RPR1 "Angedacht": Der kleine Teufel.

src=”http://www.evpfalz.de/presse/erd/bilder/lang_henning.jpg” align=”left”>Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Samstag, 06. November 2010:

„Du, Frau Müller, der Norman hat mich angemalt!“ Der Tag im Kindergarten geht wieder gut los! Jeden Morgen krach wegen Norman. Der ist fünf und der wildeste in der Vorschulgruppe.

Was wird der kleine Teufel heute wieder machen? Kissen durch den Raum schmeißen, weil die anderen ihn nicht mitspielen lassen? Pausenbrote klauen? Vielleicht trommelt er auch wieder die ganze Zeit auf dem Tisch? Oder schlägt er wieder wild nach Frau Müller? Manchmal würde Sie IHM gerne eine verpassen!

Es kommt genau so wie Frau Müller es sich vorgestellt hat. Fliegende Kissen, geklautes Pausenbrot, Schläge und Tritte und Geschrei! Alles wie immer mit Norman. Dieser kleine Teufel!

Dann ist die Schule aus und die Eltern kommen, um ihre Kinder abzuholen. Alle Schüler sind weg, nur Norman steht hinter der Tür, starrt durch die Glasscheibe… er sieht viel kleiner aus als sonst und – er weint. Kommt seine Mutter zu spät? Oder hat sie ihn mal wieder ganz vergessen? Geschieht ihm RECHT!, denkt Frau Müller.

Aber dann stellt sie sich neben ihn und legt ihm den Arm auf die Schulter. Und sie merkt, wie Norman sich fest an Sie drückt und weint. Ungezogener Teufel? Vielleicht auch einfach nur ein kleiner Junge, denkt Frau Müller und erinnert sich an einen Vers aus der Bibel: „Wenn wir uns untereinander lieben, so bleibt Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen.“

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Pfarrer an Pflicht erinnert. Beerdigungen an jedem Wochentag - Keine festen freien Tage erlaubt.

Die Hörprobe aus dem Evangelischen Kirchenboten 45 zum 07. November 2010.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Kinderglück.

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Freitag, 05. November 2010:

Es klingelt stürmisch an der Tür. Die Schule ist aus. Meine Tochter strahlt und ich spüre ihr Herz ist voller Mitteilungsbedürfnis. „Papa, stell dir vor, wir haben unser Diktat zurück!“. „Und, hat es gut geklappt?“. „Ja, ja, aber es geht nicht um mich. Der Luca hat eine 3 geschrieben!“ Und sie strahlt. „Wir haben uns alle riesig gefreut.“

Luca hat eine Lese-Rechtschreib-Schwäche und würde nach den üblichen Bewertungskriterien niemals eine Note schreiben, die besser als „Mangelhaft“ ist. Doch er wird in dieser Klasse besonders gefördert und bei den Arbeiten bekommt er ein eigenes Arbeitsblatt. Da zählen nicht Noten, sondern da zählt, was einer erreichen kann, wenn er sich anstrengt.

Helmut Simon, der ehemalige Bundesverfassungsrichter, hat es einmal so formuliert: „Die Stärke einer Gesellschaft misst sich am Wohl der Schwachen.“ Ein guter Gedanke. Und ein alter. Denn schon Jesus hat vor allem die Schwachen und Bedürftigen in den Mittelpunkt des Interesses gerückt.

Wir scheinen das oft vergessen zu haben. Die Kinder dagegen leben uns die Solidarität mit den Schwachen vor. Sie fühlen sich wohl, wenn die Klassengemeinschaft stimmt und lassen sich von den Leistungskritierien, die unser Denken bestimmen, nicht beriren. Ist dies nicht wunderschön!

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RPR1 "Angedacht": Fallende Blätter.

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Freitag, 05. November 2010:

Nicht schon wieder diese Sauerei! Jedes Jahr im Herbst verliert der Baum vor meinem Haus Tonnen von Laub. Aber nicht auf einmal! Kaum bin ich Laubfegen fertig, kommt ein kleiner Wind und die nächste Ladung Laub verteilt sich auf dem Gehweg. Und das Laubfegen geht von vorne los…

Jedes Jahr das gleiche Spiel! Der Baum zieht seinen Saft aus den Blättern zurück in die Wurzeln. Er sammelt seine Kraft um im kommenden Frühjahr neu auszutreiben. Damit neues Leben wachsen kann. Und das was übrigbleibt, die toten Blätter, den unnötigen Ballast lässt der Baum einfach los!

Sammeln und Loslassen – Vielleicht täte mir das auch mal gut! Jetzt im Herbst mal zu sortieren, was ich alles an unnötigem Ballast mit mir rumschleppe.

Die unnötigen Sorgen, das schlechte Gewissen aus längst vergangener Zeit. Manches von dem, was mir das Leben schwer macht kann ich abgeben, vielleicht sogar vergeben.

Und was an schöner Erinnerung übrig bleibt, das sammle ich und nehme es ganz tief in mich hinein. Als Kraft für mein Leben, damit Neues draus wachsen kann.

Sammeln und Loslassen – Genau dazu laden jetzt im Herbst die Gottesdienste zu Buß und Bettag oder Ewigkeitssonntag ein. Und wer im Vorfeld schon mal mit eigenen Augen sehen will, wie Sammeln und Loslassen aussehen kann, der kann mir gerne beim Laubfegen helfen.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Rote Karte.

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Donnerstag, 04. November 2010:

Heute vor 60 Jahren wurde die so genannte Europäische Menschenrechtskonvention, feierlich in Rom unterzeichnet. Dieses Abkommen, das mittlerweile von allen Ländern der EU ratifiziert wurde, sichert allen Menschen die Freiheit und den Schutz ihrer Persönlichkeit zu. Über die Umsetzung wacht der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg.

Seit einiger Zeit bemüht sich eines unserer Nachbarländer alle illegal erstellten Lagerplätze der Sinti und Roma aus Rumänien zu schließen und die Menschen zurück in ihr Heimatland zu schicken.

Das widerspricht den verankerten Rechten der Europäischen Menschenrechtskonvention. Deshalb sind die Europäische Gemeinschaft und der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte auf den Plan getreten. Jeder weiß, dass die Regierung unseres Nachbarlandes die Roma und Sinti vertreiben will, um sich bei den Bürgern beliebt zu machen.

Aber die Menschenrechte, zu denen auch ein Aufenthaltsrecht gehört, sind zu schade, um sie für eine größere Popularität zu opfern. Die Würde des Menschen ist unantastbar, denn jeder Mensch ist ein Geschöpf Gottes. Deshalb bin ich froh über den Einsatz, mit dem die Europäischen Gemeinschaft diesem Land, dass eigentlich für seine Lebensfreude und Leichtigkeit geschätzt wird, die rote Karte zeigt.

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RPR1 "Angedacht": Nebenwirkungen.

Pfarrer Henning Lang, Kriegsfeld, spricht “Angedacht” bei RPR1 am Donnerstag, 04. November 2010:

„Kann in seltenen Fällen zu Übelkeit führen“...Ich wollte nur ein Mittel gegen Husten und Heiserkeit kaufen und jetzt lese ich diese ganzen Risiken und Nebenwirkungen. Ein riesiger Zettel in winziger Schrift. Was da alles passieren kann. Schweißausbrüche, Herzrasen und in seltenen Fällen Ausschlag. Vielleicht bin ich ja so ein seltener Fall? Mich gibt´s schließlich nur einmal…

Bei dem Gedanken merke ich schon, wie der Schweiß ausbricht und die mein Herz anfängt, schneller zu schlagen. Da will ich das Mittel doch gar nicht mehr nehmen! Und sitze den Husten lieber aus. Kann man an Husten eigentlich Sterben? Was ist schlimmer? Heiserkeit, Übelkeit oder Sterblichkeit?

Lass dir nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir in allem, was du tun wirst. Die Bibel empfiehlt in solchen Entscheidungen vor allem eines Gelassenheit!

Warnungen und Sicherheitshinweise hin oder her. Ich muss mein Leben leben, auch wenn ich nicht sicher bin, was am Ende draus wird. Das Leben ist riskant und manchmal sogar gefährlich.

Aber ich glaube, bei allen Risiken und Nebenwirkungen – Gott ist bei mir, ich bin wenigstens nicht allein! Und diese Gewissheit führt in den meisten Fällen zu Fröhlichkeit.

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Rockland Radio 'Feels like heaven': Der Bomber der Nation.

Pfarrer Albrecht Bähr, Mainz, spricht ‘Feels Like Heaven’ bei Rockland Radio am Mittwoch, 03. November 2010:

Ich sage heute Herzlichen Glückwunsch Gerd Müller. Der Bomber der Nation, liebevoll als „Kleines, dickes Müller“ bezeichnet, der wohl lange Zeit beste Fußballspieler in Deutschland, wird heute 65. Jahre alt. Um Gerd Müller rankt sich ein Mythos.

Seine Leistungen im so genannten Jahrhundertspiel gegen Italien während der WM 1970 sowie im WM-Finale 1974 gegen Holland sind legendär. Wegen seiner Torgefährlichkeit habenr oftmals zwei Gegenspieler versucht, ihn zu decken.

Nach seiner steilen Karriere kam bei Gerd Müller der beispiellose Ab-sturz. Wirtschaftlich erfolglos, verfiel er dem Alkohol und es sah ganz schlecht für ihn aus.

Doch einige von Müllers Weggefährten haben ihm geholfen Unter an-derem Franz Beckenbauer. „Einen Freund lass ich nicht fallen“, sagte er und andere schlossen sich an. Das war Müllers Rettung. Langsam stabilisierte er sich und kam wieder auf die Beine.

Ein frommer und schöner Spruch lautet: „Man kann nicht tiefer fallen, als in Gottes Hände.“Die beispiellose Solidarität einiger Fußballfreunde zu Gerd Müller spiegelt für mich den Inhalt dieses Gedankens in ganz wunderbarer Form wider. Wenn Gerd Müller heute mit seinen Freunden feiert, dann wird dieser Tag ein Fest des Lebens für ihn sein.

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