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11.07.15: Begegnungstag für PresbyterInnen


Beauftragte für Weltweite Ökumene / Brot für die Welt

Bei der Besetzung der Ämter im neuen Presbyterium sollte in der Gemeinde auch ein Beauftragter / eine  Beauftragte für Weltweite Ökumene / Brot für die Welt gefunden werden. Nachdem ich in den letzten Jahren immer mal wieder eine Bastelaktion mit einer Spende für die Aktion „Brot für die Welt“ verbunden hatte, ist die Wahl auf mich gefallen. Die Aufgabe, die auf mich zukommen sollte, war mir zu diesem Zeitpunkt noch nicht ganz klar.

Am 11.07.15 war ich dann vom Missionarisch Ökumenischen Dienst (MÖD) zu einem Begegnungstag ins Casimirianum in Neustadt mit den Beauftragten der anderen Gemeinden in unserer Landeskirche eingeladen. Dort sollten wir auch Schwestern und Brüder aus unserer Partnerkirche in West-Papua kennenlernen, die sich anlässlich des 200. Geburtstages der Basler Mission in der Pfalz aufhielten und uns über ihr Land und das Glaubensleben dort berichten wollten.

Weitere Programmpunkte waren das gegenseitige Kennenlernen, Bibelteilen und Singen, Informationen zu „Brot für die Welt“ und Mitmachaktionen, sowie Informationen über die pfälzische Landeskirche und ihre Partnerkirchen weltweit, die auch Impulse für unsere Gemeinden geben können.

Der Verteiler bei der Einladung war riesengroß, zumindest nach meinem Dafürhalten, und ich bin davon ausgegangen, dass wir aus unserer Gegend sicherlich eine Fahrgemeinschaft bilden könnten, aber … weit gefehlt. Auf Rückfrage beim MÖD bekam ich als nächsten Teilnehmer „nur“ eine Adresse in Nantzdietschweiler bei Landstuhl. Ich hab trotzdem Kontakt aufgenommen. Uta Hentschel ist dann mit mir gemeinsam mit der Saarland/Rheinland-Pfalz-Karte ab Landstuhl nach Neustadt gefahren und die Kosten haben wir uns geteilt. Insofern gestaltete sich bereits die Hinfahrt für mich sehr angenehm und  informativ, da Frau Hentschel bei den Begegnungstagen bereits ein „alter Hase“ ist.

Das Treffen war toll organisiert. Das Team im Casimirianum hatte Getränke bereitgestellt, die Mitarbeiter des MÖD unter Leitung von Pfarrerin Marianne Wagner hatten schon Informationsmaterial ausgelegt. Wir wurden von Almendra Garcia de Reuter (aus Peru), Pfarrer Welman Boba und seiner Frau Tedja (aus Indonesien) und von Sophie, die ein Praktikum beim MÖD absolviert, sowie Pfarrer Dieter Weber vom Diakonischen Werk der Pfalz herzlich empfangen.

In den Tag gestartet sind wir gleich mit papuanischem Gesang und das hat unglaublich viel Spaß gemacht. Nach den einführenden Worten von Frau Wagner gab es eine Vorstellungsrunde der Teilnehmer - sowohl der deutschen als auch der papuanischen. Erfreulich war, dass ca. 25 Teilnehmer aus den Gemeinden anwesend waren. Dies hing wohl auch mit den Neuwahlen im letzten Jahr zusammen, denn viele der Teilnehmer waren zum ersten Mal bei diesem Treffen.

Danach gab uns Welman Boba gemeinsam mit Pfarrer Abbas aus Papua einen Einblick in das Leben in Papua und die Organisation der evangelischen Gemeinden vor Ort. Die Schilderungen haben zum Nachdenken über die eigene Situation, die man manchmal gar nicht mehr zu schätzen weiß.

Zum Abschluss ließen uns die Schwestern und Brüder aus Papua noch an einem ganz besonders bewegenden Ereignis teilhaben: sie sangen uns 2 Lieder aus West-Papua, die die tiefe Verbundenheit mit ihrer Heimat widerspiegelten.

Zum Mittagessen trafen wir uns in einem netten Lokal am Neustadter Markt. Dort erwartete uns eine ganze Reihe von kleinen Köstlichkeiten – super! Beim Essen gab es auch die Möglichkeit sich mit anderen Teilnehmern über ganz unterschiedliche Themen zu unterhalten und auch das Thema Papua mit Menschen zu vertiefen, die das Land bereits besucht hatten.  Hier auch ein Dankeschön an Ruprecht Beuter, der sich in Rockenhausen, auf Ebene der Landeskirche und in der Evangelischen Kirche überhaupt für die Menschen in Papua einsetzt.

Almendra Garcia

Am Nachmittag gaben Almendra Garcia und Marianne Wagner uns einen Überblick über die Partnerschaften mit Ghana, Korea, Bolivien und Papua sowie das Projekt Kita-global, welches vor allem Kindergärten und Erzieher/Innen ansprechen und Informationen liefern soll. Wir bekamen Informationsmaterial zu verschiedenen Aktionen, zum Beispiel Weihnachtskugeln aus Pappmaché, die man mit Kindern gestalten kann. Der Kauf der Kugeln unterstützt bereits die Kinder in den Herkunftsländern und sind ein schönes Geschenk oder können den Weihnachtsbaum in der Kirche schmücken. 

Das Projekt „Cafémobil“, ein Gemeinschaftsprojekt des Bistums Speyer und der Evangelischen Kirche der Pfalz wurde vorgestellt. Unter dem Motto „Café und Begegnung“ werden alle ökumenischen Initiativen unterstützt, die dieses mobile Café nutzen wollen, um an öffentlichen Plätzen und an vielen anderen Orten als Kirche in ökumenischer Verbundenheit präsent zu sein.

Das Cafémobil kann ausgeliehen werden für ökumenische Aktionen auf Wochenmärkten, in Fußgängerzonen, am Bahnhof, auf dem Adventsmarkt, bei der Kirmes, vor Schulen und Werkstoren und vielen anderen Gelegenheiten.

Außerdem informierte Frau Wagner über die Möglichkeit für Jugendliche einen Auslandsaufenthalt in einer Gemeinde in einem anderen Land zu machen oder die Möglichkeit für Gemeinden einem Jugendlichen aus einem anderen Land die Mitarbeit z.B. in einem Kindergarten in der Gemeinde anzubieten. Die Erfahrungen des jeweils anderen bereichern auch die Arbeit in den Gemeinden.


Zum Abschluss stellte uns Pfarrer Dieter Weber die neue Aktion von „Brot für die Welt“ vor mit dem Titel:    
„ Satt ist nicht genug „

Fast jeder dritte Mensch auf der Welt leidet an Mangelernährung. Welche Gründe dieser Mangel hat und mit welchen Strategien er weltweit überwunden werden kann, zeigt „Brot für die Welt“ anschaulich mit Materialien und Filmen, die man auf der Webseite von Brot für die Welt herunterladen kann. Pfarrer Weber zeigte uns einen Film über Christine und ihre Familie, die in Ruanda leben. Lange Zeit ernährten sie sich sehr einseitig. Mit Hilfe von UGAMA, der Partnerorganisation von Brot für die Welt, stehen jetzt nicht nur Süßkartoffeln auf dem Speiseplan sondern auch Gemüse und Milch.

 

Die Zeit ist an diesem Tag wie im Flug vergangen. Bei der Abschlussrunde war der Tenor, dass wir viele Informationen mit in unsere Gemeinde mitnehmen, dass die Begegnung mit den Schwestern und Brüdern aus West-Papua eine Bereicherung war, dass wir unseren eigenen Glauben noch einmal anders wahrnehmen, dass wir gerne wiederkommen … im nächsten Jahr … in Neustadt.

Und ich habe im Laufe des Tages einen weiteren „Saarländer“ in unserem Kreis kennengelernt, nämlich Herrn Meiers aus der Kirchengemeinde in Hassel, der uns auf Rückfahrt mit dem Zug begleitet hat und mit dem wir uns bereits zu einer Fahrgemeinschaft beim nächsten Treffen verabredet haben. Schön war’s!

 

Birgit Weber

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