RPR1 "Angedacht": Buß- und Bettag 2010.

Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Mittwoch, 17. November 2010:

Er ist zwar außer in Sachsen kein gesetzlicher Feiertag mehr, der heutige Buß- und Bettag. Aber die Kirche hält ihn weiter für sehr wichtig. Nicht als einen Tag, an dem man für begangene Fehler gerade stehen – büßen – muss. Sondern als eine Gelegenheit, über das eigene Leben und das Verhältnis zu Gott nachzudenken. Viele kommen da ja im Alltag kaum noch zu.

Dabei wäre es so wichtig, regelmäßig zu überprüfen, ob die Dinge überhaupt noch in die richtige Richtung laufen. Bin ich wirklich noch glücklich in meinem Beruf oder sollte ich etwas Neues wagen? Und was ist mit all dem, was ich längst ändern wollte: eine neue Wohnung suchen, aufhören zu rauchen oder auch nur mal wieder ein Buch lesen?

Wenn dann noch ein bisschen Zeit bleibt könnte man sich ja auch noch weiterreichende Gedanken machen, beispielsweise darüber, welchen Sinn es haben könnte, an Gott zu glauben. Wer weiß, ob Sie sich ohne einen solchen Nachdenktag die Zeit nehmen würden, in Ihrem Kopf mal Platz für Überlegungen wie die eben zu schaffen.

Und die Antworten auf all die Fragen? Na ja, einen Teil werden Sie ganz schnell finden – und dann hoffentlich praktisch umsetzen. Und für die anderen können sie ja weitere Nachdenk-Momente anhängen – je eher, desto besser. Aber stressen Sie sich nicht. Schließlich hat der Buß und Bettag ja erst angefangen und die Woche ist auch noch nicht zu Ende.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Himmel, Hölle und Fegefeuer.

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Dienstag, 16. November 2010:

Mancher Jogurt schmeckt einfach himmlisch! Wer eine schwere Zeit hinter sich hat ist buchstäblich durch die Hölle gegangen! Und der Film: Fegefeuer der Eitelkeiten, der ist wirklich sehenswert.

Aber mal ehrlich: glauben Sie überhaupt noch an den Himmel, die Hölle und das Fegefeuer? Gibt’s das denn überhaupt? Das fragen sich auch die Menschen heute beim ökumenischen Stadtgespräch in Pirmasens. Ein evangelischer Pfarrer und ein katholischer Priester haben nur wenige Minuten Zeit, ihre Sicht der Dinge zu sagen und dann darf nachgefragt und diskutiert werden.

Ich glaube, den Himmel gibt’s! Und zwar nicht nur irgendwo weit oben auf Wolke 7, sondern ganz nah und in uns. Denn mit Jesus Christus erleben wir ja schon den Himmel auf Erden.

Ich glaube aber auch, dass es die Hölle gibt. Ncht als teuflische Räucherhöhle, sondern in den Folterkammern dieser Welt, an den Orten, wo Unrecht, Hass und Gewalt regiert und wo die Menschenwürde mit Füßen getreten wird.

Ob es auch ein Fegefeuer gibt, da bin ich mir nicht so sicher. Denn das Feuer, das Schuld und Fehler von Menschen verbrennen kann, das muss wohl erst noch angezündet werden. Aber wer weiß, vielleicht erfahre ich heute Abend ja was ganz Neues. Beim ökumenischen Stadtgespräch in Pirmasens.

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RPR1 "Angedacht": Ein Treffpunkt in der Mitte.

Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Dienstag, 16. November 2010:

Andere Länder, andere Sitten – sagt gelassen ein Sprichwort und lässt nicht erahnen, in wie viele unsichtbare Fettnäpfchen man dabei treten kann.

Andere Länder – das heißt ja zunächst nur andere Sprachen und vielleicht noch anderes Essen.

Und andere Sitten – dass man in Aserbaidschan gerne in Erdöl badet, während wir eher honigduftende Schaumbäder lieben, dürfte kaum Schlimmeres verursachen als dass man sich vielleicht nicht besonders gut riechen kann.

Aber andere Sitten, das beinhaltet auch, dass andere Kulturen teilweise anders denken und fühlen als wir.

Während für uns zum Beispiel entscheidend ist, was gesagt wird, ist für Araber viel wichtiger, wie es gesagt wird. Unkenntnis in diesem Punkt kann zu folgenschweren diplomatischen Verwicklungen führen.

Und was die große Politik zu Fall bringen kann, gilt auch für unsere eigene kleine Welt: wenn wir nicht begreifen, wie die Menschen um uns herum denken, können wir auch nicht richtig auf sie eingehen.

In Deutschland wird mittlerweile jede zweite Ehe geschieden. Häufig weil die Partner nicht in der Lage sind, miteinander zu kommunizieren.

„Was der Mensch sät, wird er ernten“ heißt es im neuen Testament. Das heißt für mich: Nur, wenn ich mich bemühe, den anderen zu verstehen, darf ich umgekehrt auch Verständnis für mich erwarten. Aber dann gibt es eine echte Chance, dass wir uns in der Mitte treffen werden!

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Live im ZDF. Fernsehgottesdienst am Ewigkeitssonntag aus Trippstadt.

Ein Beitrag aus der Sendung “Einfach himmlisch” auf RPR1 vom 14.11.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Alles umsonst!?

Pfarrer Bernd Rapp, Pirmasens, spricht “Feels Like Heaven” bei Rockland Radio am Montag, 15. November 2010:

Stellen sie sich folgendes vor: Sie sind auf shopping-tour! Ihr Ziel ist ein angesagter Modeladen! Man sagt: Dort ist es teuer, aber schick! Nur mal schauen, sagt sich die eine Hälfte ihres Gehirns, aber die andere hat schon dafür gesorgt, dass die Bargeldvorräte im Geldbeutel deutlich erhöht wurden.

Vielleicht gibt’s dort ja auch ein Schnäppchen zu machen – wer weiß!? Und dann bertreten sie den Laden, werden freundlich bedient, finden was sie schon so lange suchen und an der Kasse heißt es dann: Fühlen sie sich eingeladen, sie sind unser Gast, für sie ist alles umsonst!

Noch halb benommen und im Glückstaumel beginnen sie gleich, es allen weiter zu sagen: Hey, der Laden ist genial, da müsst ihr alle mal hin, da bekommt man die besten Sachen umsonst! Im Nu wird der Laden überrannt, es spricht sich rum und alle kommen, sehen und werden beschenkt.

So stelle ich mir den Himmel vor: Angesagt, schick und umsonst, denn alle Preise wurden von Jesus Christus schon bezahlt. Wir sind eingeladen, seine Gäste zu sein, das darf man gerne weiter sagen und so leben, das andere es auch merken. Weil es den Himmel gibt, ist hier auf der Erde gar nichts umsonst, sondern alles hat seinen Sinn. Vielleicht sogar eine shopping-tour!

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RPR1 "Angedacht": Düstere Stimmung.

Bettina Blum, Speyer, spricht ‘Angedacht’ bei RPR1 am Montag, 15. November 2010:

Für unsere Stimmung brechen jetzt schwere Zeiten an. Kein Wunder, es ist November. Das ist immer auch die Zeit des Abschiednehmens: von der Sonne, von der Lust, sich draußen aufzuhalten und manchmal auch von der Zuversicht, alles schon irgendwie schaffen zu können.

Wetterfühlige Menschen verfallen jetzt vielleicht in eine trübe, graue, traurige Stimmung. Scheinbar die perfekte Zeit für Trauer- und Gedenktage . Diese Woche zum Beispiel ist eingerahmt von Volkstrauertag und Totensonntag.
Es muss die Urangst des Menschen vor der Dunkelheit gewesen sein, die dazu geführt hat, Tod und November miteinander zu verbinden. Dabei hatten die Menschen nicht immer ein so düsteres Verhältnis zum Tod.

Frühere Generationen waren durchaus in der Lage, den Tod als natürlichen Teil des Lebens zu begreifen – und zu ertragen. Und auch in heutiger Zeit gibt es Völker, die ganz selbstverständlich mit dem Tod umgehen. Zum Beispiel die Mexikaner, sie feiern Todesfeste – nicht für die Hinterbliebenen, sondern für die Toten selbst – weil sie überzeugt sind, dass deren Seelen weiter leben.

Als Christin kann auch mein Glaube auch mir helfen, den Tod nicht mehr als Ende, sondern als Neuanfang zu verstehen. Im Vertrauen auf das Versprechen Jesu: Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt. Dann wird sogar der Gedanke an den Tod so etwas wie Licht in diese dunkle Jahreszeit bringen können.

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Jüdisches Museum in Speyer eröffnet. Exponate verdeutlichen drei Säulen der mittelalterlichen Judengemeinde.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 46 zum 14. November 2010.

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