Landeskirche droht streikenden Kindertagesstätten mit Konsequenzen

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 23, zum 07. Juni 2009.

(Sprecher: Dejan Vilov)

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RPR1 'Angedacht': buskampagne.de

Pfarrer Alexander Ebel, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 4. Juni 2009:

„Es gibt mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keinen Gott.“ Das steht auf dem großen Doppeldecker-Bus, der seit sechs Tagen durch Deutschland tourt.

In den kommenden Tagen wird er auch die Region zwischen Köln/Bonn, Frankfurt, Mannheim, Ludwigshafen, Heidelberg und Karlsruhe befahren.

Die Initiatoren wollen eine gesellschaftliche Grundsatzdebatte anregen: „Eine aufgeklärte Weltsicht kann – im Gegensatz zu Dogmatismus, Fanatismus, Fundamentalismus – als Grundlage für unser aller Zusammenleben und Überleben nicht hoch genug veranschlagt werden.“ So zu lesen auf der Internetseite buskampagne.de.

Die Kampagne hat ihren Ursprung in England. Dort war die Folgeaussage aus dem „Es gibt wahrscheinlich keinen Gott“: „Also mach dir keine Sorgen und genieße dein Leben.“ Wo mit Höllenstrafen gedroht wird und Religion angstbesetzt ist und unterdrückerischen Charakter hat, dort hat eine solche Kampagne durchaus ihr Recht.

Hierzulande haben die rührigen Atheisten bemerkt, dass der Fokus ein anderer sein muss. Und so schrieben sie sich die Aufklärung auf ihre Fahnen.

Dabei scheinen sie mir zu übersehen, dass es gerade hier, im Land der Reformation, auch so etwas wie einen aufgeklärten Glauben gibt. Und dass es in Deutschland gerade die Kirchen sind, die gegen Dogmatismus, Fanatismus und Fundamentalismus die Stimme erheben.

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RPR1 'Angedacht': Der Fels

Pfarrer Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Mittwoch, 3. Juni 2009:

Mal ehrlich. Wenn Sie jemanden etwas ganz wichtiges anvertrauen wollen, wovon nichts Geringeres abhängt als ihre Zukunft, wem würden sie dazu den Auftrag geben?

Einem Unzuverlässigen oder einem Verlässlichen? Einem Plapperer oder einem Bedächtigen? Einem Kopflosen oder einem Umsichtigen? Einem Erfolgsmenschen oder einem Versager? Einem Menschen mit Fehlern oder einem Fehlerlosen? Einem Standhaften oder einem Umfaller?

Ich wette, Sie wählen den verlässlichen, bedächtigen, umsichtigen, fehlerlosen und standhaften, Erfolgsmenschen.

Ich rede dabei nicht von den bevorstehenden Europa- oder Kommunalwahlen. Ich spreche von der Kirche. Ihr Beginn ist ohne einen Menschen nicht denkbar, der so gar nicht in das Klischee vom Macher und Bekenner passt.

Sein Name Petrus, der Fels. Verheiratet war er, Fischer von Beruf. Temperamentvoll und begeisterungsfähig. Drum hat er sich auch Jesus angeschlossen. Der schätzte ihn, obwohl er oft geredet und dann erst nachgedacht hat. Und zu diesem Petrus hat Jesus gesagt: „Auf diesen Felsen will ich meine Kirche bauen.“

Pfingsten. Geburtstag der Kirche. Die Geschichte des Petrus macht Mut. Denn sie zeigt: Die Kirche braucht keine Heiligen, sondern Menschen wie Du und Ich. Dich und Mich!

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75 Jahre Barmer Theologische Erklärung

Kirchenpräsident Schad zur aktuellen Bedeutung des Bekenntnisses

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RPR1 'Angedacht': Das Pfingstwunder

Pfarrer Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 02. Juni 2009:

Pfingsten. Die Kirche feiert ihren Geburtstag. Und es ist so ähnlich wie bei Rock am Ring: Menschen aus aller Herren Länder treffen sich.

Ein Multikultifest. Ein wahnsinniges Stimmenwirrwarr ist zu hören. Die Leute sprechen die unterschiedlichsten Sprachen. Die aus den Metropolen haben es einfach. Sie begegnen öfters Fremden, Ausländern und verstehen auch die eine oder andere Sprache. Natürlich längst nicht alle.

Da sind aber auch einige Männer aus der Provinz, die hier auftauchen. Sie kommen über die Grenzen ihrer Heimat kaum hinaus. Ihr Horizont scheint doch sehr beschränkt.

Sie haben ihren Beruf an den Nagel gehängt, um einem Wanderprediger nachzuziehen, der vor einiger Zeit gekreuzigt wurde. Jetzt wandern und predigen sie selbst. Merkwürdige Typen. Aber bei einem Fest sieht man öfters solche Gestalten.

Aber was tun sie jetzt? Sie reden alle. Irgendetwas von den großen Taten Gottes. Und das merkwürdigste: diese Provinzler reden in den Sprachen der Festbesucher. So als sei es ihre Muttersprache.

„Die sind betrunken“ sagen die einen. „Das ist ein Wunder” meinen die anderen. „Das ist die Kraft des Heiligen Geistes“ sagen die Männer selbst.

Diese Woche. Es ist Pfingsten. Wir feiern den Geburtstag der Kirche. Und der Heilige Geist weht immer noch wo und wann er will.

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RPR1 'Angedacht': Pfingsten

Pfarrer Wolfgang Schumacher, Speyer, spricht “Angedacht” bei RPR1 und “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 01. Juni 2009:

Windböen, Feuer. Die Begleitmusik zum Pfingstfest ist eher furchterregend, als gemütlich. Kein Wunder, dass die Leute in Jerusalem vor fast 2000 Jahren unsicher werden, sich fürchten. Die Menschen aus aller Herren Länder sind sich fremd, unterscheiden sich in Hautfarbe, Gesichtsausdruck, Sprache, Kultur, Lebensform.

Und dann geschieht etwas ganz ungewöhnliches. Sie alle hören die Predigt des Petrus. Jeder in seiner Sprache. Ganz ohne Simultandolmetscher.

Die Pfingstgeschichte der Bibel ist die Umkehrung der alten Geschichte vom Turmbau zu Babel. Dort, in Babel wurde der Größenwahn der Menschen bestraft mit der Sprachverwirrung. Die Menschen haben sich nicht mehr verstanden und wandten sich voneinander ab.

Jetzt, an Pfingsten, geschieht das Gegenteil. Egal wo sie herkommen und wie sie aussehen. Die Leute verstehen sich. Sie begreifen: Die Unterschiede sind zweitrangig. Sie alle wollen geliebt, glücklich und gesund sein, in Frieden leben, Arbeit besitzen, Ein Dach über dem Kopf haben. Angst und Hoffnung, Trauer und Freude kennen sie alle.

Und wollen sie miteinander teilen.
In diesem Geist des friedlichen Miteinanders wollen sie zusammen leben. Das ist Pfingsten.

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