Rockland Radio 'Feels like heaven': Sackgasse.
Pfarrer Christopher Markutzik, Altenglan, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 07. Februar 2011.
Aufgebrachte Menschenmengen, brennende Autos und Panzer – Das waren die Bilder, die wir in den letzten Wochen in den Nachrichten gesehen haben. In Tunesien, Ägypten, dem Jemen und Jordanien steht das gesamte Gesellschaftssystem auf dem Prüfstand. Die Menschen gehen auf die Straße und demonstrieren. Sie fordern Demokratie und Gerechtigkeit.
Manch einer begrüßt diese Demos als Beginn einer Veränderung, aber ich bin eher erschrocken. Nicht über die Proteste an sich, sondern über das Ausmaß an Gewalt und Zerstörung.
Wie sehr muss es in den Demonstranten gebrodelt haben, wie groß muss ihre Wut gewesen sein? Wie viel Gewalt müssen sie erlitten haben, dass sie jetzt so zurückschlagen?
Es ist tragisch, dass es soweit kommen musste, um überhaupt ernsthaft an Veränderungen in diesen Ländern denken zu können. Aber rechtfertigt das die Gewalt?
In der Bergpredigt spricht Jesus davon, dass Gewalt nie eine Lösung sein kann. Denn sie erzeugt letztlich nur neue Gewalt. Wer mir auf meine Backe schlägt, dem will ich eine zurückgeben. Das ist die Gefahr, die dahinter steckt und Jesus spricht das ganz deutlich an.
Ich hoffe deshalb, dass alle Verantwortlichen in Tunesien, Ägypten undsoweiter die Einsicht gewinnen, dass es friedliche Wege geben muss, die notwenigen Veränderungen anzugehen. Denn Gewalt führt immer in eine Sackgasse.
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RPR1 "Angedacht": Gottesfriede.
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 07. Februar 2011:
Mit keinen Menschen konnte ich mich in meiner Jugend besser streiten als mit meinen Brüdern. Wenn es besonders schlimm wurde, pflegte mein Großvater mit ungewohnt tiefer Stimme zu tönen: „Friede! Friede!“. Mehr überrascht als betroffen hörten wir dann auf zu streiten, natürlich nur, um wenig später an einer ungestörten Stelle weiter zu machen.
Die polnische Psychologieprofessorin Zofia Jasnota hat 1977 in ihrem Lied „Unfriede herrscht auf der Erde“ beschrieben, wie schwierig es ist, dauerhaften Frieden zu halten – nach innen und nach außen. Weil ein durch eine Autorität unterbrochener Streit keinen Konflikt löst, sondern eben bloß unterbricht. An anderer Stelle bricht der Streit später umso heftiger wieder hervor.
Unfriede herrscht auf der Erde – das in der früheren DDR erstmals bekannt gewordene Lied aus dem Evangelischen Gesangbuch spricht darum bis heute vielen Menschen aus dem Herzen. Auch in uns – so das Lied – herrschen Unruhe und Unrast. Deshalb ist es so schwer, den Frieden zu bewahren – trotz allen guten Willens.
Doch Zofia Jasnota geht im Refrain des Liedes davon aus, dass der Friede einst kommen wird. Dann wird der Mensch zur Ruhe kommen, Feindschaft und Fanatismus, Hass und Intoleranz werden dann aufhören. Kein zeitlich begrenzter relativer Friede wird das sein, so wie ihn Menschen gelegentlich herstellen können. Es wird der ewige Frieden sein. Gemacht von Gott persönlich.
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RPR1 "Angedacht": Lottogewinn.
Pfarrerin Julia Neuschwander, Landau, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 und “Feels like heaven” bei Rockland Radio am Sonntag, 06. Februar 2011:
Was macht man mit einem Lottogewinn? Also, ich persönlich hätte das schon ein paar Ideen. Zuerst würde ich mich mal richtig freuen, dann gönnte ich mir ein kleines bisschen Luxus, und dann würde vielleicht auch das eine oder andere im meinem Leben ganz grundsätzlich ändern. Tolle Sache, so ein Lottogewinn, oder?
Für den Hartz IV-Empfänger, der 500 Euro in der Lotterie gewonnen hatte, war das vermutlich so ähnlich wie ein Lottogewinn. Hartz IV ist wenig zum Leben. Umso größer war die Freude über den unverhofften Gewinn. Wenn das Leben schon Lotterie mit mir spielt, dann kann ja auch mal ein Gewinn für mich dabei herauskommen, mag er vielleicht gedacht haben.
So schnell wir der Gewinn kam dann aber auch die Ernüchterung, denn einen Lottorie-Gewinn darf man als Hartz IV-Empfänger nicht behalten. Die 500 Euro wurden mit den Hartz-IV-Bezügen verrechnet, die der Arbeitslose in der nächsten Zeit erhalten hätte.
Ich finde, man hätte dem Mann sein Glück erhalten sollen. Bei allem Verständnis für die Behörden: wenn den Menschen jede Hoffnung, jede kleine Flucht oder jede Möglichkeit von Glück genommen werden, ist Verzweiflung nicht mehr weit.
Nicht ohne Grund sagen Christen, dass kein Mensch leben kann ohne Hoffnung. Hoffnung auf Rettung, auf Liebe und auf ein kleines bisschen Glück.
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Auf Vergebung kommt es an.
Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Freitag, 04. Februar 2011.
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Vergeben und vergessen.
Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Donnerstag, 03. Februar 2011.
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Fang den Tag von heute!
Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Mittwoch, 02. Februar 2011.
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SWR 1 Rheinland-Pfalz "Anstöße": Um Entschuldigung bitten.
Pfarrer Ludwig Burgdoerfer, Landau, spricht ‘Anstoesse’ bei SWR 1 Rheinland-Pfalz am Dienstag, 01. Februar 2011.
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