen ich mich an die guten erinnern möchte.
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Rockland Radio 'Feels Like Heaven': Seid nicht träge!
Pfarrerin Christine Gölzer, Speyer, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Samstag, 3. Januar 2009:
Seid nicht träge – der Apostel Paulus ermahnt uns dazu. Leicht gesagt, wenn das Wetter draußen gar so schmuddelig und grau ist, nicht Winter, aber auch noch nicht Frühling – und dunkel ist es auch noch. Dann ist es ja auch ganz schön, zuhause auf der Coach herumzulungern und den Jahresanfangsblues ein wenig zu pflegen.
Seid nicht träge. Manche Menschen können das, schon morgens in aller Frühe Energie ausstrahlen, Pläne schmieden noch und nöcher, und nach einem anstrengenden Tag sehen sie dann immer noch aus wie aus dem Ei gepellt. Aber ich brauch manchmal diesen berühmten Tritt in den Allerwertesten. Und meistens ist es hinterher richtig befreiend, wenn ich mich doch noch aufgerappelt habe und joggen gegangen bin, oder mit den Kindern ein Spiel gespielt habe oder endlich mal den Keller aufgeräumt habe, was ich schon so lange vorhatte.
Viel zu viele Dinge schiebe ich vor mir her, viel zu oft finde ich Ausreden, warum jetzt gerade nicht…
Seid nicht träge – diese Mahnung will ich beherzigen, nicht immer, aber vielleicht doch etwas öfter als bisher.
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RPR1 'Angedacht': 2009 - Nichts ist unmöglich
Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 2. Januar 2009:
Heute, am ersten Werktag des neuen Jahres – ob Sie arbeiten oder den Brückentag frei haben – noch einmal Frohes Neues Jahr!
Was das Jahr bringen wird, ist noch ungewiss, und kein Horoskop, kein Bleigießen bringt da Sicherheit. Manche Entscheidung ist zu treffen, manches freudige Ereignis steht an, aber auch wird der ein oder andere Schlag manche Planung zunichte machen.
Über alledem steht ein Bibelwort aus dem Lukasevangelium, die Jahreslosung für 2009: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ Das klingt ein bisschen wie aus der Autowerbung: „Nichts ist unmöööglich.“ Und man denkt dabei zuerst an irgendwelche Wunder, Wasser in Wein verwandeln, über den See laufen, chronisch und Tod-kranke plötzlich heilen.
Aber das Zitat ist aus dem Zusammenhang gerissen. Kurz vorher sagt Jesus: „Es ist leichter, dass ein Kamel durch ein Nadelöhr geht, als dass ein Reicher ins Reich Gottes kommt.“ Und die Jünger sind entsetzt: Wer kann dann ins Reich Gottes kommen? Denn irgendwie, im Großen oder im Kleinen, ob Manager, Vorstandschef oder kleiner Sparer, sind wir doch alle darauf bedacht zu wahren, was uns gehört, sind wir nicht wirklich bereit, alles aufzugeben und Jesus nachzufolgen.
Unmöglich also, zu einem besseren, solidarischen Miteinander zu gelangen? Unmöglich, uns nicht mehr zu sorgen? Unmöglich, ins Reich Gottes zu kommen?
Jesus sagt: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.“ Damit schafft er die Grundlage, dass wir überhaupt leben können. Gott sei Dank!
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RPR1 'Angedacht': Zum Sinn der Jahres- und anderer Losungen
Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 1. Januar 2009:
In regelmäßigen Abständen weisen die Kirchen darauf hin, welchen Wert die Regelmäßigkeit besitzt. Vor allem dann, wenn der Advent wieder einmal in den Spätsommer vorgezogen zu werden droht. Alles hat seine Zeit, und das Einhalten von Rhythmen stiftet Sinn – für den Einzelnen wie auch für die Gemeinschaft.
Das Kirchenjahr ist rhythmisiert nicht nur durch die großen Festdaten wie Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Erntedank, sondern auch durch Bibelworte. Schon vor einem halben Jahrhundert sind die Wochensprüche mit Bezug zum jeweiligen Sonntag in die kirchlichen Agenden eingegangen.
Nicht nur das Kirchenjahr gibt einen Rhythmus vor, sondern auch das säkulare Kalenderjahr und die Jahreszeiten. Christlicher Glaube kann deshalb nicht eingekapselt bleiben in den kirchenjahreszeitlichen Ablauf. Er betrifft das ganze Leben und will auch dafür den Rhythmus vorgeben. Selbst alltägliche Verrichtungen sollen unter dem Vorzeichen des Wortes Gottes stehen.
Und so gibt es neben den jedes Jahr gleichen Wochensprüchen eben auch die jährlich wechselnden Tageslosungen, die Monatssprüche und die Jahreslosung. Die Jahreslosung für 2009 stammt aus dem Lukasevangelium. Jesus spricht: “Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich.” (Lukas 18,27)
Möge Ihnen dies bei alledem, was im Neuen Jahr 2009 auf Sie zukommen mag, eine Stütze und Hoffnung sein.
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